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Krieg in Nahost | Mehr als 70 Verletzte bei Huthi-Angriffen in Saudi-Arabien
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Huthi-Anhänger nehmen an einem Protest gegen Israel und die USA teil. Foto: Osamah Abdulrahman/AP/dpa Riad. Bei Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz sind in Saudi-Arabien nach dortigen Angaben 73 Menschen verletzt worden. Unter den Opfern seien auch Frauen und Kinder, teilte der Sprecher des saudisch angeführten Militärbündnisses mit, das im Jemen gegen die Huthi kämpft.
Die Angriffe hätten in Chamis Muschait, Nadschran und weiteren Städten im Süden des Königreichs zivile und wirtschaftliche Ziele getroffen. Wann die Angriffe stattfanden, teilte der Sprecher des Bündnisses nicht mit. Er sprach von einer »gefährlichen Eskalation«. Man werde »alle notwendigen Schritte« unternehmen, um die Bedrohung aus dem Jemen auszuschalten. Die Huthi äußerten sich zunächst nicht zu den Angriffen.
Die Huthi hatten Saudi-Arabien zuvor einen Luftangriff auf ein Gefängnis im Jemen vorgeworfen. Der von den Huthi kontrollierte Fernsehsender Al-Masirah berichtete, dass bei dem Angriff am Montag mindestens elf Menschen getötet worden seien. Die Suche nach 20 weiteren Vermissten laufe weiter. Saudi-Arabien äußerte sich zunächst nicht zu. Die Angaben ließen sich allesamt zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Das saudische Energieministerium teilte mit, im Süden Saudi-Arabiens seien mehrere Energie-Einrichtungen getroffen worden, wodurch an mehreren Orten Feuer ausgebrochen sei. Der Betrieb sei vorübergehend teils eingestellt worden. Die Miliz hatte die Energie-Infrastruktur des Königreichs, das zu den größten Ölproduzenten weltweit zählt, schon in den Jahren vor Beginn des Iran-Kriegs teils schwer getroffen.
Im Jemen kämpfen die vom Iran unterstützten Huthi seit mehr als zehn Jahren gegen die Regierung, die von Saudi-Arabien unterstützt wird. Seit 2022 herrschte eine inoffizielle Waffenruhe. Im Zuge des Iran-Kriegs ist aber auch der Konflikt im Jemen erneut aufgeflammt. Unter anderem kommt es zu Kämpfen an der westlichen Küste zum Roten Meer. dpa/nd
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Source: nd