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BVG | Berlin: Tram M1 wird auf Jahre zerhackt

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Gleisbaustelle der M1 am Hackeschen Markt Ende August. Foto: Nicolas Šustr Die Fahrgäste der Straßenbahnlinie M1 sind Kummer gewohnt. Immer wieder waren in den vergangenen Jahren Abschnitte der Verbindung von Mitte nach Niederschönhausen und Rosenthal monatelang unterbrochen. Seit 1. August und ursprünglich von der BVG bis 13. Dezember angekündigt, ist dies für den kompletten Südabschnitt der Linie in Prenzlauer Berg der Fall. Dort biegen die aus dem Norden kommenden Züge in die Bornholmer Straße ein und enden an der Schleife in der Björnsonstraße.

Grund sind Gleiserneuerungen in Prenzlauer Berg und Mitte: in der Kastanienallee und der Rosenthaler Straße. Laut frischer Ankündigung der BVG werden die Arbeiten in der Rosenthaler Straße nun frühestens am 21. Dezember fertig. Dabei schafft man auch nicht das gesamte geplante Pensum, sondern nur den Abschnitt vom Hackeschen Markt bis ungefähr in die Mitte zwischen Sophien- und Gipsstraße.

Ab 2027 soll es dann richtig dicke kommen. Die langwierigste Baustelle wird der Ersatzneubau der Schönhauser-Allee-Brücken über den Ringbahngraben sein. Bis 2032 soll deswegen die Linie M1 in diesem Bereich unterbrochen werden. Von Norden her soll die Linie wie derzeit an der Schleife in der Björnsonstraße enden.

»Die Machbarkeit einer Zwischenendstelle in der Dorotheenstraße ist weiterhin in Prüfung.«

Von Süden soll eine neue Verbindung der Richtungsgleise unter der Hochbahn auf Höhe der Gleimstraße dafür sorgen, dass Züge weiterhin den Umsteigeknoten erreichen. Die Bauarbeiten dafür sollen laut Auskunft der BVG satte vier Monate dauern: von Februar bis Juni 2027. Nach derzeitigem Stand sollen den gesamten Februar und März sowie vom 12. bis 19. April zwischen Bornholmer und Eberswalder Straße Ersatzbusse fahren, wie Insider ergänzen.

Kurz davor wird für zwölf Tage die U2 unterbrochen, wie aus einer Ausschreibung der BVG hervorgeht. Vom 30. März bis 11. April 2027 ist das Hochbahnviadukt gesperrt. Die Hochbahnbrücke ist zwar nahezu unabhängig von den Straßenbrücken. Allerdings ruht sie teilweise auf dem gleichen Fundament, weswegen für das U-Bahn-Bauwerk eine bauzeitliche Abfangkonstruktion errichtet werden muss.

Zwei weitere Sperrpausen sind auf der U2 vom 27. September bis 3. Oktober sowie vom 15. bis 21. November angesetzt. Dann ist die M1 als Baustellenumfahrung bereits weggefallen.

Doch auf der M1 stehen weitere Sperrungen an. Im April 2027 sollen in der Rosenthaler Straße die Gleisbauarbeiten nachgeholt werden, die die BVG während der aktuellen Sperrung nicht schafft.

Von Anfang Juli bis Mitte August 2027 soll der gesamte Nordteil der M1 für Bauarbeiten gesperrt werden. Im Anschluss soll nur der Betrieb zur Schillerstraße wieder aufgenommen werden; der Zweig Richtung Rosenthal soll bis Mitte Dezember außer Betrieb bleiben.

Auch am Südende der M1 bleibt Kummer treuer Begleiter der Fahrgäste. Wegen Bauarbeiten der Wasserbetriebe und der Arbeiten am Pergamonmuseum kann auch die langgezogene Häuserblockschleife durch die Straße Am Kupfergraben voraussichtlich ab Mitte Dezember bis einschließlich Januar 2028 nicht genutzt werden. Damit erreichen die Bahnen der Linien 12 und M1 auch den Bahnhof Friedrichstraße nicht mehr. Seit Jahren gibt es Überlegungen, in der Dorotheenstraße kurz vor Beginn der Schleife Weichen einzubauen, damit der Umsteigeknoten trotzdem erreicht werden kann. Doch bisher ohne Ergebnis oder Termin. »Die Machbarkeit einer Zwischenendstelle in der Dorotheenstraße ist weiterhin in Prüfung«, erklärt die BVG-Pressestelle auf Anfrage von »nd«.

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Source: nd