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Ukraine-Krieg | Nordkoreanische Kriegsgefangene in Südkorea eingetroffen
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Nordkoreas Verteidigungsminister Kang Sun-nam (l) begrüßt im Juli 2023 seinen damaligen russischen Amtskollegen Sergej Schoigu in Pjöngjang. Beide Staaten arbeiten militärisch eng zusammen. Foto: dpa/picture alliance/KCNA/KNS Seoul. Nach monatelangen Verhandlungen sind zwei von der Ukraine gefangen genommene nordkoreanische Soldaten nach Südkorea gebracht worden. Der südkoreanische Abgeordnete Yoo Yong-won, der die beiden Männer bei einem Ukraine-Besuch im vergangenen Jahr persönlich getroffen hatte, erklärte auf einer Pressekonferenz, sie seien bereits vor einigen Tagen sicher in Südkorea angekommen.
Am Vortag hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj während seiner Rede bei der UN-Generaldebatte in New York erklärt, die Ukraine habe zwei nordkoreanische Kriegsgefangene nach Südkorea geschickt. »Diese Männer lebend gefangen zu nehmen, war nicht einfach. Einer von ihnen versuchte, sich das Leben zu nehmen, als er erkannte, dass er gefangen genommen werden würde«, sagte Selenskyj. Er kritisierte zudem die militärische Zusammenarbeit zwischen Russland und Nordkorea.
Nach südkoreanischen Geheimdienstschätzungen hat Nordkorea rund 15.000 Soldaten zur Unterstützung Russlands im Krieg gegen die Ukraine entsandt. Vermutet wird, dass Nordkorea dafür von Russland unter anderem Geld, Militärtechnik und Sicherheitsgarantien erhält.
Die beiden Soldaten waren nach ukrainischen Angaben Anfang 2025 in der russischen Grenzregion Kursk gefangen genommen worden. Berichten zufolge hatten sie den Wunsch geäußert, nach Südkorea überzusiedeln.
Südkorea nimmt nordkoreanische Flüchtlinge nach einer Sicherheitsüberprüfung auf und gewährt ihnen grundsätzlich die südkoreanische Staatsbürgerschaft. Die südkoreanische Regierung hat sich bislang nicht offiziell zum Verbleib der beiden Männer geäußert. dpa/nd
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Source: nd