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Trumps Vertraute Natalie Harp: 45.000 Dollar zu Weihnachten
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Sie ist jung, blond und gehört zu US-Präsident Donald Trumps engsten Vertrauten. Natalie Harp hat etwas geschafft, an dem viele Staats- und Regierungschefs regelmäßig scheitern – sie hat eine enge Vertrauensbeziehung zum Präsidenten aufgebaut. Sie soll sieben Tage in der Woche arbeiten, oft bis spät in die Nacht. Sie spricht so gut wie nie und ist trotzdem immer präsent. Und nun wurde bekannt, dass sie von Trump eine einmalige Zahlung von 45.000 US-Dollar als Weihnachtsgeschenk erhalten hatte. Auch andere Mitarbeiter im Weißen Haus erhielten Geldgeschenke.
Ein Jurist sagte der Washington Post am Mittwoch, die Geschenke könnten geltendes Recht verletzt haben, weil das Gehalt von Regierungsmitarbeitern nicht durch Extrazahlungen aufgestockt werden dürfe. Die Pressestelle des Weißen Hauses sagte, die Zahlung stünde aber in keinem Zusammenhang zu Harps Aufgaben.
Das Interesse an Harp, die den Präsidenten mit wichtigen Informationen füttert, explodierte vor ein paar Wochen geradezu, als bekannt wurde, dass sie zu den wenigen Glücklichen gehörte, die gemeinsam mit dem Präsidenten in einem Flugzeug-Catering-Container untergebracht wurde. Das wurde nötig, um Trump und Personal angesichts einer drohenden Attacke durch den Iran aus der Türkei heimlich auszufliegen. Andere Top-Regierungsvertreter wie Außenminister Marco Rubio blieben hingegen in der Maschine.
Dies führte zur Frage: Wer ist die Frau, die von Trump vor einem möglichen Angriff gerettet wurde? Ihre Aufgabe im Weißen Haus ist es, den Präsidenten mit Inhalten und wichtigen Informationen zu versorgen – ihm also zu vermitteln, was die Welt außerhalb Washingtons über ihn denkt.
Ihr Spitzname ist laut Insidern „der menschliche Drucker“, da sie dem Präsidenten mit einem tragbaren Drucker auf Schritt und Tritt folgt, um ihm Informationen in ausgedruckter Form überreichen zu können. Laut den beiden Journalist*innen der New York Times, Maggie Haberman und Jonathan Swan, soll Trump erklärt haben, dass Harp die Einzige sei, die ihn genauso lieben würde, wie seine Frau und seine Kinder es tun. All seine anderen Mitarbeiter würden irgendwann gehen, um Geld zu verdienen – so habe Trump es ausgedrückt –, doch Harp werde ihn niemals verlassen. Allerdings ist sich die Hauptstadtpresse auch einig in dem Punkt, dass man den beiden keine sexuelle Beziehung nachsagen kann.
Die 35-jährige Harp wuchs in einer religiösen Familie in Kalifornien auf. Ihr älterer Bruder und sie wurden von ihrer Mutter zu Hause unterrichtet. Danach besuchte sie zwei religiöse Universitäten. Doch ihre Verbundenheit zu Trump geht über Politik und die Arbeit hinaus.
Denn Trump habe ihr Leben gerettet, sagt Harp. Als sie vor knapp zehn Jahren an Knochenkrebs erkrankte, war es ein von Trump im Jahr 2018 unterzeichnetes Gesetz, welches ihr den Zugang zu experimentellen Behandlungsformen ermöglichte. Diese Behandlungen hätten sie gerettet, erklärte sie 2019.
Sie arbeitete dann ein paar Jahre als Nachrichtenmoderatorin für den ultrarechten Sender One America News. Dort vertrat sie die Lüge von der „gestohlenen Wahl“ 2020. Laut ihr ist Trump der rechtmäßige Sieger der US-Präsidentschaftswahlen vor sechs Jahren. Es ist eine Behauptung, die auch Trump bis heute regelmäßig wiederholt. Beweise, die dies belegen würden, gibt es nach wie vor keine.
Wie groß der Einfluss von Harp, die seit 2022 für Trump arbeitet, wirklich ist: Niemand weiß es. Doch ihr Zugang zum Präsidenten scheint nahezu uneingeschränkt.
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Source: taz