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Terror | Panische Angst vor Gerechtigkeit

Berlin sollte durchaus von einer Politikerin wie Elif Eralp regiert werden, die sich Sorgen macht. Ein Kommentar

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Elif Eralp umringt von Journalisten im Berliner Abgeordnetenhaus Foto: dpa/Britta Pedersen Je nach Betrachtungsweise ist Berlins Linksfraktionschefin Elif Eralp angeblich Antisemitin oder Zionistin, gefährliche Revolutionärin oder windelweiche Reformistin. Jetzt soll sie auch noch ein Sicherheitsrisiko und als Regierende Bürgermeisterin ungeeignet sein, weil sie Ratschläge des Landeskriminalamts ernst nimmt und Angst vor Kriminalität und Terrorismus hat. Das wird ihr dann zu allem Überfluss von verschiedenen Medien vorgeworfen, die gierig auf Klicks im Internet oft Ängste vor Kriminalität und Terror schüren.

Psychologen wissen, dass Angst eine überlebensnotwendige Reaktion auf gefährliche Situationen ist. Angst hindert vorsichtige Menschen, beim Bergwandern zu nahe an die Kante eines Felsens zu treten und abzustürzen. Angst hindert vernünftige Autofahrer, mit 250 Kilometern pro Stunde zu rasen. Das senkt das Unfallrisiko ganz erheblich. Das ist eine sehr gesunde Angst.

Angst um die Demokratie könnte Regierungen dazu bewegen, etwas gegen Armut und Ungerechtigkeit zu unternehmen, um den Aufstieg faschistischer Parteien zu stoppen. Angst vor Tod und Zerstörung könnte Staaten davon abhalten, einen Krieg zu provozieren. Wir haben viel zu wenig ängstliche Politiker.

Auf einem anderen Blatt steht die ungesunde Angststörung, die einem Patienten nicht erlaubt, die Wohnung zu verlassen. Dem Berliner Wähler soll eine derartige Angst vor Elif Eralp gemacht werden. SPD und Grüne sollen Angst haben, eine Koalition mit der Linken zu schmieden. Denn die Probleme der Berliner sollen auf gar keinen Fall so gelöst werden, dass Konzerne Probleme bekommen könnten, noch mehr Profit zu machen. Darum die Panikmache.

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