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Jemen | Dutzende Tote bei Kämpfen zwischen Huthis und Regierungstruppen
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Nach einem mutmaßlich saudischen Luftangriff auf einen Markt in Taizz sind die Menschzen entsetzt. Foto: Imago/Xinhua Im Jemen gehen die Kämpfe zwischen der Huthi-Milizi und der von Saudi-Arabien unterstützten Militärkoalition der Regierung unvermindert weiter. Augenzeugen berichten von schweren Explosionen in der Hauptstadt Sanaa und von Rauchwolken, die anschließend nahe des Präsidentenpalasts zu sehen gewesen sein sollen.
Der Fernsehsender Al-Masirah, dem eine Nähe zu den Huthi zugeschrieben wird, berichtete von Angriffen Saudi-Arabiens auf die Hauptstadt, die von den Huthis gehalten wird, sowie auf die Provinzen Saada, Taizz und Amran. Details zu den Zielen der Angriffe oder zu möglichen Schäden nannte der Sender nicht.
Im Laufe des Freitags zeichnete sich ab, dass es eine große Zahl von Opfern gegeben hat. Bei den Gefechten nahe der drittgrößten jemenitischen Stadt Taizz sind nach Angaben beider Seiten offenbar Dutzende Menschen getötet worden. In den vergangenen 24 Stunden seien 55 Milizionäre, die gegen die Regierung kämpfen, im Raum Taizz getötet worden, verlautete am Freitag aus Huthi-Militärkreisen. Die jemenitische Regierung gab ihrerseits gegenüber der Nachrichtenagentur AFP den Tod von 26 Soldaten der Regierungstruppen bekannt.
Rund um die Großstadt im Südwesten des Jemen, die noch unter der Kontrolle der Regierungstruppen steht, hatte es zuletzt heftige Kämpfe gegeben. Den Huthis ist es bislang nicht gelungen, die drittgrößte Stadt des Landes, in der mehr als eine halbe Million Menschen leben, einzunehmen.
Davor hatte die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition, die im Jemen an der Seite der offiziellen Regierung gegen die Huthi-Miliz kämpft, erklärt, man habe zwei ballistische Raketen und vier Drohnen der Huthi über den Städten Khamis Muschait und Dschazan im südlichen Saudi-Arabien nahe der Grenze mit dem Jemen abgefangen. In der Nacht wurde demnach eine weitere ballistische Rakete in Richtung Khamis Muschait abgewehrt.
Auf der Plattform X schrieb der Sprecher der Militärkoalition, Turki Al-Maliki, man setze die Maßnahmen zur Abschreckung der Huthi-Miliz fort. Dschazan ist zentral für die saudische Energie-Infrastruktur, nahe der Stadt liegen wichtige Erdölanlagen. Sie waren bereits zuvor von den Huthis attackiert worden. Khamis Muschait verfügt über einen Luftwaffenstützpunkt. Saudi-Arabiens Zivilschutz meldete »begrenzten Sachschaden« durch herabfallende Trümmerteile in der gleichnamigen Provinz.
Davor hatte Al-Maliki auf X in einer Mitteilung den Huthi auch einen Angriff auf eine Stromverteilerstation in der saudischen Stadt Medina vorgeworfen. Dort steht die Prophetenmoschee. Medina gilt daher als zweitheiligste Stätte des Islam. Die Huthi wiesen den Vorwurf zurück. Eine Militärquelle bezeichnete ihn laut der von den Rebellen kontrollierten Nachrichtenagentur Saba als haltlos und als eine »grobe Erfindung«.
Die von Riad angeführte Militärkoalition gegen die pro-iranische Huthi-Miliz sprach am Donnerstag hingegen von einem »feigen Anschlag auf eine zivile Infrastruktur, welche die Moschee des Propheten in Medina mit Strom versorgt«. Demzufolge ereignete sich der Angriff bereits am Dienstag. Er reihe sich ein »in die Versuche dieser extremistischen Miliz, die beiden heiligen Moscheen ins Visier zu nehmen und durch Angriffe auf Mekka und Medina Millionen von Muslimen gezielt zu provozieren«, hieß es in der Erklärung weiter.
Oberst Turki Al-Maliki, Sprecher der von Saudi-Arabien angeführten Koalition, bei einer Pressekonferenz in Riad (Saudi-Arabien) Foto: Imago/ABACAPRESS Zuletzt setzten die Huthi durch Angriffe auf Ölanlagen und eine wichtige saudische Pipeline die saudische Regierung zunehmend unter Druck. Vor rund drei Wochen hatten sie zudem die strategisch wichtige Hafenstadt Mokha an der Westküste Jemens eingenommen. Damit kontrollieren sie einen wichtigen Zugang zur Meerenge Bab Al-Mandab am südlichen Ende des Roten Meeres und wollen die Durchfahrt von saudischen Öltankern durch die Meerenge verhindern, um dem ölreichen Königreich Exporte nach Asien zu erschweren.
Aufgrund der jüngsten Eskalation im Krieg hatte der Vorsitzende des von Saudi-Arabien unterstützten Präsidialrats von Jemen, Raschid Al-Alimi, vor genau einer Woche zu einer breiten Mobilisierung der Bevölkerung im Kampf gegen die Huthi aufgerufen. Die Jemeniten sollten sich hinter der Regierungsarmee und den Sicherheitskräften versammeln und sich ihnen anschließen. Überläufern aus den Reihen der Huthi-Kämpfer stellte er eine Amnestie in Aussicht. Ziel sei es, die Institutionen wiederherzustellen und die staatliche Souveränität auf das gesamte Land bis hin zur Hauptstadt Sanaa auszudehnen. Mit Agenturen
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Source: nd