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Weiterhin 14 Monate - Rolle rückwärts beim Elterngeld
Das Elterngeld bleibt laut neuen Plänen des Familienministeriums bei bis zu 14 Monaten. Eine ursprünglich geplante Kürzung auf zwölf Monate zur Entlastung des Haushalts wird damit nicht umgesetzt. Von
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Bezugsdauer bleibt Weiterhin 14 Monate - Rolle rückwärts beim Elterngeld Stand: 28.10.2026 • 16:11 Uhr
Das Elterngeld bleibt laut Plänen des Familienministeriums bei bis zu 14 Monaten. Eine geplante Kürzung auf zwölf Monate wird nicht umgesetzt. Zudem sollen Mindest- und Höchstbeträge steigen.
Das Elterngeld soll nach Plänen von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) doch nicht auf zwölf Monate Bezugsdauer abgesenkt werden. Das geht aus einem Dokument des Familienministeriums hervor, das dem ARD-Hauptstadtstudio exklusiv vorliegt. Demnach soll das Elterngeld weiterhin für 14 Monate ausbezahlt werden.
Mitunter wegen der öffentlichen Kritik und auch der Gerechtigkeitsdebatte dürfte die Regierung jetzt umschwenken. Im Interview mit dem ARD-Hauptstadtstudio erklärte Prien, dass es aber keine "Rolle rückwärts" sei. In einem vorherigen Entwurf war allerdings eine Kürzung der Bezugsdauer vorgesehen.
Kritik habe sie wahr- und ernstgenommen, sagte Prien. Was sie besonders überzeugt habe: "Dass mir junge Frauen und Männer, Familien, Väter und Mütter gesagt haben: Wie sollen wir das hinkriegen mit der Eingewöhnung in der Kita?"
Mit dem neuen Modell soll das Elterngeld "moderner, einfacher, partnerschaftlicher und attraktiver" werden. Für die CDU-Ministerin ist der Aspekt der Partnerschaftlichkeit zentral: "Wir wollten auch einen Anreiz geben dafür, dass mehr Väter bereit sind, sich einzubringen."
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Das sind die geplanten Regelungen des Familienministeriums im Einzelnen:
Diese Anreize sollen dazu dienen, dass Väter mehr Zeit für die Betreuung ihrer Kinder übernehmen - ein ausgesprochenes Ziel der schwarz-roten Koalition.
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Doch wie will Prien damit sparen? Eine Reform des Elterngelds war mitunter wegen der Sparvorgabe für alle Häuser entstanden. "Es wird immer noch einen Einspareffekt geben, auch bei diesem Modell", so Prien. Doch sie gesteht ein: "Der wird geringer sein als das ursprüngliche Modell."
Für 2027 gebe es zwar keinen Unterschied, da durch die gesunkene Geburtenrate auch weniger Elterngeld ausgezahlt werde. Ab 2030 plant Prien mit dem neuen Modell und der Reform knapp 1,3 Milliarden Euro einzusparen - auch das ist weniger, als ursprünglich geplant. "Das ist etwas weniger, das ist so auch mit dem Bundesfinanzministerium besprochen. Alle anderen Fragen des Haushalts werden in den nächsten Wochen beraten", so Prien.
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Kritik an den Plänen kommt von Clemens Fuest, Präsident des Ifo-Instituts. "Die Einsparziele, mit denen man hier angetreten war, die werden so nicht erreicht", sagte er gegenüber dem ARD-Hauptstadtstudio. Männer verdienten immer noch im Durchschnitt mehr als Frauen. "Deshalb bedeutet eine stärkere Aktivierung der Väter hier, dass das Ganze auch teurer wird. Also es wird mehr Elterngeld gezahlt", sagte Fuest hinsichtlich der Haushaltsplanung der Bundesregierung.
Aus Sicht des Ökonomen weist die Reform in "die falsche Richtung". Es sei beabsichtigt gewesen, die Leistung maßvoll einzuschränken. "Das ist jetzt offenbar gescheitert, man weitet die Leistung noch aus. Das ist die falsche Richtung - aus haushaltspolitischen Gründen", so Fuest.
Das Bildungs- und Familienministerium muss wie alle Ministerin Einsparungen erzielen. Im Sommer hatte das Ministerium unter harten Sparvorgaben einen Entwurf einer Elterngeldreform ausgearbeitet.
Vorgesehen waren darin unter anderem die Kürzung der Bezugsdauer von 14 auf zwölf Monate. Für jeden Elternteil wäre dabei drei Monate Elterngeld reserviert gewesen. Sechs weitere Monate hätten sich die Partner untereinander aufteilen können. Hätte sich in diesem Modell nur ein Elternteil dafür entschieden, in Elternzeit zu gehen, hätte es maximal neun Monate lang die Hilfe vom Staat gegeben.
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Das Elterngeld wurde 2007 eingeführt, es sollte die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern. Seither gibt es auf Antrag mindestens 300 Euro pro Monat, maximal aber 1.800 Euro. Bislang gilt: Das Elterngeld wird für 14 Monate nach der Geburt eines Kindes gezahlt, wenn sich beide Elternteile mit mindestens jeweils zwei Monaten an der Betreuung beteiligen.
Im Koalitionsvertrag hatte sich die schwarz-rote Regierung vorgenommen, das Elterngeld weiterzuentwickeln und mehr Anreize für mehr Väterbeteiligung zu setzen.
Dieses Thema im Programm: tagesschau.de | Geplante Elterngeld-Reform: Rolle rückwärts bei Bezugsdauer | 28.10.2026 | 14:07 Uhr