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Umfrage | Die Berliner wollen Rot-Grün-Rot

Es ist völlig unerheblich, welchen Senat die Bundesbürger ablehnen, die gar nicht in der Hauptstadt leben. Ein Kommentar.

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Berlin lässt sich nicht länger verschaukeln. Foto: dpa/Sebastian Gollnow 56 Prozent der Bundesbürger fänden es schlecht, wenn Linke, Grüne und SPD wirklich den Berliner Senat bilden – verrät uns das ZDF-Politbarometer jetzt. 51 Prozent der Berliner ist das egal – sagt uns eine andere Meinungsumfrage, derzufolge 25 Prozent erneut die Linken wählen würden, 14 Prozent die Grünen und 12 Prozent die SPD. Das sind zusammen schlappe 1,1 Prozent weniger als bei der Abgeordnetenhauswahl am 20. September – eine angesichts der Ungenauigkeit von Umfragen zu vernachlässigende Größe.

Viele Bundesbürger wissen anscheinend gar nicht, dass es bereits von 2016 bis 2021 einen rot-rot-grünen Senat gegeben hat und von 2002 bis 2014 einen rot-roten. Sie haben auch in den vergangenen Tagen keine Mieterhöhung von 30 Euro von einer landeseigenen Berliner Wohnungsgesellschaft oder von 85 Euro von einem privaten Vermieter bekommen, bevor Linke, Grüne und SPD einen Mietenstopp bei den landeseigenen Gesellschaften anordnen konnten. Der würde schließlich dämpfend auf den Mietspiegel wirken und könnte so allen Mietern zugutekommen. Die Bürger außerhalb von Berlin mussten sich nicht darüber ärgern, dass der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) Tennis spielen ging, während der Südwesten der Stadt tagelang keinen Strom hatte. Sie brauchen die Radwege nicht, die unter Wegner nicht gebaut worden sind. Sie sehen den Müll nicht, wenn sie mal als Touristen durchs Brandenburger Tor laufen. Denn dort sieht es ja nicht so dreckig aus wie an vielen anderen Stellen in der Stadt.

Zum Glück geht es den Rest der Welt einen feuchten Kehricht an, ob wir Berliner lieber Elif Eralp (Linke) im Roten Rathaus haben als Stefan Evers (CDU). Sie hat ja nicht ihm versprochen, dass sie aufräumt mit dem Müll und der Mieten-Mafia, sondern uns.

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