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Politics · nd · 6h

Live-Blog zur Wahl | Der Wahlabend zum Nachlesen

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AfD-Anhänger in Feierlaune Foto: dpa/Sebastian Gollnow 22.00 Uhr: Das war’s für heuteNach einem unschönen Wahlabend meldet sich das nd-Team für heute ab. Morgen gibt es auf unserer Homepage und in unserer App frische News, Analysen und Hintergründe zum Urnengang in Sachsen-Anhalt. Vorbeischauen lohnt sich!

21.30 Uhr: Linke gewinnt drei Wahlkreise direktDie AfD wird voraussichtlich nicht alle Direktmandate gewinnen. In den Wahlkreisen 11 (Magdeburg II), Halle II und Halle III gewinnt die Linke »dank taktischen Stimmensplittings«. Das schreibt Wahlrecht.de auf seinem Bluesky-Account.

21.15 Uhr: Demonstrationen nach dem Wahlerfolg der AfDAm Abend hat es in mehreren deutschen Städten Proteste gegen die AfD gegeben: In Frankfurt am Main demonstrierten nach Polizeiangaben rund 2500 Menschen dafür, ein Verbotsverfahren gegen den klaren Wahlsieger AfD zu prüfen. Auch in Berlin gingen am Abend Hunderte Menschen mit ähnlichen Forderungen auf die Straße. In Mainz wurde ebenfalls deswegen demonstriert. Für Montagabend ist eine größere Kundgebung gegen die AfD am Brandenburger Tor angemeldet.

20.50 Uhr: BSW laut ARD im LandtagLaut ARD ist das BSW mit 5,1 Prozent im Magdeburger Landtag vertreten. Die BSW-Vorsitzende Amira Mohamed Ali erklärte kurz darauf, dass ihre Partei das Wahlergebnis als »riesengroßen Erfolg« betrachte. Die Partei werde weder Sven Schulze noch Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten wählen. Man werbe für einen »dritten Weg«: Ein unabhängiger Ministerpräsident solle unter Einbeziehung des ganzen Landtags gewählt werden. Ob das BSW die Wahl Ulrich Siegmunds zum Ministerpräsidenten ermöglichen wird, beispielsweise durch eine Enthaltung im dritten Wahlgang, ließ Mohamed Ali offen. Der Brandmauer-Kurs der anderen Parteien sei gescheitert. Man müsse »neue Wege gehen«.

20.45 Uhr: Verein Miteinander nennt Wahlergebnis eine »historische Zäsur«Der Verein Miteinander (Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt) nennt den Wahlerfolg der AfD eine Bedrohung für Menschen mit Migrationsgeschichte. Geschäftsführer David Begrich erklärte am Abend: »Dass mehr als 40 Prozent in Sachsen-Anhalt eine rechtsextreme Partei wählen, ist nicht nur eine historische Zäsur. Es ist eine Belastungsprobe für die Demokratie. Eine mögliche AfD-Regierung ist eine ernsthafte Bedrohung für Menschen mit Migrationsgeschichte, Engagierte vor Ort und die Zivilgesellschaft. Sie alle benötigen jetzt Ermutigung und Unterstützung.« Der Verein unterstützt Zivilgesellschaft, Kommunen und Schulen durch Bildungsangebote, Vernetzung und gezielte Beratung bei Demokratiefragen. Ein zentraler Schwerpunkt liegt zudem in der professionellen Opferberatung und Betreuung von Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.

20.25 Uhr: CDU-Nachwuchs fordert Rücktritt von Sven SchulzeNach Berichten des »Stern« hat die Junge Union Sachsen-Anhalt den Rücktritt von Sven Schulze als CDU-Vorsitzenden gefordert. Auch vom Rest der Landesführung fordert die Jugendorganisation den Rücktritt. Die Partei brauche »einen umfassenden Neuanfang«. Der CDU-Landtagsabgeordnete Olaf Feuerborn sagte in einer Erklärung, es könne kein »Weiter so« geben. »Vielmehr muss der Spitzenkandidat persönliche Konsequenzen aus dieser Niederlage ziehen«, heißt es weiter. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Sepp Müller, der als Konkurrent von Sven Schulze gilt, erklärte am Abend, die CDU habe keinen Regierungsauftrag. Einer Kooperation mit der Linken erteilte Müller vor den Wahlen eine vehemente Absage.

20.21 Uhr: Wahlbeteiligung auf RekordhochDie Beteiligung bei der Sachsen-Anhalt-Wahl ist nach Hochrechnungen von ARD und ZDF auf ein Rekordniveau geklettert. Nach den Zahlen beteiligten sich rund 78 Prozent der Wahlberechtigten an der Abstimmung. Die bislang höchste Beteiligung bei einer Landtagswahl in Sachsen-Anhalt seit der Wiedervereinigung gab es 1998 mit 71,5 Prozent.

Grafik-Diagramm Nr. 111188, Hochformat 60 x 115 mm, »Wahlergebnisse der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt im Zeitverlauf« [Update me] Grafik: F. Bökelmann, Redaktion: J. John Foto: dpa-infografik 20.00 Uhr: Neue ARD HochrechnungKleine Veränderungen bei den Zahlen:AfD 44,4CDU 18,2SPD 8,7Grüne 8,5Linke 9,1BSW 5 FDP 2,3

19.55 Uhr: Zentralrat der Juden entsetzt über AfD-WahlerfolgDer Zentralrat der Juden äußert sich schockiert über den Erfolg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. »Der Ausgang der Wahl ist noch offen, aber fest steht bereits: Eine als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei ist in einem deutschen Bundesland nur knapp von der Alleinregierung entfernt«, sagte Zentralratspräsident Josef Schuster der »Welt« zu den ersten Trends am Wahlabend. Er fügte hinzu: »Ich bin von diesem Wahlergebnis persönlich entsetzt.« Es sei in den vergangenen Monaten klar ersichtlich gewesen, welche Ziele die AfD verfolge. »Wer sie heute gewählt hat – trotz oder wegen dieser Ziele – trägt die Verantwortung für dieses Ergebnis.« 

Grafik-Diagramm Nr. 111208-14, Hochformat 60x 75 mm, »Wählerwanderung der Parteien bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt« [Update me] Grafik: F. Bökelmann, Redaktion: J. John Foto: dpa-Infografik 19.40 Uhr: Reichinnek: »Werden keine AfD-Light-Politik mittragen«Die Linken stehen laut ihrer Fraktionschefin im Bundestag, Heidi Reichinnek, in Sachsen-Anhalt für Gespräche über eine Koalition jenseits der AfD zur Verfügung. »Wir haben immer ganz klar gesagt, dass wir bereit sind, mit allen demokratischen Kräften darüber zu sprechen, wie wir das Leben der Menschen verbessern und diese Demokratie verteidigen«, sagte sie in der ARD. Zugleich machte Reichinnek aber deutlich: »Wir werden keine AfD-Light-Politik mittragen.«

19.26 Uhr: CDU-Generalsekretärin gegen Gespräche mit der LinkenCDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann schließt »ernsthafte« Gespräche mit der Linkspartei über ein Regierungsbündnis in Sachsen-Anhalt aus, um eine Mehrheit gegen die AfD zu bilden. »Wie sollen wir mit einer Partei ernsthafte Gespräche führen, die ein schweres Antisemitismusproblem hat, die ein ganz anderes Gesellschaftsmodell will als wir und die uns vorwirft, faschistische Politik zu machen«, sagte Hoppermann im ZDF. Sie fügte hinzu: »Unsere Linien sind da klar. Es wird da keine Zusammenarbeit mit Linksextremen und Rechtsextremen geben.«

19.00 Uhr: Zweite ARD-HochrechnungDie ARD hat ihre Zahlen aktualisiert:AfD 44,4CDU 18,4SPD 8,4Grüne 8,7Linke 9,3BSW 5 FDP 2,2

18.40 Uhr: Schwerdtner will AfD von Regierung fernhaltenDie Linke will laut Parteichefin Ines Schwerdtner nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt den Wahlsieger AfD von der Regierungsmacht fernhalten. »Es liegt bei der CDU, zu sagen: Wer übernimmt jetzt die Verantwortung«, sagte Schwerdtner im ZDF mit Blick auf eine mögliche künftige Regierung mit Unterstützung der Linken. »Es muss ganz klar sein, dass es keine wechselnden Mehrheiten mit der AfD gibt«, so die Linke-Chefin weiter. Die Partei dürfe nicht an die Schalthebel kommen. Zudem wolle ihre Partei über Inhalte reden – etwa über mehr Kita-Plätze.

18.30: ARD mit erster HochrechnungDie erste Hochreichung der ARD ist da:AfD 44,5 CDU 18,5 SPD 8,2Grüne 8,9Linke 9,4BSW 5 FDP 2,1

Grafik-Diagramm Nr. 111208-14, Hochformat 60x 75 mm, »Wählerwanderung der Parteien bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt« [Update me] Grafik: F. Bökelmann, Redaktion: J. John Foto: dpa-Infografik 18.03 Uhr: ARD mit der PrognoseDie ARD-Prognose von 18 Uhr:AfD 44,5 (2021: 20,8)CDU 18,5 (37,1)SPD 8 (8,4)Grüne 9 (5,9)Linke 9,5 (11)BSW 5 (/)FDP 2 (6,4)

17.05: Demo mit 200 jungen LinkenAktuell ziehen etwa 200 junge Linke der Organisation »Young Struggle« durch die Magdeburger Innenstadt. Sie skandieren Parolen »gegen Faschismus, Krieg und Kapital« und bezeichnen die AfD als »Spitze eines bürgerlichen Staates«.

16.50: Aktivisten in Magdeburg mit »Wir bleiben bunt«-AktionAm Tag der Landtagswahl haben Aktivisten von Greenpeace, der DGB-Jugend, Solidarisches Magdeburg und anderer Organisationen für Demokratie, eine vielfältige Gesellschaft, Solidarität und Menschlichkeit auf dem Domplatz in Magdeburg demonstriert. Gemeinsam erstellen die Beteiligten dabei aus tausenden farbigen Papierbögen einen 35 mal 50 Meter großen Schriftzug »Wir bleiben bunt«.

16.30: Sehr hohe Wahlbeteiligung zeichnet sich abBei der Landtagswahl zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 16.00 Uhr lag sie bei 65,3 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte. Das war deutlich höher als bei der letzten Landtagswahl am 6. Juni 2021, als um 16.00 Uhr erst 41 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hatten.

16.00 Uhr: AfD laut letzter Umfrage ohne absolute MehrheitIn der letzten Umfrage vor der Wahl kam die AfD auf 41 Prozent. Damit wäre die Rechtspartei noch ein Stück von der absoluten Mehrheit entfernt, die sie aber anstrebt, um alleine in Sachsen-Anhalt regieren zu können. Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze lag in der am Donnerstag veröffentlichten Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF bei 23 Prozent. Auf Platz drei folgte die Linke mit 11,5 Prozent, die SPD kam auf 8,5 Prozent, die Grünen standen bei sechs Prozent. Das BSW mit vier Prozent und die FDP mit drei Prozent würden nicht über die Fünf-Prozent-Hürde kommen.

Foto: Tim Lüddemann 15.20 Uhr: Rückblick auf den gestrigen SamstagAm Samstag sind Tausende Menschen in Magdeburg auf die Straße gegangen, um für Demokratie und Weltoffenheit zu demonstrieren. Die Veranstalter sprachen von 15.000 bis 20.000 Teilnehmern, die den Tag über zu einem Demokratiefestival auf den Domplatz in Magdeburg gekommen waren.Und auch in Halle war einiges los: Tausende Antifas waren dort auf der Straße, um gegen einen möglichen AfD-Sieg Wahl zu demonstrieren. Die Botschaft der Protestierenden: »Wir bleiben!« Unser Video-Redakteur Tim Lüddemann war vor Ort. Seine Eindrücke sind hier abrufbar.

14.40 Uhr: Jeder Zweite hat schon abgestimmtBei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat bis zum frühen Nachmittag schon mehr als jeder Zweite seine Stimme abgegeben. Um 14.00 Uhr lag die Wahlbeteiligung bei 54,4 Prozent, wie Landeswahlleiterin Christa Dieckmann in Magdeburg mitteilte. Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren lag die Wahlbeteiligung zum gleichen Zeitpunkt bei 27,1 Prozent, 2016 bei 35,4 Prozent.

Foto: dpa/Matthias Bein 14.25 Uhr: 1,7 Millionen Menschen wahlberechtigtBei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sind knapp 1,7 Millionen Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren sind wahlberechtigt. Die Wahllokale sind bis 18.00 Uhr geöffnet. Anschließend beginnt die Auszählung. Die Landeswahlleiterin rechnet mit einem vorläufigen Endergebnis am frühen Montagmorgen.

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