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Marktbericht: Tech-Bilanzen schieben den DAX nicht weiter an
Am Donnerstag verarbeiten die Aktienmärkte die Bilanzen von wichtigen US-Technologiekonzernen wie Meta und Tesla. Auch SAP hat die Quartalszahlen vorgestellt. Die Anleger reagieren zurückhaltend.
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Marktbericht Tech-Aktien im Fokus DAX fällt wieder zurück Stand: 22.10.2026 • 18:36 Uhr
Der DAX hat bei volatilem Handel einen Teil seiner Gewinne vom Vortag wieder abgegeben. Er folgte einer schwachen Wall Street. Es waren mal wieder Nachrichten aus dem US-Tech-Sektor, die die Kurse bewegten.
Zur Wochenmitte war es noch ein überraschend starkes Ergebnis von Elon Musks Weltraum- und KI-Konglomerat SpaceX, das die Stimmung der Anleger aufhellte. Heute kam nun die Ernüchterung. Denn die am Vortag nach Börsenschluss in New York veröffentlichten Ergebnisse der drei Tech-Größen Meta, IBM und Tesla wurden negativ aufgenommen.
Da half es auch nur bedingt, dass DAX-Schwergewicht SAP überzeugte, sich im Handelsverlauf von Anfangsverlusten erholte und im Plus schloss. Das Mega-Thema Künstliche Intelligenz (KI) bestimmt immer wieder entscheidend das Geschehen und sorgt weltweit für volatile Märkte - auch wenn die Hauptprotagonisten fast allesamt in den USA sitzen.
Der DAX gab bei wechselhaftem Handel einen Teil seiner gestrigen Gewinne wieder ab und konnte sich letztlich nur leicht von seinen Tiefständen lösen. Am Ende schloss der deutsche Leitindex bei 25.371 Punkten um 1,1 Prozent leichter. Am Vortag hatte der Index noch gut 1,3 Prozent zugelegt. Das Tagestief lag am Vormittag bei 25.318 Punkten.
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Die Furcht der Anleger vor Lieferausfällen wegen einer Eskalation des Konflikts im Nahen Osten treibt derweil die Ölpreise erneut in die Höhe. Ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuert sich um etwa 2,6 Prozent auf gut 112 Dollar. Auslöser waren erneute Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz auf Ziele in Saudi-Arabien.
Die US-Regierung wies daraufhin Diplomaten und deren Familien an, ihre Vertretungen in Saudi-Arabien zu verlassen. Zudem berichtete die Zeitung New York Times, die Streitkräfte der USA und Israels hätten Pläne für erneute Angriffe auf Iran nach den US-Zwischenwahlen am 3. November ausgearbeitet.
"Die Bemühungen, die Spannungen sowohl in der Ukraine als auch im Nahen Osten zu entschärfen, sind nicht überzeugend", kommentierte Tamas Varga, Ölexperte beim Makler PVM.
Sorgen bereitet den Anlegern auch weiterhin die Lage in Frankreich. Sie warfen heute erneut französische Staatsanleihen aus ihren Depots. Die Rendite zehnjähriger französischer Staatsanleihen stieg in der Spitze auf rund 5,11 Prozent und lag damit erstmals seit 2013 über der von vergleichbaren US-Staatsanleihen.
Gründe für die wachsende Nervosität sind die hohe Verschuldung Frankreichs, die politische Unsicherheit vor der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr und Schwierigkeiten bei der Verabschiedung des Haushalts. Anhaltende Straßenproteste belasten die Stimmung zusätzlich. Im Gegenzug legten die Kurse der Bundesanleihen zu - deren Rendite fiel dadurch auf zuletzt 3,34 Prozent.
Update Wirtschaft vom 22.10.2026 Melanie Böff, HR, Update Wirtschaft, Tagesschau24, 22.10.2026 • 09:00 Uhr Wall Street ganz im Zeichen der Tech-Aktien Vor allem an der Technologiebörse Nasdaq geht es in New York kräftig bergab. Während der Dow Jones-Index, der Leitindex der Standardwerte, am Mittag Ortszeit kaum verändert tendiert, verliert der Auswahlindex Nasdaq 100 rund zwei Prozent. Neben deutlich gestiegenen Ölpreisen verderben die negativ aufgenommene Ergebnisse von Branchengrößen wie Meta, Tesla oder IBM zur Geschäftsentwicklung den Anlegern die Stimmung.
"Die Botschaft scheint immer deutlicher zu werden: Der Markt ist nach wie vor bereit, hohe Investitionen in KI zu belohnen, stellt jedoch immer höhere Anforderungen an die Renditen", sagte Santiago Mateo, Leiter des Aktienbereichs bei CaixaBank AM. "Die Anleger wollen Nachweise dafür, dass sich die Investitionen in ein stärkeres Wachstum, eine bessere Monetarisierung und letztendlich in Gewinnen niederschlagen."
Genau hier wächst die Skepsis und Ungeduld der Anleger. Bestes Beispiel ist Meta. Der Internetkonzern investiert im laufenden Jahr mit 135 bis 145 Milliarden Dollar gigantische Summen in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur. Das Geld dafür liefert weiter das boomende Werbegeschäft.
Der Gewinn wird allerdings durch Kosten für Rechtsstreitigkeiten schwer belastet. Fast zehn Milliarden Dollar muss Konzernchef Mark Zuckerberg dafür zurückstellen. Hinzu kommt noch, dass wenige Stunden vor Veröffentlichung der Zwischenbilanz ein Richter das Unternehmen zu einer Strafe von 25 Milliarden Dollar verurteilte.
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Auch Tesla muss hohe Kosten für KI-Investitionen stemmen. Elon Musk möchte Tesla auf selbstfahrende Robotaxis und humanoide Roboter ausrichten. Deshalb wird es Musk nicht gefallen, dass der Gewinn um mehr als 40 Prozent eingebrochen ist. Nur rund 800 Millionen Dollar blieben unter dem Strich hängen, der Umsatz stagnierte bei rund 28,05 Milliarden Dollar.
Dieses Thema im Programm: tagesschau.de | Börse: Tagesfazit mit DAX-Schluss - DAX fällt wieder zurück | 22.10.26 | 17:48 Uhr