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Betrugsmaschen | Wachsamkeit schützt vor Schaden
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Was sich wohl in dem Koffer befindet? Wirklich eine Rohrzange oder etwa Einbruchswerkzeug? Foto: imago/Markus van Offern Ob angebliche Handwerker, Mitarbeitende eines Energieversorgers, vermeintliche Servicetechniker, Dienstleister oder falsche Mitarbeitende von Hilfsorganisationen – Betrüger nutzen immer wieder das Vertrauen von Bürgern aus, um sich Zutritt zu Wohnungen und Häusern zu verschaffen. Deshalb ist es ratsam, bei unangekündigten Besuchen an der Haustür besonders aufmerksam zu sein.
Die Täter treten häufig freundlich und kompetent auf. Sie behaupten beispielsweise, Wasserleitungen überprüfen, den Stromzähler ablesen oder dringende Reparaturen durchführen zu müssen. In manchen Fällen lenkt eine Person die Bewohner ab, während eine zweite unbemerkt nach Bargeld, Schmuck oder anderen Wertgegenständen sucht. Andere versuchen, Verträge unter Druck abzuschließen oder sensible persönliche Daten zu erhalten.
Auch »reisende Handwerker«, die spontan an der Haustür überteuerte Dienstleistungen rund um Haus und Garten anbieten, kommen aktuell vermehrt vor. Bei diesen Handwerkerleistungen rund um Haus und Hof handelt es sich oft um Dach-, Fassaden-, Pflaster- und Reinigungsarbeiten oder Grünholzbeschneidung. Die unmittelbar begonnenen Dienstleistungen dienen oft nur als Täuschung und werden nicht beendet oder nur unprofessionell ausgeführt. Die Bezahlung wird dann trotzdem vehement gefordert.
»Seriöse Handwerksbetriebe und Versorgungsunternehmen kündigen Termine in der Regel an oder können sich eindeutig ausweisen. Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen und prüfen Sie sorgfältig, wer vor Ihrer Tür steht«, empfiehlt das Netzwerk »Zuhause sicher«.
Eher auf der Straße findet der sogenannte »Kettentrick« statt, den die Polizei Paderborn aktuell verstärkt registriert. Der Kettentrick (auch Goldketten-Betrugsmasche genannt) ist eine perfide Form des Trickdiebstahls, bei der Kriminelle den hochwertigen echten Schmuck ihrer Opfer unbemerkt durch wertlosen Modeschmuck ersetzen, während dieser am Körper getragen wird. Die Täter sprechen ihr Opfer auf offener Straße, auf Parkplätzen oder direkt aus einem langsam fahrenden Auto heraus an. Meist bitten sie extrem höflich um eine harmlose Auskunft, wie etwa eine Wegbeschreibung zum nächsten Krankenhaus.
Hat das Opfer geholfen, täuschen die Kriminellen eine überschwängliche, oft emotionale Dankbarkeit vor. Um sich zu »bedanken«, drängen sie dem Helfer billigen, glänzenden Modeschmuck auf. Unter dem Vorwand, dem Opfer das Schmuckstück als Geschenk direkt um den Hals zu legen oder einen Ring anzustecken, stellen die Täter engen Körperkontakt her. Während sie den wertlosen Modeschmuck umlegen, entwenden sie mit flinken Fingern blitzschnell die echte Goldkette oder das Armband des Opfers.
So schützen Sie sich:⦁ Öffnen Sie die Haustür nur mit vorgelegter Türsperre oder über eine Gegensprechanlage.⦁ Lassen Sie sich Dienstausweise zeigen und prüfen diese in Ruhe.⦁ Rufen Sie im Zweifel selbst bei dem angegebenen Unternehmen oder der Hausverwaltung an – nutzen Sie dabei eine Ihnen bekannte Telefonnummer.⦁ Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung, wenn Sie keinen Termin vereinbart haben.⦁ Unterschreiben Sie an der Haustür keine Verträge und lassen Sie sich nicht zu schnellen Entscheidungen drängen.⦁ Lassen Sie sich auf der Straße nicht überrumpeln oder bedrängen. Vorsicht vor übertriebenem Körperkontakt.⦁ Ziehen Sie Angehörige, Nachbarn oder andere Vertrauenspersonen hinzu, wenn Ihnen eine Situation merkwürdig erscheint.
Besonders ältere Menschen werden häufig gezielt angesprochen. Deshalb empfiehlt es sich, auch mit Angehörigen und Nachbarn regelmäßig über aktuelle Betrugsmaschen zu sprechen. Wer den Verdacht hat, Opfer eines Betrugsversuchs geworden zu sein oder eine verdächtige Person im Wohnumfeld bemerkt, sollte sich umgehend an die Polizei wenden. Wer bereits bestohlen wurde oder sich bedroht fühlt, sollte sofort den Polizeinotruf 110 wählen. Weitere Informationen gibt es bei den kriminalpolizeilichen Beratungsstellen sowie beim Netzwerk »Zuhause sicher«: www.zuhause-sicher.de Netzwerk Zuhause sicher e.V./nd
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Source: nd