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Basketball-WM | Die deutschen Basketballerinnen gehen gegen Spanien unter
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Leonie Fiebich (r.) war beste deutsche Werferin, konnte die klare Pleite aber auch nicht verhindern. Foto: Andreas Gora/dpa Der heftige Schauer über Berlin hatte am Freitagabend eigentlich schon nachgelassen, doch die deutschen Basketballerinnen standen trotzdem weiter im strömenden Regen. Über ihren Köpfen regnete es Dreipunktewürfe, einen nach dem anderen, abgefeuert von erbarmungslosen Spanierinnen. Dabei war doch alles ganz anders geplant.
Mehr als 12 000 Fans hatten sich durch das schlechte Wetter in die ausverkaufte Arena am Ostbahnhof gekämpft, um die Frauen des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) bei ihrem Auftakt in die Heim-WM anzufeuern. Sogar Bundeskanzler Friedrich Merz wollte sich das Spiel nicht entgehen lassen. Zwar wartete mit Spanien gleich der stärkste Gegner in Gruppe A auf die Deutschen, deren Vorbereitung wegen verletzter Schlüsselspielerinnen und kaum gemeinsamer Trainingszeit alles andere als ideal verlaufen war. Doch mit der Unterstützung der Zuschauer*innen in der Arena müsste doch zumindest ein enges Spiel gegen die Vize-Europameisterinnen möglich sein, oder?
Die Antwort bekamen die Deutschen und ihre Fans nach nur zehn Minuten. Völlig unbeeindruckt von der fantastischen Kulisse trafen die Spanierinnen im ersten Viertel sechs ihrer zehn Versuche von der Dreierlinie und führten am Ende des Abschnitts bereits mit 24:13. »Das war ein sehr hartes erstes Viertel und das zweite Viertel war auch nicht besser«, erklärte Bundestrainer Olaf Lange nach dem Spiel.
Tatsächlich gab sein Team die Partie im zweiten Abschnitt endgültig aus der Hand. Ein Elf-Punkte-Rückstand lässt sich im Basketball durchaus aufholen. Bis zur Pause wuchs der spanische Vorsprung jedoch bis auf 50:24 an. Der Dreierregen ebbte im zweiten Viertel zwar etwas ab, dafür wirkte das deutsche Spiel nun zunehmend konfus – sowohl offensiv als auch defensiv. Gleich mehrfach tauchten Spanierinnen völlig frei unter dem deutschen Korb auf und durften ungehindert punkten, was auch die tapferen »Defense-Defense«-Rufe der deutschen Fans langsam zum Verstummen brachte.
In der Offensive dagegen wurde dem deutschen Team immer wieder die 24-Sekunden-Angriffsuhr zum Verhängnis. Weil Spielzüge zu lange dauerten oder die hellwachen Spanierinnen diese komplett unterbinden konnten, mussten Leonie Fiebich und Co. immer wieder schwierige Würfe kurz vor Ablauf der Uhr nehmen. »Wir haben gar nichts getroffen in der ersten Halbzeit. Der Korb war wie vernagelt. Man merkt einfach, dass wir in dieser Konstellation noch nicht auf dem Feld standen«, sagte die 26-jährige Fiebich, die mit 13 Punkten noch die erfolgreichste Deutsche war.
Gegen Spanien zeigte sich ganz deutlich, woran es den DBB-Frauen aktuell noch fehlt: Die Feinabstimmung ist nach einer knappen Woche Vorbereitung mit dem endgültigen WM-Kader noch nicht vorhanden. Das sprach Olaf Lange nach der 53:83-Auftaktniederlage auch offen an: »Ich glaube, dass wir noch sehr unerfahren sind in unserem neuen Spielsystem. Wir erleben gerade einige Anfangsschwierigkeiten, aber das gehört zum Prozess dazu.«
Das Problem ist nur, dass die auf zehn Tage komprimierte WM kaum Zeit lässt für Grundlagenarbeit. Schon an diesem Samstag steht für Deutschland das zweite Gruppenspiel gegen Japan an, exakt 24 Stunden nach dem Spiel am Freitag. »Wir werden natürlich darüber reden, was wir besser machen können, aber dann muss ein Mindshift her: Regenerieren und dann geht es morgen weiter«, gab Fiebich den Fahrplan bis zum Tip-off gegen die Asiatinnen vor, die am Freitag 102:97 gegen Mali gewonnen hatten.
Dabei stellte Japan mit 20 erfolgreichen Dreiern im gesamten Spiel einen neuen WM-Rekord auf. Die deutschen Basketballerinnen sollten also darauf vorbereitet sein, die Dreierlinie im zweiten Gruppenspiel besser zu verteidigen, damit sie am Samstagabend nicht schon wieder im Regen stehen.
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Source: nd