Skip to content
Faultline Prefer us on Google

World Tagesschau

Weniger Teilnehmer bei neuen Demos in Frankreich

Das zweite Mal in dieser Woche und das vierte Wochenende in Folge haben in Frankreich Menschen gegen hohe Lebenskosten oder Probleme im Bildungssystem protestiert. Allerdings kamen diesmal deutlich we

Deutsch (original) ·Read in English ⇄

Viertes Wochenende in Folge Weniger Teilnehmer bei neuen Demos in Frankreich Stand: 07.11.2026 • 17:59 Uhr

Das zweite Mal in dieser Woche und das vierte Wochenende in Folge haben in Frankreich Menschen gegen hohe Lebenskosten oder Probleme im Bildungssystem protestiert. Allerdings kamen diesmal deutlich weniger Teilnehmer.

In Frankreich sind erneut Tausende Menschen einem Protestaufruf von Gewerkschaften, Jugendorganisationen und der Gelbwestenbewegung gefolgt. Im Vergleich zu den vergangenen Wochenenden und zu Protesten vom Donnerstag kamen diesmal aber offenbar deutlich weniger Teilnehmer. Aus Kreisen des französischen Innenministeriums hieß es, um 14 Uhr, bevor die zentralen Protestzüge sich in Bewegung setzten, seien es landesweit etwa 7.000 Personen gewesen.

Die wichtigsten Gewerkschaften in Frankreich haben für heute zu Streiks und landesweiten Protesten aufgerufen. mehr

Insgesamt sei die Lage ruhig und unter Kontrolle, doch 18 Menschen seien festgenommen worden. Um nach den schweren Ausschreitungen vom Oktober die Innenstädte zu schützen, gelten in einigen Orten und Vierteln Demonstrationsverbote. In Lyon zum Beispiel fanden sich Medienberichten zufolge ohne offizielle Anmeldung trotzdem Menschen zu einer Demo zusammen, die Polizei setzte Tränengas ein.

In Paris wurde eine Kundgebung der Gelbwesten nicht erlaubt, die Demonstration der Gewerkschaften aber schon. Auf dem zentralen Platz der Republik in der Hauptstadt, von wo aus ein genehmigter Protestzug startete, musizierten, sangen und tanzten viele Menschen.

Trotz erster Zugeständnisse der französischen Regierung wollen Schüler erneut gegen die Bildungspolitik protestieren. mehr

Die Franzosen protestieren unter anderem gegen hohe Lebenshaltungskosten und Probleme im Bildungssystem. Die Generalsekretärin der Studierendenvereinigung UNEF, Manon Moret, sagte, die jungen Menschen seien nach wie vor entschlossen und wütend. Die Regierung sei nicht auf ihre Forderungen eingegangen.

Am Montag will sich Premierminister Sébastien Lecornu zu einer Sozialkonferenz mit Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbänden sowie zu Gesprächen mit Vertretern von Gymnasiasten und Studierenden treffen. Für Dienstag sind bereits weitere Proteste geplant.

Dieses Thema im Programm: tagesschau.de | Deutlich weniger Demonstranten in Frankreich | 07.11.2026 | 17:21 Uhr

Originally published byTagesschau
Read the original