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Germany · taz · · 2h

ZDF-Doku „Inside CDU“: Wofür steht das C?

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Eine Erklärung hat der Kanzler mal wieder nicht. Das sagt er in einem Podcast auf die Frage, warum die Union seit der Bundestagswahl in keiner Umfrage mehr über 30 Prozent komme. Die zweite Staffel der ZDF-Doku „Inside CDU“ hat Antworten.

Der Wahlkampf, den das Doku-Team begleitet, ist, egal ob in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg oder Sachsen-Anhalt, voller Floskeln und mittelalter, ergrauender Männer, die sie aussprechen. „Es muss sich was ändern“, hört man da zum Beispiel, „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen“, oder ��Es kann nicht so weitergehen“.

Worum geht es hier eigentlich, fragt man sich die ganze Zeit, wenn diese Sätze gegenüber Bürger_innen fallen, die unzufrieden sind? Was voran gehen muss, sind die Reformen, wird irgendwann klar. Die Rentenreform zu Beispiel, die jetzt dringend durchgeboxt werden müsse. Da wird sich die breite Masse freuen!

Auch der Versuch, bodenständig und nahbar zu wirken, hilft da nicht. „Wollen wir gleich zusammen eine Flasche Bier trinken?“, fragt Linnemann sein Team nach dem Wahlsieg in Rheinland-Pfalz. Au ja, gerne, das klingt cool und locker! Ein Lokalpolitiker aus BaWü wollte eigentlich Musicaldarsteller werden und singt jetzt im Auto Manfred Mann’s Earth Band.

Dann tröten Schüler_innen in Sachsen-Anhalt „Ode an die Freude“ in ihre Blasinstrumente, Amthor bittet das Publikum aufzustehen und ein Teenager legt sich die Hand aufs Herz. Und Sven Schulze sagt auf seiner Radtour ganz gesellig: „I sink it’s a good sing, you can do somsing for us here“ – zu Schwarzen Freiwilligen.

Man könnte tatsächlich beinahe Mitleid haben mit dieser Partei, w wäre es nicht sie, die das Leben der meisten Menschen im Namen des deutschen Wohlstandes – wessen Wohlstand ist das eigentlich? – verschlechtert.

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Source: taz