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Sponti in der Dresdener Neustadt: Free Maja, Free all Antifas

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Dresden, 30.09.2026 - Am Abend des 30.09.2026 versammelten sich 40-50 Antifaschist*innen zu einer spontanen Demonstration in der Dresdner Neustadt.
Grund für den kraftvollen Protest sind die heute gesprochenen rechtskräftigen Urteile im Revisionsprozess gegen Maja, Gabriele und Anna, sowie das Urteil in Paris gegen den Antifaschisten Gino. Den Antifaschist*innen wurde vorgeworfen 2023 am "Tag der Ehre" in Ungarn an Angriffen gegen Rechtsextreme beteiligt gewesen zu sein.

Die zweite Runde des politischen Schauprozesses gegen Maja und die anderen Antifaschist*innen endete heute. Die Staatsanwaltschaft forderte im Berufungsverfahren eine Verschärfung des Urteils gegen Maja auf 13 Jahre, während die Verteidigung einen Freispruch anstrebte. Bei den gesprochenen Urteilen handelt es sich um 7 Jahre Haft für Maja, 6 Jahre Haft für Gabriele und 2 Jahre für Anna.
Parallel entschied ein Pariser Gericht Gino nach Deutschland auszuliefern. Der europäische Haftbefehl aus Ungarn gegen ihn bleibt weiterhin bestehen und damit die Sorge, dass nach Maja noch eine weitere Person rechtswidrig von Deutschland nach Ungarn ausgeliefert wird.

Statt für die Rückführung von Maja einzustehen schikanieren die deutschen Behörden weiterhin die Unterstützter*innen der Antifaschist*innen. Der Soli-Bus aus Berlin wurde von deutschen und ungarischen Polizist*innen wiederholten Repressionen ausgesetzt und daran gehindert rechtzeitig zur Urteilsverkündung in Budapest anzukommen. Die Unterstützer*innen mussten sich vermehrt durchsuchen lassen und ihre Personalien angeben. Dabei wurde drei Menschen die Ausreise aus Deutschland untersagt. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie "das Ansehen der deutschen Bundesrepublik im Ausland schädigen" könnten.

Jedoch hat Deutschland vor über 2 Jahren eine nicht-binäre Person rechtswidrig an die menschenunwürdigen Haftbedingungen in Budapest ausgeliefert. Durch die Entscheidung der deutschen Behörden ist Maja seit über 2 Jahren mit Isolationshaft, queerfeindlichen Anfeindungen und mit psychischer sowie physischer Gewalt konfrontiert und noch immer zeigen die Behörden kein Interesse daran Maja zurück zu holen.

Die Demonstrant*innen fordern die sofortige Rückführung von Maja nach Deutschland, keine weitere Auslieferung anderer Beschuldigter nach Budapest und die Freilassung aller Antifaschist*innen!

Bilder: Lizenz des Artikels und aller eingebetteten Medien:  Creative Commons by-sa: Weitergabe unter gleichen Bedingungen

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Source: de.indymedia