War & Militarism Tagesschau
Schwere Schäden nach Raketenangriffen auf Kiew
Erneut haben russische Raketen die ukrainische Hauptstadt Kiew und das Umland getroffen. Es gab zahlreiche Explosionen, so Bürgermeister Klitschko. Die Strom- und Wasserversorgung seien stark beeinträ
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Krieg gegen die Ukraine Schwere Schäden nach Raketenangriffen auf Kiew Stand: 07.11.2026 • 13:13 Uhr
Russland hat kurz vor Wintereinbruch erneut die ukrainische Strom- und Wasserversorgung angegriffen. In einigen Teilen des Landes fiel der Strom aus. Präsident Selenskyj und Kiews Bürgermeister Klitschko streiten über die Verteidigung.
Die Temperaturen in der Ukraine gehen weiter zurück und Russland hat erneut Energieanlagen in weiten Teilen des Landes angegriffen. Im Zentrum der Hauptstadt Kiew und in den Außenbezirken der Millionenmetropole waren in der Nacht und am frühen Morgen zahlreiche Explosionen zu hören.
Es seien besonders schnell fliegende und von der Luftverteidigung kaum abzuwehrende ballistische Raketen zum Einsatz gekommen, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram. Mehrere Wohnhäuser seien bei den Angriffen beschädigt worden. Die Militärverwaltung berichtete zudem von Schäden an einem Kindergarten und zwei Verletzten.
Klitschko erklärte, die Stromversorgung in Kiew sei "extrem schwierig". Auch die Wasserversorgung sowie die Versorgung mit Fernwärme seien von den Angriffen betroffen. Eine wichtige Brücke über den Fluss Dnipro, die die westliche und die östliche Hälfte der Stadt verbindet, sei beschädigt worden. Fünf Menschen wurden laut Klitschko verletzt.
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Zuvor hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft vor einem neuen russischen Angriff auf Energieanlagen und die Brücken über den Dnipro gewarnt. Angesichts der massiven Stromausfälle vor allem in Kiew kritisierte er erneut Klitschko: "Das sind die Folgen nicht umgesetzter Beschlüsse auf städtischer Ebene zur Vorbereitung auf die Heizperiode sowie auf diese russische Operation gegen die ukrainische Energiewirtschaft."
Klitschko wies die Vorwürfe zurück. "Wie hätte die Hauptstadt denn der 'russischen Sonderoperation gegen die ukrainische Energiewirtschaft' vorbeugen sollen?", fragte er bei Telegram. Er verwies darauf, dass in Kiew seit dem 16. Oktober Fernwärme geliefert werde.
Auch in anderen Teilen des Landes gab es nach russischen Attacken Stromausfälle, das Stromnetz sei schwer beschädigt. Selenskyj sprach von einem "kombinierten" Angriff auf die Energieversorgung. Dabei seien 36 Raketen und mehr als 170 Drohnen eingesetzt worden.
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Unterdessen stieg die Zahl der Toten nach dem russischen Bombenangriff auf eine Ausgabestelle für Hilfsgüter im südukrainischen Dorf Komyschuwacha auf 55. In den vergangenen 24 Stunden seien neun weitere Leichen geborgen worden, teilten die Rettungsdienste mit. Dutzende Menschen würden noch vermisst. Am Montag hatten mehrere russische Bomben eine ehemalige Schule getroffen, die als Schutzraum und Verteilzentrum für Hilfsgüter genutzt wurde.
Kommende Woche sind erstmals seit längerer Zeit wieder Gespräche zwischen der Ukraine, Russland und den USA in den Vereinigten Arabischen Emiraten geplant. Russland will eine hochrangige Delegation aus Diplomaten und Militärs schicken, erstmals soll Vize-Außenminister Sergej Rjabkow der Verhandlungsgruppe angehören, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax meldete.
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius sieht trotz der geplanten Gespräche wenig Hoffnung auf eine baldige Waffenruhe. Die hänge von Russlands Präsident Wladimir Putin und vom Verhalten von US-Präsident Donald Trump ab, sagte Pistorius der Funke-Mediengruppe. "Die letzten Monate geben wenig Hoffnung, dass Trumps Vorgehen schnell zu einem Waffenstillstand oder gar zum Frieden führt."
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Dieses Thema im Programm: NDR Info | Nachrichten | 07.11.2026 | 07:00 UhrDas Erste | tagesschau | 07.11.2026 | 12:00 Uhr