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War & Militarism Tagesschau

Nach Treffen mit Witkoff - Russland greift Kiew erneut mit Raketen an

Die gegenseitigen Angriffe gehen ungeachtet der US-Vermittlungsbemühungen weiter: Russland griff in der Nacht erneut die ukrainische Hauptstadt Kiew an, aus Moskau wurden Drohnenangriffe gemeldet.

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Krieg gegen die Ukraine Neue Angriffe trotz Diplomatie Stand: 22.10.2026 • 10:56 Uhr

Die gegenseitigen Angriffe gehen ungeachtet der US-Vermittlungsbemühungen weiter: Russland griff in der Nacht erneut die ukrainische Hauptstadt Kiew an, aus Moskau wurden Drohnenangriffe gemeldet.

Russland hat in der Nacht erneut zahlreiche Raketen auf die Ukraine abgeschossen. Nach Aussage von Präsident Wolodymyr Selenskyj zielten alleine auf die Hauptstadt Kiew 21 Raketen, die in drei Wellen anflogen. Infrastruktur, Wohn- und Geschäftsgebäude seien beschädigt worden. Mindestens zwei Menschen wurden demnach getötet.

Insgesamt seien zwölf Regionen im Land in der Nacht Ziel russischer Angriffe gewesen. 34 Menschen seien verletzt worden, darunter fünf Kinder. Der Angriff zeige, dass Russland seine Haltung nicht ändere. Wenn Raketen die russische Antwort auf Verhandlungen sind, müsse echter Druck ausgeübt werden, so Selenskyj. Er forderte erneut eine Verstärkung der ukrainischen Flugabwehr und eine schnelle Lieferung von Raketen. Die Ukraine verdiene Unterstützung, der Aggressor eine angemessene Behandlung, betonte er.

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministerium gab es in der Nacht auch einen massiven Angriff auf Hafenanlagen in Odessa, das im Süden der Ukraine am Schwarzen Meer liegt. Es seien auch Schiffe getroffen worden, die von der ukrainischen Armee genutzt würde. Zudem Rüstungsbetriebe, die an der Herstellung von Marschflugkörpern und Drohnen beteiligt seien.

Mehrere Raketenangriffe haben in der Nacht erneut Kiew erschüttert. mehr

Auch aus Moskau wurden Angriffe gemeldet. Der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin, teilte mit, dass in der Nacht 630 Drohnen in Richtung der Region gestartet worden seien. Die meisten von ihnen wurden demnach von der russischen Luftabwehr zerstört. Zwei Menschen seien verletzt worden.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach Angaben des Kremls einer Wiederaufnahme von trilateralen Gesprächen mit der Ukraine und den USA grundsätzlich zugestimmt. Die Verhandlungen sollen demnach nach dem 10. November beginnen und würden sich auf den "Aufbau eines Sicherheitssystems für Russland und die Ukraine nach Ende des Konflikts" konzentrieren, erklärte Putins Berater Juri Uschakow.

Russland zeigt sich bereit, Gespräche mit den USA und der Ukraine wieder aufzunehmen. Sind Fortschritte wahrscheinlich? mehr

Gegenüber Vorschlägen für ein Ende des Ukraine-Kriegs zeigte sich Russland demnach aber erneut ablehnend. Uschakow erklärte, die vom US-Sondergesandten Steve Witkoff übermittelte Vorschläge der Europäer und der Ukraine würden "nicht viel Substanz enthalten". Zuvor hatte sich Putin mit Witkoff in St. Petersburg getroffen. Nach Angaben des Kreml sprachen sie etwa drei Stunden. Auch Uschakow und Kirill Dmitrijew, ein Gesandter Putins, waren demnach anwesend.

Der Osteuropa-Experte Andreas Umland geht nicht davon aus, dass Russland derzeit ernsthaft an Verhandlungen interessiert ist. Dieses "Verhandlungstheater" gebe es schon seit vielen Jahren, sagte er Interview mit tagesschau24. "Insofern habe ich da bisher keine großen Hoffnungen."

"Nichts ohne Regelung der Territorialfrage" – ARD-Reporter zum Treffen zwischen Witkoff und Putin tagesschau24, 22.10.2026 • 10:00 Uhr Selenskyj will Frontlinie einfrieren Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reagierte positiv auf den Vorschlag von Gesprächen mit den USA und Russland. Ein Treffen auf Ebene von Unterhändlern solle möglichst bald stattfinden, vorzugsweise bis Anfang November, erklärte Selenskyj. Dabei könne über Friedensvorschläge und ein mögliches Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs gesprochen werden.

Zuvor bezeichnete Selenskyj ein Einfrieren der Frontlinie im Krieg mit Russland als einen möglichen ersten Schritt für eine Waffenruhe. "Wir müssen sie jetzt einfrieren", sagte er dem US-Nachrichtensender Fox News. Dies sei der Weg, "um diesen Krieg zu beenden" und "das Minimum, was wir heute von Russland erwarten".

Dieses Thema im Programm: Das Erste | tagesschau | 22.10.2026 | 05:30 UhrDas Erste | ARD-Morgenmagazin | 22.10.2026 | 06:30 Uhr

Originally published byTagesschau
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