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USA | Trumps Drohung: Hände hoch, Diesel her!
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US-Präsident Donald Trump fürchtet Verluste seiner Partei bei den kommenden Zwischenwahlen. Foto: AFP/KENT NISHIMURA Der Stern des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump sinkt. Er verliert in gigantischem Ausmaß an Zuspruch in der Bevölkerung. Bei den wahlentscheidenden parteiunabhängigen Wähler*innen liegt Trump bei nur noch 18 Prozent Zustimmung und unglaublichen 81 Prozent Ablehnung. Insgesamt steht Trump bei lediglich 37,4 Prozent Zustimmung und 60,6 Prozent Ablehnung. Der Analyse-Chef des Nachrichtenportals Vote-Hub, Zachary Donnini, erklärte auf X: »Trump hat derzeit den niedrigsten Netto-Zustimmungswert aller Präsidenten (...) seit dem Beginn von Meinungsumfragen im Jahr 1945.«
Die Zwischenwahlen am 3. November, in denen das gesamte Repräsentantenhaus und rund ein Drittel des Senats neu gewählt werden, erfüllen so manchen Republikaner mit Furcht. Auch Trump klappern die Dritten, weshalb der alte Showmaster Anfang September außerplanmäßig einen Parteitag in Dallas einberufen hatte und allen erwachsenen US-Amerikaner*innen 5000 Dollar versprach. Gebracht hat es nichts – nur 13 Prozent der Wähler*innen glauben, dass Trump das Geld tatsächlich auszahlen würde. Irgendwann lernt auch ein hungriger konservativer Wähler, dass er Kommunistenjagd und transfeindliche Gesetzgebung weder essen, noch damit seinen Truck betanken kann.
Was also tun, wie selbst Lenin einst schon fragte? Trump kam auf die Idee, den Dieselpreis in den USA zu drücken, indem die USA ihren Export von Diesel stoppen. Schließlich beschweren sich Bauern, Schrimpfischer und andere Maga-Jäger und -Sammler in Hochburgen der Republikaner, die aktuell ins Wanken geraten, besonders lautstark über die Preise an den Tankstellen für ihre dieselbetriebenen Maschinen und Boote.
Seit mehr als einer Woche rätselt die Welt darüber, ob Trump den Hahn zudrehen wird. Der »Spiegel« wirft nun ein neues Licht auf die Pläne. Aus EU- und deutschen Regierungskreisen will man erfahren haben, dass US-Energieminister Chris Wright Europas Staaten gedroht haben soll: Werfen diese nicht binnen 180 Tagen selbst 120 Millionen Barrel Diesel aus ihren Notreserven auf den US-Markt, würden die Dieselexporte nach Europa gestoppt.
Obwohl die EU nur etwa 10 Prozent ihres Diesels aus den USA bezieht, Deutschland sogar nur fünf Prozent, könnte ein Exportstopp die Preise um bis zu 25 Prozent nach oben treiben. Für die USA wäre das jedoch noch katastrophaler, da einerseits die trumpnahen Öl-Milliardäre eklatante Einbußen spüren würden. Andererseits müssten US-Raffinerien dann wohl ihre Produktion drosseln, da nur begrenzte Lagerkapazitäten für Diesel existieren, was wiederum den Benzinpreis in die Höhe schießen ließe.
Alles nur, weil Trump seine Umfragewerte mit einem kurzen Militär-Quickie im Iran pushen wollte. Das jedoch löste eine destruktive Kettenreaktion sondergleichen aus, wie ein Elefant, nein, eine Atombombe im Porzellanladen. Diese Ära wird in ein paar Jahren zumindest gute Serien auf Netflix oder HBO erzeugen, und man wird sich fragen, wie zum Teufel ein Mensch wie Trump je an die Macht kommen konnte.
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Source: nd