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Demokratiebewegung | Hongkonger Aktivist Wong zu weiteren zehn Jahren Haft verurteilt

Joshua Wong muss wegen eines weiteren Verfahrens noch lange im Gefängnis bleiben. Er soll mit ausländischen Mächten kollaboriert haben.

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Joshua Wong ist einer der bekanntesten Aktivisten der Demokratiebewegung in Hongkong. Foto: AFP/ANTHONY WALLACE Hongkong. Der inhaftierte Hongkonger Demokratieaktivist Joshua Wong ist von einem Gericht in der chinesischen Sonderverwaltungszone wegen »Kollaboration mit ausländischen Kräften« zu weiteren zehn Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht habe gegen Wong »eine endgültige Freiheitsstrafe von zehn Jahren« verhängt, hieß es am Donnerstag in einer Pressemitteilung des Gerichts. Die Haftstrafe des Aktivisten wurde damit über die sechs Jahre hinaus verlängert, die er bereits verbüßt hat.

Wong musste sich in dem weiteren gegen ihn angestrengten Prozess verantworten. In dem neuen Verfahren wurde ihm zur Last gelegt, gegen das nationale Sicherheitsgesetz verstoßen zu haben. Der 30-Jährige hatte sich im September schuldig bekannt. Zurzeit sitzt er bereits eine Haftstrafe wegen Subversion ab. Menschenrechtsorganisationen kritisieren, dass die neuen Anklagepunkte darauf abzielen, den Aktivisten so lange wie möglich hinter Gittern festzuhalten.

Wong ist eines der bekanntesten Gesichter der Hongkonger Demokratiebewegung, die von den Behörden mit massivem Druck zum Erliegen gebracht wurde. Er wurde durch die von Studenten angeführten Proteste bekannt und war auch an den Massenprotesten beteiligt, die zur Verhängung des nationalen Sicherheitsgesetzes führten. Er sollte eigentlich im kommenden Jahr freikommen.

Die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong galt bis vor wenigen Jahren als Bastion der Meinungsfreiheit in China. Seit Peking im Jahr 2020 das Sicherheitsgesetz erließ, gehen die Behörden in der Sonderverwaltungszone jedoch massiv gegen alle prodemokratischen Aktivisten und andere Peking-kritische Stimmen vor, die nach ihrer Auffassung die nationale Sicherheit Chinas bedrohen. Viele Oppositionelle sind ins Ausland geflohen, andere wurden verhaftet und zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. AFP/nd

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