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Nach Anschlag | Pakistan fliegt erneut Luftangriffe in Afghanistan
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Pakistan flog erneute Angriffe auf Ziele in Afghanistan. Foto: dpa/Sami Jan Islamabad. Nach einem schweren Sprengstoffanschlag in Pakistan am Freitag greift das Militär erneut Ziele im Nachbarland Afghanistan aus der Luft an. Man habe in den Provinzen Nangarhar, Kunar und Pakitka angegriffen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus pakistanischen Sicherheitskreisen.
Gefechte im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet dauerten derzeit noch an, hieß es weiter. In der Provinz Paktika habe man Hintermänner des Anschlags von Freitag getroffen. Der Sprecher der in Afghanistan regierenden Taliban, Sabihullah Mudschahid, bestätigte zwei der Luftangriffe auf der Plattform X. In Kunar seien drei Menschen getötet worden.
Am Freitag war es in der pakistanischen Stadt Kohat zu einem Terroranschlag mit mindestens 22 Toten gekommen. Die islamistische Koalition Ittehad-ul Mujahideen Pakistan reklamierte den Anschlag für sich. Diese wird von dem langjährigen Terrorakteur Hafiz Gul Bahadur mit Verbindung zu Al-Qaida angeführt.
Die Regierung in Islamabad beschuldigt die Taliban in Afghanistan, Terroristen zu beherbergen, die in Pakistan Anschläge verüben. Kabul bestreitet das.
Der Konflikt zwischen den Nachbarländern war vor etwa einem Jahr offen ausgebrochen. Seither hat Pakistan seine Grenzübergänge zum Nachbarland geschlossen – mit schweren Folgen für die Versorgung mit Nahrungsmitteln und humanitären Gütern in Afghanistan. Ende Februar dieses Jahres erklärte Pakistans Verteidigungsminister dann einen »offenen Krieg« mit Afghanistan – es folgte eine Welle an Luftangriffen.
Die Vereinten Nationen dokumentierten seit Oktober letzten Jahres 499 getötete afghanische Zivilisten nach pakistanischen Angriffen.
Der eskalierende Terrorismus stellt Pakistan vor innenpolitische Probleme. Allein in diesem Jahr sind nach Angaben des South Asia Terrorism Portals 662 Zivilisten bei Anschlägen getötet worden. Damit wurden in diesem Jahr bereits mehr Menschen bei Terrorakten getötet als im gesamten Vorjahr. dpa/nd
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Source: nd