Politics Tagesschau
Zwei Sullivans in Alaska - wollen Demokraten die Wahl manipulieren?
In Alaska deutet sich bei den US-Zwischenwahlen ein knappes Rennen um den Senatsposten an. Der republikanische Amtsinhaber Sullivan kämpft auch mit namensgleicher Konkurrenz. Ein Foul der Demokraten?
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US-Zwischenwahlen in Alaska Doppelter Sullivan - schmutziger Trick der Demokraten? Stand: 31.10.2026 • 11:51 Uhr
In Alaska deutet sich bei den US-Zwischenwahlen ein knappes Rennen um den Senatsposten an. Der republikanische Amtsinhaber Sullivan kämpft auch mit namensgleicher Konkurrenz. Ein Foul der Demokraten? Nun klagt das Justizministerium.
Daniel S. Sullivan vertritt Alaska als Senator im US-Kongress. Der ehemalige Soldat ist 61 Jahre alt und Republikaner.
Daniel J. Sullivan ist acht Jahre älter. Der ehemalige Grundschullehrer geht nach eigenen Angaben gern jagen und angeln - politische Ämter bekleidete er bislang nicht. Bei den Zwischenwahlen steht er direkt neben Amtsinhaber Sullivan auf dem Wahlzettel. Zufall? Oder versuchte Wählertäuschung zum Vorteil der demokratischen Kandidatin?
Dies ist nicht der republikanische Senator - obwohl er den gleichen Namen trägt. Der ehemalige Grundschullehrer Dan Sullivan könnte den Amtsinhaber Dan Sullivan allerdings Stimmen kosten.
Die Trump-Regierung spricht schon jetzt von Wahlbetrug. Das Justizministerium leitete Untersuchungen ein. Der zuständige Bundesstaatsanwalt Michael Heyman teilte mit, die Ermittlungen seien nach einem Bericht der New York Times verstärkt worden. Es gehe um den Vorwurf, die Demokraten hätten einen aussichtslosen Kandidaten angeworben, um dem republikanischen Amtsinhaber zu schaden.
Die Zeitung hatte berichtet, dass Demokraten gezielt nach einem anderen Dan Sullivan gesucht hatten, um dem derzeitigen Senator Stimmen zu nehmen. Die demokratische Kandidatin Mary Peltola streitet ab, dies initiiert oder auch nur davon gewusst zu haben.
Der mögliche Versuch der Wählertäuschung ist zudem brisant, weil Amtsinhaber Sullivan und Herausfordererin Peltola in Umfragen nahezu gleichauf liegen. Der Wahlausgang in Alaska könnte außerdem über die künftige Mehrheit im US-Senat entscheiden. Im hohen Norden der USA geht es also um viel.
Auf dem Wahlzettel steht hinter Daniel S. Sullivan die Information, dass er der Amtsinhaber und Republikaner ist. Beim ehemaligen Grundschullehrer Daniel J. Sullivan gibt es keine zusätzlichen Anmerkungen.
Auf den Wahlzetteln folgt ein Dan Sullivan dem anderen.
Das Justizministerium in Washington versucht derzeit, vor Gericht zu erwirken, dass Stimmzettel für den Politikneuling Dan J. Sullivan gesondert aufbewahrt werden. Ziel sei es, so - falls nötig - untersuchen zu können, ob Wählerinnen und Wähler bei der Stimmabgabe aufgrund der Namensgleichheit verwirrt gewesen seien.
Das Ministerium reichte außerdem eine Klage ein, um die Bestätigung des Wahlergebnisses in Alaska zu blockieren, falls der republikanische Amtsinhaber wegen des namensgleichen Mitbewerbers verlieren sollte.
In den USA wird kontrovers diskutiert, ob das Land unter Trump noch eine Demokratie ist. mehr
Trump-Kritiker vermuten, dass die Regierung unabhängig vom möglichen Täuschungsversuch in Alaska versucht, Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Wahlen zu säen. So verklagte die Regierung rund 30 Bundesstaaten auf die Herausgabe von Wählerlisten. In Kalifornien versuchte das Justizministerium, die Auszählung von Stimmzetteln mutmaßlicher Nicht-Staatsbürger zu verhindern, scheiterte damit jedoch vor Gericht.
Dieses Thema im Programm: Das Erste | tagesthemen | 30.10.2026 | 21:45 Uhr,