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Investor Benko wegen Millionenbetrugs zu weiterer Haftstrafe verurteilt

Die Vorwürfe gegen den österreichischen Immobilieninvestor René Benko sind umfangreich: Nach einer Verurteilung wegen Gläubigerschädigung im September folgt nun eine weitere wegen Betrugs. Sie ist noc

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Zwei Jahre Haft für Investor Benko wegen Millionenbetrugs verurteilt Stand: 05.11.2026 • 18:56 Uhr

Die Vorwürfe gegen den österreichischen Immobilieninvestor René Benko sind umfangreich: Nach einer Verurteilung wegen Gläubigerschädigung im September folgt nun eine weitere wegen Betrugs. Sie ist noch nicht rechtskräftig.

In einem neuen Verfahren - in diesem Fall wegen schweren Betrugs - ist der österreichische Immobilienunternehmer René Benko zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Wie die österreichische Zeitung Der Standard berichtete, sah es das Landgericht Innsbruck als erwiesen an, dass der Gründer der Signa-Gruppe einen Investor um fünf Millionen Euro geschädigt hatte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) warf Benko vor, die Privatstiftung des Industriellen Hans Peter Haselsteiner betrogen zu haben, indem er dem Investor eine "wahrheitswidrige Garantie" gegeben und diesen dadurch zur Zahlung von fünf Millionen Euro verleitet habe. Das Geld habe er demnach Anfang November 2023 dringend für die Sporthandelstochter Sportscheck gebraucht.

Ein Mietkostenvorschuss wurde dem Ex-Milliardär zum Verhängnis. mehr

Die Garantieerklärung habe rein zur Täuschung gedient und Benko habe nie ernsthaft vorgehabt, Haselsteiner das Geld zurückzuzahlen, argumentierte die Oberstaatsanwältin. Der 49-jährige Angeklagte wies die Vorwürfe zurück. Haselsteiner betonte hingegen als Zeuge die Bedeutung der Garantie. Er sei um das Geld gebeten worden - und er hätte sie nicht ohne die Zusage Benkos zur Verfügung gestellt, erklärte er. Das Gericht folgte letztlich der Darstellung der Anklage.

In einem zweiten Anklagepunkte wurde der Signa-Gründer freigesprochen. Dabei ging es um den Vorwurf, Benko habe ein Luxus-Jagdgewehr im Wert von 80.000 Euro vor Gläubigern verborgen.

Der Österreicher soll sich mit einer Fußfessel im Hausarrest auf seinen neuen Prozess vorbereiten können. mehr

Mit der neuen Verurteilung wird die bisherige Haftstrafe von zweieinhalb Jahren ausgeweitet, die in einem vorangegangenen Prozess wegen Schädigung von Gläubigern verhängt worden war. Er habe einen Mietkostenvorschuss von 360.000 Euro für ein Anwesen in Innsbruck geleistet, obwohl es um sein Signa-Firmen-Imperium bereits sehr kritisch stand, hatte das Landesgericht Innsbruck im September geurteilt. Der Prozess musste damals teilweise neu aufgerollt werden.

Aktuell befindet sich Benko weiterhin in Untersuchungshaft, doch er darf sie seit Mitte Oktober mit Fußfessel in einer Privatwohnung verbringen. Durch die Anrechnung der Untersuchungshaft hat er einen Großteil der Haftstrafe aus dem Urteil im September rechnerisch bereits verbüßt. Allerdings ist auch dieses Urteil noch nicht rechtskräftig.

Gegen Benko laufen noch weitere Ermittlungen rund um den Zusammenbruch der Signa-Gruppe - in Österreich und anderen Ländern, darunter auch in Deutschland.

Dieses Thema im Programm: BR24 Radio | Nachrichten | 05.11.2026 | 18:15 Uhr

Originally published byTagesschau
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