Faultline Faultline Kommando 161

Germany · jungle.world · · 1h

Alles, nur nicht einheitlich

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Überbleibsel der Kooperation. Schild der ­Hasan-Shukri-Straße in Haifa, benannt nach ihrem ehemaligen Bürgermeister, auf den ­aufgrund seiner versöhnlichen Haltung zu ­Juden 1936 ein Bombenattentat ­verübt wurde

Überbleibsel der Kooperation. Schild der ­Hasan-Shukri-Straße in Haifa, benannt nach ihrem ehemaligen Bürgermeister, auf den ­aufgrund seiner versöhnlichen Haltung zu ­Juden 1936 ein Bombenattentat ­verübt wurde

Sie verkauften Land an Juden. Sie ignorierten den Streik und umgingen den Boykott. Sie machten nicht mit beim sogenannten Arabischen Aufstand – und halfen den Briten und Zionisten, die Erhebung niederzuschlagen. Sie ließen sich weder vom Terror noch von den Schikanen durch den Großmufti Amin al-Husseini auf nationalistische Linie bringen und durchkreuzten die Palästina-Pläne des Hitler-Unterstützers. Als das Hohe Arabische Komitee den heiligen Krieg gegen das eben gegründete Israel ausrief, hatten sie es auch nicht gerade eilig, sich dem Kampf anzuschließen.

Die Rede ist von jenen Arabern, die während des britischen Mandats Verbindungen zum Yishuv, dem jüdischen Gemeinwesen im britischen Mandatsgebiet, unterhielten. Moment, Palästinenser? Für den Zionismus? Die konnten doch gar nicht anders, als sich der jüdischen Einwanderung kollektiv entgegenzustellen. Dass es mit dieser Vorstellung nicht weit her sein kann, sie eher in den Bereich nationaler Mythen und antizionistischer Märchenerzählung gehört, hat der israelische Historiker Hillel Cohen schon vor über zwanzig Jahren gezeigt. Damals erschien, auf Hebräisch zunächst, sein Buch »Schattenarmee«, das den blinden Fleck namens »Kooperation« gründlich ausleuchtete und nun erstmals in deutscher Übersetzung vorliegt.

»Wir haben nichts Böses von den Juden gesehen.« Mit diesen Worten stellten sich die Beduinenscheichs aus dem Beit-She’an-Tal dem britischen Hochkommissar vor.

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Source: jungle.world