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Freie Wähler beraten nach Aiwangers Tod über weiteres Vorgehen
Nach dem plötzlichen Tod von Hubert Aiwanger ist die Bestürzung über Bayerns Grenzen hinaus groß. Die Freien Wähler müssen sich jetzt neu aufstellen - denn Aiwanger war die zentrale Figur seiner Parte
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Nach Aiwangers Tod Wie geht es bei den Freien Wählern weiter? Stand: 05.11.2026 • 13:38 Uhr
Nach dem plötzlichen Tod von Hubert Aiwanger ist die Bestürzung über Bayerns Grenzen hinaus groß. Die Freien Wähler müssen sich jetzt neu aufstellen - denn Aiwanger war die zentrale Figur seiner Partei.
Nach dem plötzlichen Tod des Freie-Wähler-Chefs und bayerischen Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger wollen Partei und Fraktion bis zum Wochenende über das weitere Vorgehen beraten. Bereits heute Abend treffen sich die Vorstandsgremien auf Bundes- und Landesebene, wie die Bundesvereinigung der Freien Wähler mitteilte. Die Partei sei auch weiterhin "voll handlungsfähig".
Am Wochenende sollen sich dann der Bundes- und der Landesvorstand Bayern sowie die bayerische Landtagsfraktion in München zusammensetzen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Man wolle die Arbeit "im Sinne von Hubert Aiwanger weiterführen", hieß es.
Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kündigte an, die gemeinsame Politik seiner Partei mit den Freien Wählern fortzusetzen. Er habe eng mit Aiwanger zusammengearbeitet, sagte der CSU-Chef. Gemeinsam hätten sie eine bürgerliche, liberal-konservative Politik gemacht. "Wir werden das auch mit den Freien Wählern in seinem Sinn, in unserem Sinn, so fortsetzen."
Ein für den 14. November geplanter Bundesparteitag, bei dem Aiwanger sich als Bundeschef der Freien Wähler wiederwählen lassen wollte, soll nach Angaben eines der stellvertretenden Bundesvorsitzenden auf das kommende Jahr verschoben werden.
Der überraschende Tod des Freie-Wähler-Chefs Aiwanger hat parteiübergreifend Bestürzung ausgelöst. mehr
2008 war Aiwanger mit seinen Freien Wählern erstmals in den bayerischen Landtag eingezogen und wurde deren Fraktionschef. Zehn Jahre später, 2018, schmiedeten CSU und Freie Wähler eine Koalition. Aiwanger wurde Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident.
Eine Zäsur war der Spätsommer 2023, als Aiwanger massiv in die Kritik geriet. Hintergrund war ein antisemitisches Flugblatt, das in seiner Schulzeit bei ihm gefunden worden war. Später sagte sein Bruder in einem Interview, er habe das Blatt verfasst. Das war kurz vor der Landtagswahl in Bayern. Die Regierungskoalition mit der CSU stand damals am Rand des Scheiterns. Aiwanger drohte der Rausschmiss. Dennoch feierte er bei der Wahl ein neues Rekordergebnis von 15,8 Prozent für die Freien Wähler.
Söder erklärte, er habe gestern Abend von seinem Innenminister von Aiwangers Tod erfahren. "Ich habe es, wie viele andere, nicht glauben können", so der Ministerpräsident. Aiwangers Tod reiße eine tiefe Lücke in die bayerische Politik, aber auch in die Herzen vieler Menschen. Er würdigte seinen langjährigen Stellvertreter als "echtes Mannsbild, starken Bayern, guten Wirtschaftsminister, aber auch einen warmherzigen Menschen".
Die Todesursache von Aiwanger ist noch unklar. Gestern Abend war der 55-Jährige leblos in einem Berliner Hotel gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Todesermittlungsverfahren ein. Noch heute soll Aiwangers Leiche obduziert werden.
Dieses Thema im Programm: Das Erste | tagesschau | 05.11.2026 | 20:00 Uhrtagesschau24 | Nachrichten | 05.11.2026 | 11:00 UhrBR24 Radio | Nachrichten | 05.11.2026 | 12:34 Uhr