War & Militarism Tagesschau
Ukraine-Krieg: Russland will Angriffe trotz Gesprächen fortsetzen
Trotz der geplanten Wiederaufnahme von Gesprächen unter US-Vermittlung will Russland die Ukraine weiter angreifen. Das teilte Kremlsprecher Peskow mit. In Charkiw wurden bei einer russischen Attacke z
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Krieg gegen die Ukraine Russland will Angriffe trotz Gesprächen fortsetzen Stand: 27.10.2026 • 04:49 Uhr
Trotz der geplanten Wiederaufnahme von Gesprächen unter US-Vermittlung will Russland die Ukraine weiter angreifen. In Charkiw wurden bei einer russischen Attacke zwei Menschen getötet. Und in Oleschky ist eine lokal begrenzte Waffenruhe in Kraft getreten.
Russland will seine Angriffe auf die Ukraine trotz geplanter Gespräche unter Vermittlung der USA fortsetzen. "Eine Entscheidung über eine Wiederaufnahme der trilateralen Gespräche beinhaltet keine Einschränkungen für die Kampfhandlungen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Die russischen Streitkräfte würden ihre massiven Angriffe auf den militärisch-industriellen Komplex der Ukraine fortführen.
Einer örtlich begrenzten Waffenruhe - wie zuletzt für den Ort Oleschky - könne man zu humanitären Zwecken möglicherweise erneut zustimmen, sagte der Kremlsprecher. In der russisch besetzten südukrainischen Stadt Oleschky ist eine örtlich begrenzte Waffenruhe in Kraft getreten. Die russischen Streitkräfte hätten am Dienstag "in der Region Oleschky im Gebiet Cherson ab 04.00 Uhr Moskauer Zeit" (03.00 Uhr Ortszeit, 02.00 Uhr MEZ) das Feuer eingestellt, teilte das russische Verteidigungsministerium im Onlinedienst Telegram mit. Dies geschehe "im Rahmen der Vorbereitungen für einen humanitären Einsatz".
Moskau fordert weiterhin Gebietsabtretungen in der Ostukraine sowie weitreichende militärische und politische Beschränkungen für Kiew. Die Ukraine und ihre Verbündeten sehen darin Forderungen, die faktisch einer Kapitulation gleichkämen.
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Auch am Montag wurden mehrere Menschen in der Ukraine bei russischen Angriffen getötet oder verletzt. Am Abend starb bei einem russischen Raketenangriff auf die Hauptstadt Kiew mindestens eine Person. Zehn Menschen wurden zudem verletzt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mitteilte. Bei den Angriffen wurden demnach unter anderem zwei medizinische Einrichtungen und ein Studentenwohnheim beschädigt. Dabei seien laut der ukrainischen Flugabwehr ballistische Raketen eingesetzt worden.
Zuvor waren bei einem russischen Angriff auf die ostukrainische Großstadt Charkiw nach offiziellen ukrainischen Angaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Mindestens vier weitere Personen wurden verletzt, wie der Bürgermeister Ihor Terechow mitteilte. Beschädigt wurden Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie Autos. Rettungskräfte waren am Abend noch im Einsatz.
Erst am Samstagabend war ein Baumarkt in Charkiw von mehreren russischen Geschossen getroffen worden. Dabei wurden nach ukrainischen Angaben niemand verletzt. Tags zuvor waren bei einem russischen Angriff auf die umliegende Region mindestens sieben Menschen verletzt worden. Charkiw ist die zweitgrößte Stadt der Ukraine und wird wegen ihrer Nähe zur Front regelmäßig attackiert.
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Eine unabhängige Kommission der Vereinten Nationen bewertet die systematischen russischen Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung unterdessen als Verbrechen gegen die Menschlichkeit. In der Vergangenheit habe Russland wiederholt Kraftwerke, Stromleitungen und weitere Energieanlagen angegriffen.
Die Folgen dieser Angriffe waren besonders im vergangen Winter gravierend. Bei Temperaturen von bis zu minus 21 Grad mussten Millionen Menschen teilweise ohne Strom, Heizung, Wasser oder Gas auskommen.
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Die UN-Kommission dokumentiert in ihrem Bericht außerdem Menschenhandel bei der Rekrutierung von Männern aus 29 Ländern für die russischen Streitkräfte. Darunter seien Menschen aus Bangladesch, Südafrika und El Salvador. Der Bericht wurde am Montag von der Kommission in New York vorgestellt.
Darin heißt es, die Männer seien durch Täuschung oder Zwang angeworben und teilweise zum Unterschreiben russischsprachiger Militärverträge gedrängt worden. Einigen der ausländischen Rekruten seien in Russland ihre Ausweispapiere abgenommen worden. Anschließend hätten sie in der Ukraine häufig besonders gefährliche Aufgaben übernehmen müssen.
Dieses Thema im Programm: NDR Info | Nachrichten | 26.10.2026 | 15:12 Uhrtagesschau.de | UN-Bericht:Russland hat Menschenhandel betrieben | 26.10.2026 | 19:57 Uhr