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Ukraine meldet mindestens 24 Tote bei Angriff in Region Saporischschja

Bei einem russischen Angriff in der Region Saporischschja sind der Ukraine zufolge mindestens 24 Menschen getötet worden. Präsident Selenskyj warf Moskau gezieltes Bombardement vor - demnach traf die

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Krieg gegen die Ukraine Zahlreiche Tote bei Angriff auf Verteilzentrum Stand: 03.11.2026 • 10:00 Uhr

Bei einem russischen Angriff in der Region Saporischschja sind der Ukraine zufolge mindestens 26 Menschen getötet worden. Präsident Selenskyj warf Moskau gezieltes Bombardement vor. Der Staatschef wird heute in Berlin erwartet.

In der ukrainischen Region Saporischschja sind nach offiziellen Angaben zahlreiche Menschen bei einem russischen Luftangriff getötet worden. Dies sei bei der Ausgabe von Hilfsgütern in einer Schule im Dorf Komyschuwacha geschehen, teilte Staatspräsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Medien mit. Den Angaben zufolge kamen mindestens 26 Menschen ums Leben.

Mindestens fünf Personen wurden laut Selenskyj verletzt, es werde in den Trümmern nach weiteren Opfern gesucht. 27 Personen würden vermisst, erklärte der regionale Militärverwalter Mychajlo Semikin auf Telegram.

Viele Tote in der ukrainischen Region Saporischschja nach russischen Luftangriff tagesschau, Das Erste, 02.11.2026 • 20:00 Uhr Selenskyj kommt nach Berlin "Dies ist ein weiterer Beweis dafür, dass Russland keine Deeskalation will", schrieb Selenskyj. Zehn gelenkte Bomben seien in einem Gebiet eingeschlagen, in dem sich das als Verteilzentrum für Hilfsgüter genutzte Schulgebäude und eine nahegelegene Notunterkunft befanden.

Selenskyj warf Moskau gezieltes Bombardement vor. "Russland konnte nicht entgangen sein, dass die in Komyschuwacha verbliebenen Einwohner jede Woche eben dort humanitäre Hilfe erhalten." Mehrere Bomben seien auf einen Schutzraum gefeuert worden, in dem sich Menschen versammelt hätten. Selenskyj sprach von einem "hinterhältigen Terroranschlag".

Der ukrainische Präsident wird heute zu einem Besuch in Berlin erwartet. Das kündigte Bundeskanzler Friedrich Merz am Morgen an. Weitere Einzelheiten waren zunächst öffentlich nicht bekannt.

Hintergrund dürften geplante Gespräche auf Beraterebene zwischen Russland, der Ukraine und den USA in der nächsten Zeit in Abu Dhabi sein, die der US-Sondergesandte Steve Witkoff ankündigte. Zudem sollen Witkoff zufolge US-Gesandte diese Woche mit Vertretern aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, der NATO sowie der EU zusammenkommen.

Die USA, Russland und die Ukraine haben zuletzt im Februar im Dreierformat miteinander gesprochen. mehr

Auch den Nordosten der Ukraine nahm Russland erneut ins Visier, bei einem Angriff auf eine medizinische Einrichtung in Charkiw wurden laut ukrainischen Behörden mindestens 46 Menschen verletzt. Das schrieb der Bürgermeister der östlichen Großstadt, Ihor Terechow, auf der Plattform Telegram.

Am Krankenhausgebäude und umliegenden Häusern seien aufgrund der Detonationen rund 1.000 Fenster beschädigt. Dem Portal Kyiv Independent zufolge müssen rund 200 Patienten aus der beschädigten Einrichtung evakuiert werden.

In mehreren Teilen des Landes meldeten Behörden zudem massive Stromausfälle infolge russischer Angriffe auf die Energie-Infrastruktur. In der nördlichen Region Schytomyr waren am Morgen mehr als 180.000 Haushalte ohne Strom, wie Gouverneur Witalij Bunetschko mitteilte. Betroffen seien rund 130 Ortschaften. Berichte über Verletzte oder Todesopfer gab es zunächst nicht.

In der südlichen Region Odessa kam es zu Notabschaltungen, nachdem dort ein Angriff eine Anlage des privaten Energieversorgers DTEK schwer beschädigt hatte, wie das Unternehmen erklärte. Auch Kiew soll von Notabschaltungen betroffen sein. Russland bestätigte die großangelegte Angriffe auf Energieanlagen laut der Nachrichtenagentur Interfax.

Vor Ende der Waffenruhe brachte das ukrainische Militär weitere Menschen aus der Region in Sicherheit. mehr

Nach der Feuerpause von Oleschky habe es einen Moment gegeben, nach dem die nächsten Schritte einen möglichen Frieden hätten zeigen können, so Selenskyj weiter. "Mit diesen Morden hat Russland ein absolut gegensätzliches Signal gegeben: Russland zählt auf weitere Morde." Der Präsident forderte eine weltweite "starke und harte" Reaktion.

Vor Angriffen warnt die Ukraine die Bevölkerung per App. mehr

Dieses Thema im Programm: Das Erste | tagesschau | 02.11.2026 | 20:00 Uhr

Originally published byTagesschau
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