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EZB-Chefin Lagarde tritt im Februar vorzeitig zurück
Gerüchte gab es bereits länger, nun ist es bestätigt: EZB-Chefin Lagarde gibt ihren Posten vorzeitig im Februar auf. So kann über die Nachfolge noch vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich entschie
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Notenbank EZB-Chefin Lagarde tritt im Februar vorzeitig zurück Stand: 29.10.2026 • 13:51 Uhr
Gerüchte gab es bereits länger, nun ist es bestätigt: EZB-Chefin Lagarde gibt ihren Posten vorzeitig im Februar auf. So kann über die Nachfolge noch vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich entschieden werden.
Christine Lagarde tritt vorzeitig als Präsidentin der Europäischen Zentralbank ab. Die Französin gibt ihren Posten zum 7. Februar 2027 auf, teilte die EZB mit. Die achtjährige Amtszeit von Lagarde wäre Ende Oktober 2027 zu Ende.
Die Staats- und Regierungschefs der 21 Eurostaaten sind nun gefordert, die Nachfolge der Französin früher zu regeln. Der Abtritt Lagardes ermöglicht es dem scheidenden französischen Präsidenten Emmanuel Macron und Kanzler Friedrich Merz (CDU), noch vor der Wahl in Frankreich die Neubesetzung eines der wichtigsten Spitzenposten in Europa zu klären.
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Lagardes Rückzug kommt nicht überraschend, Gerüchte um einen vorzeitigen Abtritt gibt es schon lange. Bereits im Februar 2026 hatte die Financial Times berichtet, Lagarde wolle sich vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich im April 2027 zurückziehen. Hintergrund seien Sorgen, dass eurokritische Rechtspopulisten um Marine Le Pen die Wahlen in der zweitgrößten Euro-Volkswirtschaft gewinnen könnten, was die Neubesetzung der EZB-Spitze erschweren könnte.
Macron darf bei der Präsidentschaftswahl nicht erneut antreten. Im September bestätigte Lagarde in einem Interview erstmals selbst Überlegungen, sie könnte bei der EZB "ein paar Monate" früher abtreten. Immer wieder wurde zuletzt über einen Wechsel Lagardes zum Weltwirtschaftsforum spekuliert.
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EU-Ratspräsident António Costa dankte Lagarde für ihre Verdienste: "Europa hat von ihrer Führung in unsicheren Zeiten und ihrem unerschütterlichen Engagement für das europäische Projekt sehr profitiert", sagte er. Um einen reibungslosen Übergang an der EZB-Spitze zu gewährleisten, werde das Verfahren für Lagardes Nachfolge noch heute eingeleitet.
Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) würdigte Lagardes Verdienste. Sie habe die EZB in herausfordernden Zeiten souverän geführt. "Die Stabilität des Euro und die Unabhängigkeit der Zentralbank waren bei ihr in guten Händen." Die Nachfolge soll Merz zufolge in den kommenden zwei Monaten geklärt werden. "Jetzt beginnt der im EU-Vertrag vorgesehene Besetzungsprozess, den wir im Kreis der Staats- und Regierungschefs der Eurozone bis zum Jahresende abschließen werden."
Für die Lagarde-Nachfolge hat sich Bundesbank-Präsident Joachim Nagel ins Spiel gebracht. Europas größte Volkswirtschaft Deutschland stellte in der mehr als 25-jährigen Geschichte der Notenbank noch nie die EZB-Spitze. Als Favoriten für die Lagarde-Nachfolge gelten allerdings der frühere niederländische Zentralbankchef Klaas Knot und der Spanier Pablo Hernández de Cos, der Chef der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich ist.
EZB-Direktorin Isabel Schnabel, die ebenfalls Interesse an Lagardes Nachfolge angemeldet hatte, wechselt Anfang Januar 2027 zum Internationalen Währungsfonds (IWF) nach Washington.
Dieses Thema im Programm: tagesschau24 | Nachrichten | 29.10.2026 | 11:00 Uhr