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Digitalgipfel in Berlin: Merz fordert mehr digitale Souveränität

In Sachen KI hängt Deutschland international hinterher. Bei einem Digitalgipfel in Berlin forderte Kanzler Merz daher einen schnellen und energischen Ausbau der KI-Fähigkeiten. Doch viel Zeit bleibe d

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Digitalgipfel in Berlin Deutschland soll zur "KI-Nation 2030" werden Stand: 02.11.2026 • 19:33 Uhr

In Sachen KI hängt Deutschland international hinterher. Bei einem Digitalgipfel in Berlin forderte Kanzler Merz daher einen schnellen und energischen Ausbau der KI-Fähigkeiten. Doch viel Zeit bleibt dafür nicht mehr, sagen Experten.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat im internationalen KI-Wettbewerb für mehr Geschwindigkeit in Deutschland und Europa geworben. "Wir können und ich finde, wir müssen in Deutschland und in Europa viel schneller und besser darin werden, digitale Technologien zu entwickeln und sie auch wirklich zu nutzen", sagte Merz beim Digitalgipfel der Bundesregierung in Berlin. "Wir müssen, wir wollen Spitzenreiter werden."

Er kündigte eine Doppelstrategie an: Kurzfristig solle die Entwicklung industriell nutzbarer KI-Modelle gefördert werden, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern. Parallel dazu werde die Forschung an KI-Modellen der Zukunft, etwa im Bereich der physischen KI, vorangetrieben.

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Ziel sei es, technologische Abhängigkeiten - von den Tech-Riesen in den USA und China - zu reduzieren. Dabei setzt Merz auf internationale Kooperation, etwa mit Frankreich und Kanada, um Wissen zu teilen und Lieferketten zu diversifizieren.

Die Regierung will vor allem die industrielle KI vorantreiben - also die Anwendung in Unternehmen und Fabriken. KI werde die Arbeitswelt fundamental verändern und die Produktivität verbessern, sagte Merz. Es gebe zwar Risiken, mit denen dürfe man aber nicht ängstlich umgehen. "Wenn wir uns dieser Technologie verweigern, ist der Abstieg vorprogrammiert."

Er mahnte allerdings auch, dass die Entwicklung Künstlicher Intelligenz sich an menschlichen Werten orientieren müsse. Er sprach sich daher für eine Technologie-Politik aus, die "im Einklang mit unseren Werten und Sicherheitsinteressen" durchgesetzt werden müsse.

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Bei der zweitägigen Konferenz beraten Regierungsvertreter, Experten und Tech-Unternehmer aus verschiedenen Ländern über Chancen, Risiken und Auswirkungen von KI. Nach Erwartung der Bundesregierung werden die nächsten eineinhalb Jahre darüber entscheiden, ob Deutschland im internationalen KI-Wettbewerb den Anschluss hält.

Deshalb war im Sommer eine KI-Taskforce unter Leitung des Digitalministeriums vom Nationalen Sicherheitsrat der Bundesregierung eingesetzt worden. Ihr Papier gibt als Ziel aus, Deutschland bis 2030 zur "KI-Nation" zu machen, zahlreiche Zielvorgaben werden gemacht, damit Deutschland vorn mitspielen kann.

So sollen bis 2030 mindestens 80 Prozent der Großunternehmen und 55 Prozent der kleineren und mittleren Unternehmen KI einsetzen, die Zahl der KI-Start-ups soll sich verdreifachen, und der Anteil der Wirtschaftsleistung, der KI-basiert erwirtschaftet wird, soll mehr als zehn Prozent betragen.

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Doch laut den Experten drängt die Zeit: Deutschland drohe "trotz einer starken Ausgangsposition insbesondere in der Forschung" in eine Situation zu geraten, in der sich der Abstand zu den führenden KI-Standorten USA und China stetig vergrößere.

"Das Zeitfenster, um diesen Abstand zu verringern, schließt sich bald", heißt es im Abschlussbericht der KI-Taskforce, der beim Digitalgipfel vorgelegt wurde. Die nächsten zwölf bis achtzehn Monate seien für die Weichenstellung entscheidend.

Dieses Thema im Programm: tagesschau24 | Nachrichten | 02.11.2026 | 14:00 Uhr

Originally published byTagesschau
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