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Oppositionsführerin Machado meldet Rückkehr nach Venezuela
Rund zehn Monate nach ihrer heimlichen Ausreise aus Venezuela ist die Friedensnobelpreisträgerin Machado in ihr Heimatland zurückgekehrt. „Ich bin hier. Bei euch“, teilte Machado auf der Plattform X m
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Machado zurück in Venezuela "Ich bin hier. Bei Euch" Stand: 25.10.2026 • 20:41 Uhr
Rund zehn Monate nach ihrer heimlichen Ausreise aus Venezuela ist die Friedensnobelpreisträgerin Machado in ihre Heimat zurückgekehrt. Den Weg freigemacht hätten von den USA unterstützte "Versöhnungsgespräche", so US-Außenminister Rubio.
Die führende venezolanische Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado ist nach knapp einem Jahr im Exil in ihr Heimatland zurückgekehrt. "Ich bin hier. Bei euch", schrieb sie im Onlinedienst X.
Machados Verbündeter und früherer Präsidentschaftskandidat Edmundo González Urrutia bestätigte die Rückkehr der 60-Jährigen. Nähere Angaben zu ihrem Aufenthaltsort und den Umständen der Rückkehr machten beide zunächst nicht. "Heute ist ein sehr wichtiger Tag für die Venezolaner", erklärte González Urrutia zu Machados Ankunft im Land. "Mit ihr kehrt unsere souveräne Stimme zurück, um diesen Prozess anzuführen und in die richtigen Bahnen zu lenken!"
Erst am Donnerstag hatten Tausende Menschen in Venezuela Machados Rückkehr gefordert. In der Hauptstadt Caracas versammelten sich rund 2.000 Demonstranten und verlangten auf Plakaten auch die Abhaltung von Wahlen. Weitere Menschen demonstrierten im westlichen Bundesstaat Táchira an der Grenze zu Kolumbien.
Machado hatte Venezuela im Dezember vergangenen Jahres heimlich verlassen, nachdem sie seit der umstrittenen Präsidentschaftswahl 2024 untergetaucht gewesen war. Sie reiste Richtung Norwegen, um an der Verleihung des Friedensnobelpreises teilzunehmen. Bei einer gefährlichen Bootsfahrt während ihrer Flucht brach sie sich nach Angaben ihrer Sprecherin einen Wirbel. Zur eigentlichen Preisverleihung in Oslo traf sie zu spät ein. Ihre Tochter nahm die Auszeichnung stellvertretend entgegen.
Stellvertretend für die venezolanische Oppositionelle nahm ihre Tochter den Preis entgegen. mehr
Im Januar 2026 überreichte Machado ihre Nobelpreis-Medaille in Washington dem US-Präsidenten Donald Trump, der die Auszeichnung zuvor wiederholt für sich reklamiert hatte. Trump machte sich in der Folge aber offenbar dennoch nicht dafür stark, dass Machado in ihrem Land eine führende Rolle übernimmt.
Zu der Nachricht ihrer Rückkehr sagte Trump: "Ich weiß nichts darüber, aber ich halte sie für eine sehr nette Frau. Sie hat mir ihren Nobelpreis geschenkt. Was soll ich da sonst noch sagen? Und ich hoffe, dass sie in Sicherheit ist."
US-Außenminister Marco Rubio führte die Rückkehr von Machado auf Gespräche über die politische Zukunft des Landes zurück. Die Voraussetzungen für ihre sichere Heimkehr seien "das direkte Ergebnis der von den USA unterstützten Versöhnungsgespräche", erklärte Rubio. Im Zuge dieser Gespräche seien bereits Hunderte politische Gefangene freigekommen und Hunderte Oppositionelle aus dem Exil zurückgekehrt.
Rubio rief alle politischen Kräfte Venezuelas auf, die Verhandlungen zu unterstützen. Sie böten dem Land "die beste Chance seit 30 Jahren", auf friedlichem Wege nicht nur freie und faire Wahlen, sondern auch eine dauerhafte Demokratie zu erreichen.
Zuletzt lebte Machado im Exil in Panama. Nach Angaben ihrer Partei Vente Venezuela wurde sie mehrfach an einer Rückkehr in ihr Heimatland gehindert. Die Oppositionspolitikerin setzt sich seit Jahren für einen politischen Machtwechsel in Venezuela ein.
Bei der Präsidentschaftswahl im Juli 2024 hatten die venezolanischen Behörden Machado eine Kandidatur untersagt. Der damalige Präsident Nicolás Maduro erklärte sich anschließend zum Wahlsieger, während die Opposition den Sieg für González Urrutia beanspruchte.
Nach der Wahl gingen die Behörden massiv gegen Regierungsgegner vor. Bei der Repressionswelle wurden 28 Menschen getötet, zahlreiche Oppositionelle flohen ins Ausland. Anfang Januar dieses Jahres nahmen US-Soldaten Maduro in Caracas gefangen und brachten ihn in die USA. Seither führt Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez die Regierung.
Dem 63-Jährigen droht eine lebenslange Haftstrafe wegen "Drogenterrorismus". mehr
Ende August begannen Vertreter ihrer Regierung und der Opposition Gespräche über die politische Zukunft des Landes. Beide Seiten bekräftigten ihren Willen, Präsidentschaftswahlen abzuhalten. Machado nahm an den Gesprächen nicht teil.
Dieses Thema im Programm: Das Erste | tagesschau | 25.10.2026 | 17:45