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Mehrere Bombendrohungen gegen Passagierflüge in Europa
Wieder gibt es Bombendrohungen gegen mehrere Flugzeuge im europäischen Luftraum. Unter anderem eine irische Maschine musste außerplanmäßig auf einem französischen Luftwaffenstützpunkt landen. Die Hint
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Störungen im Luftverkehr Mehrere Bombendrohungen gegen Passagierflüge in Europa Stand: 05.11.2026 • 15:20 Uhr
Wieder gibt es Bombendrohungen gegen Flugzeuge im europäischen Luftraum. Unter anderem eine irische Maschine musste außerplanmäßig auf einem französischen Luftwaffenstützpunkt landen. Die Hintergründe sind bisher nicht bekannt.
Bombendrohungen haben in Europa für Störungen im Luftverkehr gesorgt. Mindestens drei innereuropäische Flüge von oder nach Italien mussten außerplanmäßig landen. Die Drohungen erwiesen sich bisher nicht als echt.
Eine Aer-Lingus-Maschine, die von Dublin nach Rom unterwegs war, landete außerplanmäßig auf dem französischen Luftwaffenstützpunkt Evreux, wie die französische Regierung mitteilte. Die knapp 160 Menschen an Bord seien in Sicherheit, Entschärfungsteams seien im Einsatz, so das Amt des Premierministers.
Eine Finnair-Maschine von Helsinki nach Rom wurde von italienischen Militärflugzeugen zum römischen Militärflughafen Fiumicino begleitet, wie ein Sprecher der römischen Flughäfen der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. Ein Wizz-Air-Flug von Mailand nach Warschau wurde nach Angaben der ungarischen Fluggesellschaft nach Wien umgeleitet.
Ein Flug der LOT Polish Airlines von Warschau nach Brüssel landete nach einer Bombendrohung an seinem Zielort. Bei anschließenden Überprüfungen wurden keine gefährlichen oder verdächtigen Gegenstände gefunden, wie die Fluggesellschaft mitteilte.
Drei Maschinen der Gesellschaft Ryanair bekamen auf dem Weg nach Bulgarien Bombendrohungen, berichtete die bulgarische Nachrichtenagentur BTA unter Berufung auf das Verkehrsministerium in Sofia. Eine Maschine aus London wurde auf den Flughafen Plowdiw umgeleitet. Die zwei weiteren Flugzeuge - aus Kopenhagen und Madrid - landeten planmäßig in Sofia.
Einen ähnlichen Fall gab es im Nachbarland Rumänien: Eine Maschine der Gesellschaft Wizz Air bekam auf ihrem Flug von Mailand nach Bukarest eine Bombendrohung, landete aber sicher und planmäßig in Rumäniens Hauptstadt, berichtete die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax. Der Inlandsgeheimdienst SRI untersuche nunmehr das Flugzeug, hieß es.
Die Hintergründe der Notlandung der Austrian-Airlines-Maschine in Sofia sind noch unklar. mehr
Ähnliche Vorfälle gab es auch in Dänemark, Spanien und Tschechien. Es sind die jüngsten Vorkommnisse in einer Reihe von Drohungen gegen den Luftverkehr in Europa. Für mindestens sieben Flüge und ein Kreuzfahrtschiff waren bereits am Dienstag Bombendrohungen eingegangen. Dies führte zu Störungen an Flughäfen in ganz Europa, auch wenn keine Sprengsätze entdeckt wurden.
EU-Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas bezeichnete die Bombendrohungen als inakzeptabel. Die EU-Kommission stehe mit den betroffenen Staaten in Kontakt, sagte Tzitzikostas. Er warnte, dass es noch zu früh sei, um Schlussfolgerungen darüber zu ziehen, ob die Vorfälle miteinander in Zusammenhang stehen würden: "Die nationalen Ermittlungen dauern an." Die EU habe einen Mechanismus zum Informationsaustausch im Bereich der Luftsicherheit aktiviert, so Tzitzikostas.
Bislang hat kein Staat eine bestimmte Seite für die Drohungen verantwortlich gemacht. Sie fallen jedoch in eine Zeit, in der europäische Regierungsvertreter sowohl Russland als auch dem Iran hybride Angriffe und Sabotageakte vorwerfen. Moskau und Teheran bestreiten derartige Kampagnen.
Der Chef der auf Luftfahrt spezialisierten Cybersicherheitsfirma Cyviation, Eliran Almog, sagte: "Diese Drohungen im Luftverkehr fallen zeitlich mit den Cyberangriffen auf Kühlsysteme von Supermärkten in ganz Europa zusammen", erklärte Almog. "Verschiedene wichtige Dienste sind von Störungen betroffen, die erhebliche Kosten verursachen und das Vertrauen der Öffentlichkeit untergraben können."
Vorgetäuschte Bombendrohungen könnten Experten zufolge Teil eines ähnlichen Musters kostengünstiger und glaubhafter Störaktionen sein.
Dieses Thema im Programm: MDR aktuell – Das Nachrichtenradio | Nachrichten | 05.11.2026 | 12:00 Uhr, RBB24 Inforadio | Nachrichten | 05.11.2026 | 12:00 Uhr