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Politics Tagesschau

Knesset-Wahl in Israel: Prognosen deuten auf Patt-Situation hin

Nach der Wahl in Israel sehen mehrere TV-Sender ein enges Rennen um die Mehrheit im Parlament. Sowohl Eisenkot als auch Netanjahu kündigten an, eine Regierung bilden zu wollen.

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Wahl in Israel Hochrechnungen zeigen Patt-Situation in Israel Stand: 28.10.2026 • 12:32 Uhr

Nach der Wahl in Israel gibt es laut Hochrechnungen für kein politisches Lager eine Mehrheit im Parlament. Sowohl Eisenkot als auch Netanjahu kündigten dennoch an, eine Regierung bilden zu wollen.

Bei der Parlamentswahl in Israel liegt nach Auszählung von knapp 80 Prozent aller Stimmzettel der rechtskonservative Block von Regierungschef Benjamin Netanjahu vor dem Block der Opposition. Seine Likud-Partei nach offiziellen Angaben auf 27 Prozent. Das Oppositionsbündnis von Gadi Eisenkot liegt bei 22 Prozent. Israelischen Medienberichten zufolge würde Netanjahus Block 54 der 120 Sitze im Parlament erhalten und das Oppositionsbündnis 49 Sitze.

Die Parteien der arabisch-israelischen Staatsbürger schnitten deutlich besser ab als erwartet. Sie kommen nach gegenwärtigem Stand auf 17 Sitze. Das könnte der Opposition theoretisch den Weg an die Macht ebnen. Allerdings hatte Eisenkot bislang nicht öffentlich erklärt, dass er mit den überwiegend arabischen Listen zusammenarbeiten würde.

Diese Teilergebnisse können sich noch erheblich ändern.

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Der israelische Oppositionsführer Eisenkot kündigte an, eine neue Regierung bilden zu wollen. Die Menschen in Israel hätten sich für "den Wandel entschieden", er werde versuchen, eine neue Regierung zu bilden, sagte Eisenkot am frühen Mittwochmorgen in einer Rede vor seinen Anhängern in Tel Aviv. Netanjahus Koalition habe "das Vertrauen des Volkes verloren". Den amtierenden Regierungschef warnte er davor, "Israels Sicherheit für Ihre politischen Zwecke zu missbrauchen".

Netanjahu will eine "starke" neue rechtsgerichtete Regierung bilden. Seine rechtskonservative Likud-Partei sei "die größte Partei Israels" und das rechte Lager habe innerhalb der jüdischen Bevölkerung eine klare Mehrheit, sagte er vor Anhängern. Netanjahu hielt seine Rede gegen 03.00 Uhr morgens (Ortszeit, 02.00 Uhr MEZ). Anders als für ihn üblich fasste er sich diesmal kurz. Er erklärte sich zwar nicht ausdrücklich zum Wahlsieger, verwies jedoch darauf, dass seine Likud-Partei voraussichtlich als stärkste Einzelkraft aus der Wahl hervorgehen werde. Zudem sprach er sich gegen jede "Regierung mit der Unterstützung der israelischen Araber" aus.

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Mit Schließung der Wahllokale um 21:00 Uhr lag die Wahlbeteiligung bei 77,7 Prozent und damit dem höchsten Stand seit mehr als zwei Jahrzehnten. Das entspricht 5.695.682 Wählerinnen und Wählern.

Die endgültigen Ergebnisse werden in den kommenden Tagen erwartet.

Dieses Thema im Programm: NDR Info | Nachrichten | 28.10.2026 | 00:30 UhrNDR Info | Nachrichten | 28.10.2026 | 03:10 Uhrtagesschau24 | Nachrichten | 28.10.2026 | 05:00 UhrDas Erste | tagesschau | 28.10.2026 | 20:00 Uhr

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