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Pentagon-Bericht zum Irankrieg: Kosten von mindestens 33 Milliarden US-Dollar
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Ein neuer Bericht des amerikanischen Verteidigungsministeriums zeigt, wie sich der anhaltende Irankrieg auf das US-Militär und darüber hinaus ausgewirkt hat. Der Bericht spricht von Munitionsmangel und anderen Versorgungsengpässen, die infolge des kostspieligen Konflikts entstanden sind.
„Der Munitionsverbrauch im Rahmen von ‚Operation Epic Fury‘ hat zu strategischen Bestandsengpässen geführt und Versorgungsprobleme innerhalb der Rüstungsindustrie aufgezeigt, was die Nachversorgung von Munition betrifft“, heißt es dort.
Das Pentagon arbeite daran, die Kapazitätseinschränkungen zu beheben. Das Ministerium ziele darauf ab, die „Beschaffungsprozesse und Produktionsvorlaufzeiten zu straffen sowie Vorräte an kritischen Materialien, Komponenten und ausgewählter Munition anzulegen, um im Ernstfall rasch reagieren zu können“.
Medienberichte über Munitionsengpässe wurden in der Vergangenheit seitens der Regierung immer wieder dementiert. Die Munitionsproblematik sei überbewertet, hatte Verteidigungsminister Pete Hegseth noch während einer Kongressanhörung im Mai erklärt „Wir verfügen über die gesamte Munition, die wir für die Durchführung unserer Aufgaben benötigen“, sagte er damals.
Im November 2024 gewann Donald J. Trump zum zweiten Mal eine Präsidentschaftswahl in den USA und amtiert seit Januar 2025 als 47. Präsident. Er treibt den Umbau öffentlicher Einrichtungen und einen Kurswechsel in der Außenpolitik voran.
Präsident Donald Trump erklärte in einen Post auf Truth Social am Montag, dass die USA „mehr hochklassige und erstklassige Waffen produzieren“ würden als jemals zuvor. „Sie werden täglich an unsere Streitkräfte im Nahen Osten und darüber hinaus geliefert“, hieß es.
Zwei Wochen zuvor hatte Trump gepostet, dass die USA über „praktisch unbegrenzte“ Mengen an Munition verfügen würden. Es war eine Reaktion auf anhaltende kritische Medienberichte über Munitionsengpässe.
Der am Montag veröffentliche Bericht des Pentagon-Generalinspekteurs ist der erste einer Regierungsbehörde, der die Kosten, den Umfang und das Ausmaß des von den USA und Israel angeführten Konflikts detailliert darlegt. Der vom Kongress vorgeschriebene Bericht deckt den Zeitraum von 28. Februar bis zum 30. Juni ab.
Demnach hat der Krieg den US-Steuerzahler im besagten Zeitraum rund 33,4 Milliarden US-Dollar gekostet. Allein 22,3 Milliarden Dollar davon gingen für Munition drauf. Hinzu kommen 3,7 Milliarden US-Dollar für den Verlust von Militärausrüstungen sowie 7,4 Milliarden US-Dollar sonstige Ausgaben.
US-Medienberichten zufolge sollen tatsächliche Kosten sogar noch höher sein. Nicht enthalten sind beispielsweise der Ersatz von zerstörten Flugzeugen, Reparaturen an US-Stützpunkten in der Region und die Instandhaltung von Waffensystemen. Die wahren Kosten sollen demnach bei bis zu 100 Milliarden Dollar liegen.
Hunderte von Gebäuden und Anlagen auf US-Stützpunkten in Kuwait, Bahrain, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Irak, Oman und Jordanien wurden laut dem Bericht durch iranische Angriffe „beschädigt oder zerstört“. Mehr als 20.000 US-Soldaten, deren Angehörige und weitere diplomatische Bedienstete mussten evakuiert werden.
Der Generalinspektor geht auch auf die Rolle ein, die europäische US-Stützpunkte bisher gespielt haben. Bis zu 5.000 Einsätze zur Unterstützung des Kriegs gingen von europäischen Stützpunkten aus. Trotzdem übte Präsident Trump heftige Kritik an den europäischen Verbündeten, da diese seiner Meinung nach nicht genug beigetragen hätten.
Keinerlei Auskunft gibt der Bericht über die moralische Verfassung der US-Streitkräfte im Nahen Osten. In den vergangenen Wochen machte die schlechte Versorgungslage an Bord eines US-Flugzeugträgers, der seit Monaten unterwegs war, Schlagzeilen. Es soll sogar Suizidversuche gegeben haben.
Das Pentagon gab kurze Zeit später bekannt, dass die „USS Abraham Lincoln“ durch einen anderen Flugzeugträger ersetzt werde. Der Krieg, der laut Trump, nur wenige Wochen dauern sollte, hält mittlerweile seit mehr als sechs Monaten an.
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Source: taz