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Politics Tagesschau

Liveblog zur Israel-Wahl: ++ Netanjahu will Regierung bilden - Eisenkot auch ++

Kein klarer Wahlsieger in Israel nach Prognosen - dennoch beansprucht sowohl das Netanjahu-Lager als auch das Bündnis um Ex-Militärchef Eisenkot die Regierungsbildung für sich. Zulegen können die arab

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Liveblog Wahl in Israel ++ Likud wirft arabischen Parteien Wahlbetrug vor ++ Stand: 28.10.2026 • 21:49 Uhr

Die Partei von Israels Premier Netanjahu wirft den arabischen Parteien nach deren starken Abschneiden Wahlbetrug vor. Präsident Herzog will ein Scheitern der Regierungsbildung unter allen Umständen verhindern.

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:

Hiermit schließen wir diesen Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse.

Nach der Parlamentswahl hat UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk einen Kurswechsel beim Völkerrecht von einer neuen Regierung gefordert. "Die Botschaft lautet: Setzen Sie den derzeitigen Kriegskurs nicht fort, bei dem Sie glauben, über dem Völkerrecht zu stehen - denn meiner Meinung nach erleben wir gerade genau das", sagte er in New York. Er hoffe, dass eine neue Regierung ihren Kurs "grundlegend" ändere.

Im Anschluss an einen israelischen Militäreinsatz in Hebron im besetzten Westjordanland hatte Türk schon Anfang der Woche vor "ethnischen Säuberungen" durch die israelischen Sicherheitskräfte gewarnt. "Kollektivstrafen" seien ein schwerwiegender Verstoß gegen das Völkerrecht.

Israel hat gewählt, doch keines der Lager kommt auf eine Mehrheit. Die Regierungsbildung dürfte sich hinziehen. Bis dahin bleibt Netanjahu im Amt - mit weitreichenden Folgen für den Gazastreifen, das Westjordanland und die gesamte Region.

Die Regierungsbildung dürfte sich hinziehen. Bis dahin bleibt Netanjahu im Amt. mehr

Die rechtskonservative Likud-Partei des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hat arabischen Parteien in scharfen Worten Wahlbetrug vorgeworfen. "Die Wahlen im Staat Israel wurden von arabischen Parteien gestohlen, die den Terrorismus und die Vernichtung des jüdischen Staates unterstützen", hieß es in einer Mitteilung der Likud-Partei. Es war die Rede von "schweren Straftaten", darunter "Bestechung, Drohungen, Gewalt, Fälschungen und der Einsatz verbotener Software zur Mobilisierung von Wählern".

Der Likud erklärte, er lege den Behörden Zeugenaussagen und Beweismaterial vor. Die Vorwürfe ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Die Partei Netanjahus forderte von den Sicherheitskräften eine umfassende Untersuchung und eine "konsequente strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen". Nach Darstellung der Likud-Partei sei die Integrität der Wahlen in Israel "massiv beeinträchtigt" worden. Das Wahlkomitee teilte nach Angaben des Nachrichtenportals ynet mit, es werde die Beschwerde prüfen.

Björn Dake, ARD Tel Aviv, zur Rolle der arabischen Parteien bei der Regierungsbildung in Israel tagesschau, Das Erste, 28.10.2026 • 17:00 Uhr 28.10.2026 • 16:54 Uhr Dormitio-Abt hofft auf arabisch-jüdische Koalition Auch wenn das amtliche Endergebnis noch nicht vorliegt, zeigt das vorläufige Ergebnis nach Worten von Benediktinerpater Nikodemus Schnabel, dass die Mehrheit die bisherige Regierung abgewählt hat. Es stünde den jüdischen Oppositionsparteien gut, den arabischen Parteien die Hand zu reichen und eine gemeinsame Regierung zu bilden, sagte der Abt der Dormitio in Jerusalem.

Wahlsieger seien klar die arabischen Parteien und die Opposition im Ganzen, sagte er. Es sei an der Zeit, Israel neu zu denken und mutig den Schritt einer jüdisch-arabischen Partnerschaft zu wagen. Als positiv bewertete er die hohe Wahlbeteiligung und den radikalen Wandel in der Haltung der Minderheiten, die ihre langjährige Boykotthaltung aufgegeben hätten. Jetzt gelte es, die "Dämonisierung" der arabischen Parteien zu beenden.

Die arabischen Parteien haben bei der Wahl in Israel wahrscheinlich so stark abgeschnitten wie noch nie. mehr

Die Listen der arabischen Israelis legen nach Auszählung von 85 Prozent der Stimmzettel weiter zu. Gemeinsam kommen die Vereinigte Liste und Raam auf 19 der 120 Sitze im Parlament, wie die israelische Wahlkommission mitteilte. Der Block von Regierungschef Benjamin Netanjahu kommt demnach auf 53, das Oppositionsbündnis unter Gadi Eisenkot auf 48 Sitze.

Mit dem endgültigen Wahlergebnis wird bis spätestens Freitagmorgen gerechnet. Es zeichnet sich eine schwierige Regierungsbildung ab. Eine entscheidende Rolle dürfte dabei den arabischen Listen zukommen, die den Teilergebnissen zufolge so viele Parlamentssitze erreichen dürften wie noch nie. Eine Unterstützung durch die arabischen Parteien könnte der Opposition den Weg an die Macht ebnen.

Die EU hofft nach der Parlamentswahl in Israel auf eine enge Kooperation mit der künftigen Regierung. Für die EU gehe es darum, die Zusammenarbeit voranzubringen und alle Fragen von gemeinsamem Interesse und alle bestehenden Meinungsverschiedenheiten anzusprechen, sagte ein Sprecher der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas in Brüssel. Zudem wolle man gemeinsam die regionale Stabilität und Sicherheit sowie einen gerechten und dauerhaften Frieden fördern. "Was unseren Ansatz betrifft, so werden wir auch künftig auf einen offenen und ehrlichen Dialog setzen", erklärte der Sprecher.

Die EU war im Umgang mit der Regierung von Netanjahu zuletzt tief gespalten. Etliche Mitgliedstaaten drängten auf ein schärferes Vorgehen gegen die Siedlungspolitik und den militärischen Kurs im Gazastreifen. Deutschland und andere Staaten lehnten Sanktionsoptionen wie EU-weite Einfuhrbeschränkungen oder -verbote für Waren aus israelischen Siedlungen im Westjordanland bislang jedoch ab.

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Angesichts eines Patts zwischen den beiden großen politischen Lagern nach den Parlamentswahlen versucht der israelische Präsident Isaac Herzog, ein Scheitern einer Regierungsbildung zu verhindern. "Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, (...) um eine weitere Wahlrunde zu vermeiden", sagte er laut seinem Büro.

Die Wahlbeteiligung war so hoch wie seit Jahrzehnten nicht. Herzog sagte, dies zeichne die israelische Gesellschaft aus und spreche für den tiefen Wunsch nach Demokratie in Israel. Wenn der Ausgang der Wahl offiziell feststehe, werde er mit den Konsultationen beginnen.

Auch nach der Auszählung eines Großteils der Stimmen zeichent sich in Israel kein eindeutiges Ergebnis ab. "Wenn diese Wahl eins gezeigt hat, dann wie gespalten, wie zerrissen die Gesellschaft ist", sagt ARD-Reporterin Pia Steckelbach aus Tel Aviv bei tagesschau24.

Wenn man mit Menschen spreche, die für den Block der Veränderung um Herausforderer Gadi Eisenkot gestimmt hätten, "dann merkt man eine gewisse Ernüchterung", weil man sich ein eindeutigeres Ergebnis gewünscht hätte. Bei den Wählern der arabischen Parteien herrsche dagegen Freude. "Die arabischen Parteien sind, könnte man sagen, die Gewinner dieser Wahl. Sie werden wohl so viele Sitze bekommen wie noch nie zuvor in der Geschichte des Landes."

Freude gebe es aber auch bei den Anhängern des aktuellen Regierungslagers um Premier Benjamin Netanjahu, "denn der Block hat die meisten Stimmen bekommen, wenn auch keine absolute Mehrheit". Der Ausgang sei aber weiterhin unklar. "Wir können uns auf Wochen einstellen, in denen versucht wird, irgendwie eine Koalition zu finden." Ob das am Ende gelinge, wisse man nicht.

Patt nach Parlamentswahlen: ARD-Journalistin zu Wahlergebnissen in Israel tagesschau24, 28.10.2026 • 14:00 Uhr 28.10.2026 • 13:19 Uhr Patt-Situation unauflösbar? Die derzeitige Patt-Situation zwischen Regierung und Opposition sei erwartet worden, sagt der Nahost-Experte Woertz im Interview. "Jetzt hat man diese Situation und wird schauen müssen, wie diese sich auflösen lässt - oder ob sie vielleicht gar nicht auflösbar ist." Netanjahu könnte nach Einschätzung des Experten auch von Neuwahlen profitieren.

Israel könnte nach der Parlamentswahl erneut auf Neuwahlen zusteuern, sagt der Nahost-Experte Woertz. mehr

Nach Auszählung von mehr als 77 Prozent der Stimmen scheint der rechtsreligiöse Block von Premier Benjamin Netanjahu seine Führung gefestigt zu haben. Eine klare Mehrheit erreicht das Lager aber nicht. Laut israelischen Medienberichten kommt es nach gegenwärtigem Stand auf 54 der 120 Sitze in der Knesset, das gegnerische Lager von Ex-Militärchef Gadi Eisenkot erreicht demnach 49 Sitze. Für eine Mehrheit wären 61 Sitze nötig. Die arabischen Parteien hätten Stand jetzt 17 Sitze.

Ein Bündnis arabisch geprägter Parteien ist nach eigenen Angaben bereit, den Weg für die Ablösung der Regierung von Benjamin Netanjahu zu ebnen. Der Vorsitzende der Vereinten Liste, Jussef Dschabarin, sagte am Tag nach der Parlamentswahl: "Die Regierung von Netanjahu und (dem rechtsextremen Polizeiminister Itamar) Ben-Gvir hat jedem arabischen Bürger das Leben zur Hölle gemacht." Er nannte die Unterstützung der israelischen Wähler für die arabischen Parteien "historisch".

"Wir werden unsere politische Stärke zu nutzen wissen, um die Werte voranzubringen, an die wir glauben", so Dschabarin. "Wir sind bereit, den Weg für die Ablösung der Regierung von Netanjahu, Ben-Gvir und (Finanzminister Bezalel) Smotrich zu ebnen - und sie nach Hause zu schicken."

Das vorläufige Ergebnis wird am Freitag (30. Oktober) erwartet. Das amtliche Endergebnis soll eine Woche nach der Wahl veröffentlicht werden. Der Wahlausschuss zählt neben den Stimmen von im Land ansässigen Zivilisten auch diejenigen von Soldaten sowie Diplomaten aus, die im Ausland gewählt haben.

Nach Vorliegen des Endergebnisses wird Präsident Isaak Herzog Vertreter und Vertreterinnen aller Parteien empfangen, die die 3,25-Prozent-Hürde erreicht haben, und mit ihnen darüber beraten, wen sie als Premierminister favorisieren. Anschließend beauftragt Herzog den Kandidaten mit der Regierungsbildung, dem er die besten Chancen dafür einräumt. Dieser hat bis zu 42 Tage Zeit, eine Regierung zu bilden. Scheitert dieser Versuch, bekommt ein anderer Kandidat die Möglichkeit - dafür hat er 28 Tage Zeit.

Bleibt auch dieser Regierungsbildungsversuch ohne Erfolg, kann eine Mehrheit der Knesset-Abgeordneten beim Präsidenten einen Antrag einreichen, einen bestimmten Kandidaten mit der Regierungsbildung zu beauftragen. Am Ende eines ultimativen Scheiterns steht eine Neuwahl.

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Die Wahlbeteiligung bei der Parlamentswahl in Israel war so hoch wie seit 25 Jahren nicht mehr. Viele im Ausland lebende Israelis waren extra angereist, um ihre Stimme abzugeben, denn eine allgemeine Briefwahl gibt es in dem Land nicht. Nun könnte es aber Monate dauern, bis eine Regierung zustande kommt.

Nach Wahl in Israel: Regierungsbildung könnte Monate dauern Pia Steckelbach, ARD Tel Aviv, tagesschau24, 28.10.2026 • 09:00 Uhr 28.10.2026 • 10:27 Uhr 70 Prozent ausgezählt: Arabische Parteien bei 19 Sitzen Nach Auszählung von mehr als 70 Prozent der Stimmen hat sich die Lage an der Spitze geringfügig verändert: Das Netanjahu-Lager kommt auf 54 Sitze, das Bündnis um Gadi Eisenkot auf 47. Die arabischen Parteien gewinnen allerdings drei Sitze hinzu und liegen aktuell bei 19.

Der Vorsitzende der linksliberalen Demokraten in Israel, Jair Golan, hat nach der Wahl zur Bildung einer Koalition mit den arabischen Parteien aufgerufen. Der rechtskonservative Premier Netanjahu habe verloren, sagte Golan nach Angaben seines Büros. Die Opposition habe insgesamt mehr Stimmen als das rechtsreligiöse Lager Netanjahus.

"Wir haben hier keine Zukunft, wenn wir nicht aufhören, Angst zu haben", sagte Golan weiter. "Und wenn wir dem Rassismus kein Ende setzen. Wir dürfen Netanjahus rassistische Unterscheidung zwischen jüdischen und arabischen Stimmen nicht länger hinnehmen." Wer versuche, die Stimmen arabischer Bürger auszulöschen, kapituliere vor Netanjahu und gebe Israel auf.

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Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Armin Laschet, begrüßt, dass es nach aktuellem Stand der Auszählung nicht für ein Weiterregieren des Bündnisses von Israels Premier Benjamin Netanjahu reicht. Es sei jetzt möglich und extrem wünschenswert, eine israelische Regierung ohne Rechtsextreme zu bilden, sagte der CDU-Politiker im Morgenmagazin von ARD und ZDF. Er wies darauf hin, dass nun eine neue Koalition der nationalen Einheit möglich sei mit Kräften aus Opposition und Regierung.

Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Jürgen Hardt, ist der gleichen Meinung. Er sprach im rbb von einer Niederlage des Konzepts, mit Rechtsradikalen zu regieren. Er wünsche sich nun für das Land, dass eine neue Regierung auf rechts- oder linksextreme Kräfte verzichten könne, sagte er.

Laut israelischen Medien wächst mit dem Fortschritt der Auszählung der Vorsprung des Lagers von Israels amtierendem Premierministers Benjamin Netanjahu langsam aber stetig: Nach Auszählung von rund 60 Prozent der Stimmen kommt seine Likud mit den verbündeten Parteien demnach auf 56 Knesset-Sitze, das Oppositionsbündnis von Gadi Eisenkot hingegen auf 48. Beide Bündnisse verfehlen allerdings weiterhin die nötige Mehrheit von 61 Sitzen. Die arabischen Parteien kommen laut den Hochrechnungen aktuell auf 16 Sitze.

US-Präsident Donald Trump hat sich zufrieden mit dem Abschneiden des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu bei den Parlamentswahlen gezeigt. Er habe gehört, dass Netanjahu sehr gut abgeschnitten habe, sagte Trump. Das Ergebnis sei zwar knapp, aber dennoch als Erfolg zu werten. Seine Wahlempfehlung habe Netanjahu vermutlich sehr geholfen. Möglicherweise werde er gewinnen oder es gebe ein Patt.

Inzwischen sind rund die Hälfte der Stimmen ausgezählt. Nach Angaben der israelischen Wahlkommission kommen Netanjahus Likud-Partei und ihre Verbündeten nach Auszählung von knapp 52 Prozent der Stimmzettel auf 55 der 120 Sitze im Parlament. Das Oppositionsbündnis unter Gadi Eisenkot kommt demnach auf 49 Sitze, die Listen der arabischen Israelis auf 16.

Es war eine lange Nacht in den Wahlkampfzentralen in Tel Aviv und Jerusalem. Doch Klarheit hat dieser Morgen nicht gebracht. Im Gegenteil: Israel droht nach der Wahl eine monatelange politische Blockade. Lesen Sie hier den Bericht unseres Korrespondenten Julio Segador.

Es war eine lange, nervenaufreibende Nacht in den Wahlkampfzentralen in Tel Aviv und Jerusalem. mehr

Nach Auszählung von gut 37 Prozent der Stimmen bei der Parlamentswahl in Israel hat der rechtsreligiöse Block von Premierminister Benjamin Netanjahu Medien zufolge seinen Vorsprung leicht ausgebaut. Eine klare Mehrheit erreicht er aber weiterhin nicht. Laut israelischen Medienberichten kommt Netanjahus Lager nach gegenwärtigem Stand auf 57 der 120 Sitze in der Knesset und liegt damit zehn Sitze vor dem gegnerischen Lager von Ex-Militärchef Gadi Eisenkot.

Netanjahus Likud-Partei wurde den Angaben zufolge stärkste Kraft mit 27 Parlamentssitzen. Dahinter liegt die Mitte-Partei Jaschar von Eisenkot, die demnach auf 21 Sitze kommt.

Nach der Wahl in Israel gibt es laut Hochrechnungen für kein politisches Lager eine Mehrheit im Parlament. mehr

Nach dem knappen Ausgang der Parlamentswahl in Israel haben beide Blöcke die Regierungsbildung für sich beansprucht. Sowohl Premier Benjamin Netanjahu als auch der wichtigste Oppositionspolitiker Gadi Eisenkot kündigten an, eine neue Regierung bilden zu wollen. Allerdings verfehlten beide Blöcke die dafür erforderliche Mehrheit von 61 Sitzen. Prognosen zufolge lagen sie gleichauf. Deutliche Zugewinne verzeichneten dagegen die beiden Listen der arabischen Staatsbürger - sie könnten nun zum Königsmacher werden.

Netanjahu oder Eisenkot - Wer setzt sich durch bei der Parlamentswahl in Israel? Pia Steckelbach, ARD Tel Aviv, tagesthemen, Das Erste, 27.10.2026 • 21:45 Uhr 28.10.2026 • 03:14 Uhr Netanjahu fordert Regierung ohne arabische Parteien Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat vor einer Regierung mit arabischen Parteien gewarnt. "Wir dürfen keine Regierung bilden, die sich auf arabische, antizionistische Parteien stützt", sagte der 77-Jährige in der Nacht. Er warf den arabischen Parteien vor, gegen die Existenz Israels zu sein, die palästinensische Terrororganisation Hamas als wohltätige Organisation zu bezeichnen und israelische Soldaten als Kriegsverbrecher zu verunglimpfen.

Die arabischen Parteien verbesserten ihr Ergebnis offenbar deutlich. Die islamisch-konservative Raam-Partei käme den Prognosen zufolge auf sieben Sitze, die linksgerichtete Vereinigte Liste auf zehn bis elf. Gemeinsam könnten sie ihren bisherigen Rekord von 15 Mandaten aus dem Jahr 2020 übertreffen. Die Parteien gehören nicht zu Eisenkots Block, könnten ihm aber zu einer Mehrheit verhelfen. Eisenkot hatte eine Regierungsbildung mit ihnen jedoch praktisch ausgeschlossen.

Patt nach Parlamentswahl in Israel tagesschau, Das Erste, 28.10.2026 • 04:56 Uhr 28.10.2026 • 01:31 Uhr Ex-Militärchef Eisenkot will neue Regierung bilden Ex-Militärchef Gadi Eisenkot will nach der Parlamentswahl in Israel rasch eine neue Regierung bilden. Das Land sei "auf dem Weg zu einer neuen Ära der Hoffnung", sagte der Vorsitzende der Mitte-Partei Jaschar am Wahlabend vor Anhängern. Laut Prognosen führender Fernsehsender wurde seine Partei bei der Abstimmung zweitstärkste Kraft hinter der rechtskonservativen Likud-Partei von Premier Benjamin Netanjahu.

Der 66-jährige Eisenkot hat sich als stärkster Herausforderer Netanjahus positioniert. Der ehemalige Militärchef, der im Gaza-Krieg einen Sohn und zwei Neffen verlor, gilt innenpolitisch als moderat, vertritt in Sicherheitsfragen jedoch eine harte Linie. Er lehnt einen palästinensischen Staat ab und fordert die Zerstörung des militärischen Flügels der Hamas. Eisenkot ging vor vier Jahren in die Politik. Lesen Sie hier ein Porträt:

Netanjahus Herausforderer Eisenkot will die gesellschaftliche Spaltung überwinden. Wer ist der Ex-Militär? mehr

Die israelische Parlamentswahl gilt als richtungsweisend, wenn nicht sogar als Schicksalswahl. Das zeigt sich auch an der Wahlbeteiligung: Sie war mit 77,7 Prozent die höchste seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Lesen Sie hier mehr zur Stimmung im Land vor der Wahl:

Mehr als 7,3 Millionen Wahlberechtigte stimmen ab. 70.000 Staatsbürger aus aller Welt fliegen ein. mehr

Dieses Thema im Programm: tagesschau24 | Nachrichten | 28.10.2026 | 05:00 Uhrtagesschau.de | Israel nach der Wahl - Ein Land im politischen Patt | 28.10.2026 | 05:57 UhrNDR 2 | Aktuell | 28.10.2026 | 09:00 UhrDas Erste | tagesschau | 28.10.2026 | 12:00 UhrDas Erste | tagesschau | 28.10.2026 | 20:00 Uhr

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