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Studentenbewegung: Tausende auf Straße in Serbien vor Neuwahl
Drei Tage vor der Parlamentswahl am Sonntag ist in der serbischen Hauptstadt Belgrad eine riesige Menschenmenge zur Abschlusskundgebung der oppositionellen "Studentenliste" gekommen.
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Studentenbewegung Zehntausende protestieren vor Neuwahl in Serbien Stand: 23.10.2026 • 07:26 Uhr
An Sonntag wählen die Serben eine neues Parlament. Die oppositionelle "Studentenliste" tritt gegen die Partei Vucics an - Zehntausende Menschen kamen zu ihrer Abschlusskundgebung in Belgrad.
Drei Tage vor der Parlamentswahl in Serbien haben Zehntausende Anhänger der Opposition für ein Ende der Regierung von Präsident Aleksandar Vucic demonstriert. Die Anhänger der Studentenliste zogen durch Belgrads Straßen - versammelten sich schließlich auf dem Salvija-Platz. Es sollen etwa 150.000 Menschen an der Kundgebung teilgenommen haben.
Die "Studentenliste - Die Studenten siegen" hat sich zum Ziel gesetzt, bei der Parlamentswahl am Sonntag die seit mehr als 14 Jahren andauernde Regierung von Vučićs Serbischer Fortschrittspartei (SNS) zu beenden.
Ein halbes Jahr vor Ende seines Mandats tritt Vucic als serbischer Präsident zurück. Mit dem Schritt will er Ministerpräsident werden. mehr
Vucic war Ende September nach neun Jahren von seinem Amt als Präsident zurückgetreten. Er kandidiert nun für den Posten des Regierungschefs, den er bereits drei Jahre vor seiner Zeit als Präsident innehatte.
Mit dem Rücktritt machte er den Weg für die Neuwahlen am Sonntag frei und entsprach damit einer Hauptforderung der studentischen Protestbewegung, die nach dem Einsturz eines Bahnhofsvordachs in der Stadt Novi Sad im November 2024 entstanden war.
Bei den vor allem von Studierenden getragenen Protesten ging es anfangs vor allem um die Aufarbeitung des Unglücks, bei dem 16 Menschen ums Leben kamen. Später weiteten sich die Themen der Demonstrationen auf generelle Kritik an der Regierung und an der weit verbreiteten Korruption im Land aus. Seit Jahren präsentiert Vucic sich als Reformer und engagiert er sich für den EU-Beitritt Serbiens. Gleichzeitig setzt Vucic trotz des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine weiterhin auf gute Beziehungen seines Landes zu Russland.
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