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Autozulieferer | Schaeffler streicht Tausende Jobs und schließt Werke

Dortmund, Morbach, Berlin, Schwalbach: Schaeffler will vier deutsche Standorte schließen. Welche Werke und Bereiche trifft der Sparkurs noch?

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Schaeffler hat bereits in den vergangenen beiden Jahren Tausende Jobs gestrichen. Foto: Daniel Karmann/dpa Herzogenaurach.  Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler verschärft mit einem weiteren Kostensenkungsprogramm und Tausenden Stellenstreichungen seinen Sparkurs erheblich. Das Unternehmen will in Europa weitere 3460 Stellen abbauen, davon 2660 in Deutschland, wie es in Herzogenaurach mitteilte. Zudem ist die Schließung von vier deutschen Standorten geplant. 

Der MDax-Konzern begründete die weiteren Einschnitte mit der Automobilkrise in Europa, die weitere Gegenmaßnahmen und strukturelle Anpassungen erfordere. 

Fünf Standorte, davon vier in Deutschland, sollen perspektivisch geschlossen werden. Dazu gehören laut Schaeffler das Werk in Dortmund mit aktuell 430 Beschäftigten sowie der Standort Morbach mit 160 Mitarbeitenden. 

Zudem ist laut Schaeffler geplant, die Aktivitäten am Standort Berlin mit aktuell etwa 270 Beschäftigten einzustellen und den Standort Schwalbach aufzugeben. Ein Großteil der rund 385 Beschäftigten solle an den Schaeffler-Standort in Frankfurt am Main wechseln. Insgesamt seien rund 190 Stellen vom Abbau betroffen. 

Darüber hinaus sei vorgesehen, die Aktivitäten im Werkzeugbau am Standort Höchstadt einzustellen und im Sondermaschinenbau an den Standorten Erlangen und Schweinfurt Anpassungen vorzunehmen. Ferner seien Kapazitäts- und Strukturanpassungen an weiteren Standorten in Deutschland – darunter Herzogenaurach, Bühl, Höchstadt, Nürnberg und Regensburg – geplant. 

Die IG Metall und der Konzernbetriebsrat kritisierten das neuerliche Sparprogramm scharf. »Bei Schaeffler folge inzwischen ein Abbauprogramm auf das nächste, noch bevor die Folgen des vorherigen bewältigt sind«, sagte Thomas Höhn, Unternehmensbeauftragter der IG Metall für Schaeffler. »Das ist kein Zukunftskonzept für den Industriestandort Deutschland.« Bereits 2024 und 2025 hatte Schaeffler die Streichung mehrerer tausend Arbeitsplätze beschlossen.  dpa/nd

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