War & Militarism Tagesschau
Russische Luftangriffe: Erneut Hunderttausende Ukrainer ohne Strom
Erneut hat Russland die ukrainische Energieversorgung schwer getroffen. In der Region Dnipropetrowsk haben 600.000 Menschen keinen Strom. Das besetzte Atomkraftwerk Saporischschja muss mit Notstromagg
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Krieg gegen die Ukraine Hunderttausende nach russischen Angriffen ohne Strom Stand: 08.11.2026 • 13:05 Uhr
Erneut hat Russland die ukrainische Energieversorgung schwer getroffen. In der Region Dnipropetrowsk haben 600.000 Menschen keinen Strom. Das besetzte Atomkraftwerk Saporischschja muss mit Notstromaggregaten gekühlt werden.
Nach einer weiteren Welle russischer Luftangriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine sind Hunderttausende Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten. Besonders betroffen ist die zentrale Region Dnipropetrowsk. Dort sind nach Angaben des Energieversorgers DTEK 600.000 Menschen ohne Strom.
Bei einem weiteren Angriff wurde nach Behördenangaben eine Einrichtung in der Region Charkiw getroffen. In der Stadt Slatopil sitzen demnach fast 250.000 Menschen im Dunkeln. DTEK erklärte weiter, an der Reparatur der Energieanlagen werde gearbeitet, die Aufgabe werde aber durch "wiederholte Angriffe erschwert".
Noch immer sind in Kiew Hunderte Häuser ohne Heizung. Die Stadt will unbürokratisch helfen. mehr
Erst am Samstag hatten massive russische Luftangriffe auf Energieanlagen nach ukrainischen Regierungsangaben in fünf Regionen des Landes Stromausfälle ausgelöst und die Versorgung der Hauptstadt Kiew schwer beeinträchtigt. In der Hauptstadt war laut Bürgermeister Vitali Klitschko auch die Wasser- und Fernwärmeversorgung beeinträchtigt.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj stellte einen Zusammenhang mit den aktuellen diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Krieges her: Er warf Moskau vor, mit den Attacken wenige Tage vor den geplanten Gesprächen in Abu Dhabi den Druck erhöhen zu wollen. Wegen der Angriffe kam es wiederholt zu Strom- und Heizungsausfällen.
Die Ukraine befürchtet einen weiteren schwierigen Kriegswinter.
Russische Truppen haben das AKW Saporischschja schon kurz nach Beginn der Invasion im Februar 2022 besetzt.
Probleme gibt es auch am von Russland kontrollierten ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja. Wie die Internationale Atomenergiebehörde bestätigte, hat es seine externe Stromversorgung verloren und wird wieder mit Notstromaggregaten gekühlt. Laut russischer Kraftwerksleitung sind die Strahlungswerte auf dem Gelände normal. Das größte Atomkraftwerk Europas produziert derzeit keinen Strom, benötigt jedoch Energie zur Kühlung der Brennstäbe.
Dieses Thema im Programm: tagesschau24 | Nachrichten | 08.11.2026 | 12:00 Uhr