Skip to content
Faultline Prefer us on Google

Repression Tagesschau

Todeskandidatin Pike nach gescheiterter Hinrichtung wieder im Gefängnis

Die US-Todeskandidatin Pike hat rund anderthalb Wochen nach ihrer gescheiterten Hinrichtung das Krankenhaus verlassen. Sie ist mittlerweile in das Gefängnis zurückgekehrt, in dem sie seit mehr als 30

Deutsch (original) ·Read in English ⇄

Nach gescheiterter Hinrichtung Zum Tode verurteilte Pike wieder im Gefängnis Stand: 11.10.2026 • 11:20 Uhr

Die US-Todeskandidatin Pike hat rund anderthalb Wochen nach ihrer gescheiterten Hinrichtung das Krankenhaus verlassen. Sie ist mittlerweile in das Gefängnis zurückgekehrt, in dem sie seit mehr als 30 Jahren inhaftiert ist.

Zehn Tage nach ihrer fehlgeschlagenen Hinrichtung ist die Todeskandidatin Christa Pike zurück ins Gefängnis gebracht worden. Wie Pikes Anwälte mitteilten, wurde die verurteilte Mörderin aus dem Krankenhaus in Tennessee entlassen und wird nun im Gefängnis weiter medizinisch versorgt. Sie bedanke sich bei den Ersthelfern und Ärztinnen sowie Ärzten für die Behandlung "unter diesen außergewöhnlichen Umständen".

Die 50-jährige Pike hatte am Mittwoch vergangener Woche in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee zwei Injektionen mit dem normalerweise tödlichen Mittel Pentobarbital überlebt. Sie wurde daraufhin in eine Klinik gebracht und künstlich beatmet.

Kurz bevor sie wegen mutmaßlichen Hirntods von den lebenserhaltenden Geräten getrennt wurde, wachte sie jedoch am Dienstag wieder auf. Sie sei "wütend und verwirrt" und stehe vor einer langen Genesung, erklärten ihre Anwälte.

Die Mörderin Pike kann mittlerweile wieder gehen. Wird es einen neuen Exekutionsversuch geben? Ein Überblick. mehr

Ein Richter in Tennessee ordnete in dieser Woche an, sämtliche Beweise im Zusammenhang mit der fehlgeschlagenen Exekution zu sichern. Einer von Pikes Anwälten bezeichnete dies als den ersten von vielen Schritten, um ihre verfassungsmäßigen Rechte durchzusetzen.

Der Gouverneur von Tennessee, Bill Lee, setzte unterdessen alle Hinrichtungen für den Rest des Jahres aus. Ermittler sollen nun den Vorfall sowie eine ähnlich verlaufene Panne im Mai untersuchen. Damals war es Gefängnismitarbeitern nicht gelungen, dem Todeskandidaten Tony Carruthers einen intravenösen Zugang zu legen.

Die USA diskutieren kontrovers über die Ankündigung, eine Militärhinrichtung im Livestream zu übertragen. mehr

Pike war 1995 wegen des Mordes an ihrer 19-jährigen Klassenkameradin Colleen Slemmer zum Tode verurteilt worden. Pikes Anwälte führten an, dass sie die Tat im Alter von nur 18 Jahren begangen und als Opfer langjährigen sexuellen Missbrauchs unter psychischen Problemen gelitten habe.

Seit der fehlgeschlagenen Hinrichtung wird in den USA wieder intensiv über die Todesstrafe diskutiert. Befeuert wurde die Debatte durch die Ankündigung von Verteidigungsminister Pete Hegseth, die Exekution des Attentäters Nidal Hasan durch ein Erschießungskommando live zu übertragen.

Tag gegen Todesstrafe: USA debattiert über Hinrichtungen Jan Oppel, ARD Washington, tagesthemen, Das Erste, 10.10.2026 • 23:25 Uhr Todesstrafe Hinrichtung USA Dieses Thema im Programm: MDR aktuell - Das Nachrichtenradio | Nachrichten | 11.10.2026 | 11:30 Uhr

Originally published byTagesschau
Read the original