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War & Militarism nd

Krieg im Sudan | Der Sudan erlebt eine Apokalypse ohne Ende

Der Krieg dauert seit mehr als dreieinhalb Jahren an. Gold gegen Waffen ist ein schlechter Deal für die Menschen. Ein Kommentar.

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An Waffen fehlt es nicht: Kämpfer der paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF). Foto: AFP Sie ist in vollem Gange: »Apokalypse Sudan« titelte die sudanesische Schriftstellerin Fatin Abbas im August 2024 ihren Essay, der mit eindringlichen Worten begann: »Der Machtkampf von zwei Generälen hat zu 150 000 Toten und zehn Millionen Vertriebenen geführt. Alle zwei Stunden verhungert ein Kind. Und die Welt? Hat gerade anderes zu tun.«

Mehr als zwei Jahre später sind die Zahlen der Toten und Vertriebenen weiter gestiegen. Allein diese Woche gab es an mehreren Orten im Sudan Drohnenangriffe. Auf einem Markt an der Grenze zwischen dem Südsudan und dem Sudan seien dabei 153 Menschen getötet worden, teilte der Informationsminister der Region Abyei, Yohana Akol Ngor, mit. Als verantwortlich hierfür gilt die sudanesische Armee (SAF). Kriegsverbrechen begehen beide Seiten, die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) stehen der SAF sicher nicht nach. Das genozidale Massaker in Al-Fascher im Oktober 2025 wurde von RSF-Kämpfern selbst dokumentiert.

Inzwischen brauchen mehr als 33 Millionen Menschen laut UN-Informationen humanitäre Hilfe. Rund 11,3 Millionen Menschen sind innerhalb oder außerhalb des Landes geflüchtet, wie das Hilfswerk UNHCR berichtet.

Die beiden Kriegsführer und einstigen Partner – Abdel Fattah Al-Burhan, Armeegeneral und Präsident Sudans, sowie Mohammed Hamdan »Hemeti« Daglo, einst Vizepräsident und Chef der RSF – wurden nach dem Sturz ihres Dienstherrn Omar Al-Baschir vom Westen, namentlich von den USA und der EU, als neue Machthaber gestützt. Entgegen der Forderung der sudanesischen Demokratiebewegung.

Die Vereinigten Arabischen Emirate beliefern die RSF mit Waffen gegen Gold. 97 Prozent des sudanesischen Blutgoldes landen in den VAE, werden dort umdeklariert und als sauberes Gold auf dem Weltmarkt verkauft. Auch die SAF finanziert mit Goldverkäufen an ihre Unterstützer – zuvorderst Saudi-Arabien – Waffenkäufe. Ein milliardenschweres Geschäft. Solange die Unterstützer der Kriegsparteien weiter an die begehrten Rohstoffe kommen, werden die Leiden der Bevölkerung billigend in Kauf genommen. Die Apokalypse Sudan geht somit ungebremst weiter.

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Originally published bynd
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