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Rotes Kreuz eröffnet größtes Bevölkerungsschutzzentrum in Brandenburg
In Brandenburg hat das Deutsche Rote Kreuz ein neues Bevölkerungsschutzzentrum eröffnet. Dort lagert Material, um bei Katastrophen bis zu 5.000 Menschen versorgen zu können. Laut Innenminister Dobrind
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Luckenwalde Rotes Kreuz eröffnet größtes Bevölkerungsschutzzentrum Stand: 29.10.2026 • 11:41 Uhr
In Brandenburg hat das Deutsche Rote Kreuz ein neues Bevölkerungsschutzzentrum eröffnet. Dort lagert Material, um bei Katastrophen bis zu 5.000 Menschen versorgen zu können. Laut Innenminister Dobrindt setzt das Projekt Maßstäbe.
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat am Donnerstag in Luckenwalde (Teltow-Fläming) das größte und modernste Bevölkerungsschutzzentrum Deutschlands eröffnet. Das Zentrum setzt für Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) neue Maßstäbe. "Das wird beispielgebend sein für eine ganze Reihe von weiteren Stützpunkten, auf denen wir dann die Folgeinstrumente aufbauen werden", sagte der CSU-Politiker bei der Eröffnung des Hilfsgüterlagers. Das Zentrum sei "eine kleine Stadt, die in Höchstgeschwindigkeit aufgebaut werden kann", überall einsatzfähig sei und den Einsatzkräften des Roten Kreuzes die Möglichkeit zum Training mit Material und Ausrüstung gebe, so Dobrindt. Auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) war bei der Eröffnung mit dabei.
Das DRK lagert ab sofort Material in dem neuen Bevölkerungsschutzzentrum. Auf dem rund 3,4 Hektar großen Gelände bündelt das DRK bisher verteilte Hilfsgüter. Das bisherige Zentrallager am Flughafen BER in Schönefeld (Dahme-Spreewald) war zu klein geworden. Unter anderem lagern in Luckenwalde Zelte und Notunterkunftsausrüstung für rund 1.000 Familien. Hinzu kommen Decken, Schlafsäcke, Feldbetten, Hygiene- und Babypakete sowie Küchenausstattung. Auch geländegängige Krankenwagen, große Stromgeneratoren und Anlagen zur Sauerstoffversorgung gehören zu den Beständen. Die Hilfsgüter können etwa bei Hochwasser, großen Evakuierungen oder internationalen Krisen eingesetzt werden. Es gehe um Bevölkerungsschutz unter "neuen Bedingungen", sagte Dobrindt. "Neue Bedingungen heißt hybride Bedrohungslagen." Man brauche nicht nur die Technik, sondern "in erster Linie die einsatzfähigen Kräfte".
Das Zentrum soll die nationale Krisenvorsorge stärken. Auch bei der internationalen humanitären Hilfe kann die Einrichtung eine wichtige Rolle spielen. Nach Angaben des DRK können von dort aus schnell Hilfslieferungen in Krisengebiete in der ganzen Welt geschickt werden. Mit dem modularen System könnten im Krisenfall bis zu 5.000 Menschen mit Unterkünften und weiteren lebenswichtigen Leistungen versorgt und betreut werden, hieß es.
Wie der Präsident des DRK, Hermann Gröhe, im rbb24 Inforadio sagte, soll das Zentrum eine Schlüsselrolle bei der nationalen Krisenvorsorge einnehmen. Das DRK sei damit in Vorleistung gegangen, denn Deutschland habe in friedlicheren Zeiten den Zivilschutz vernachlässigt, so Gröhe. Das Zentrum sei "ein Angebot, dem Staat bei einer Kernaufgabe seines Tuns zu helfen". "Die Versorgung von bis zu 5.000 Menschen wie aus einer mobilen Kleinstadt im Container, die sie transportieren und dann aufbauen können", führte Gröhe weiter aus. Er verwies auf Beispiele wie die verheerende Flut im Ahrtal oder die große Flüchtlingsbewegung 2015, "dass Sie plötzlich eine sehr große Zahl von Personen gut versorgen müssen". Unter ihnen könnten Pflegebedürftige sein oder auch Menschen, die medizinische Betreuung bräuchten. Zudem müsse unter schwierigen Bedingungen eine vernünftige Verpflegung inklusive Trinkwasser sichergestellt sein.
Sendung: rbb24 Inforadio, 29.10.2026, 08:20 Uhr Audio: rbb24 Inforadio, 29.10.2026, Werner Schoninger