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Berliner Linke stimmt für Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit Grünen und SPD
In Berlin hat sich nach Grünen und SPD nun auch die Linke für Koalitionsverhandlungen ausgesprochen. Auf einem Parteitag stimmte eine klare Mehrheit dafür. Sechs Wochen nach der Wahl können die Gesprä
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Nach Wahl in Berlin Linke stimmt für rot-grün-rote Koalitionsgespräche Stand: 31.10.2026 • 17:39 Uhr
Sechs Wochen nach der Wahl in Berlin ist der Weg frei für rot-grün-rote Koalitionsverhandlungen: Nach Grünen und SPD stimmte nun auch ein Parteitag der Linken dafür. Am Montag sollen die Gespräche beginnen.
Die Berliner Linke hat für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit Grünen und SPD gestimmt. Auf einem Landesparteitag gab es bei wenigen Gegenstimmen und Enthaltungen eine breite Zustimmung der Delegierten.
Grüne und SPD hatten sich bereits in der Vorwoche dafür entschieden. Die Koalitionsgespräche sollen am Montag beginnen.
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Das angepeilte Dreierbündnis in der Hauptstadt unter Führung der Linken sorgt seit Wochen bundesweit für Kontroversen. Linke-Fraktionschefin Elif Eralp betonte auf dem Parteitag ihren Willen, allen Widerständen zum Trotz Regierende Bürgermeisterin ihrer Partei in Berlin zu werden. "Wir werden uns nicht kleinkriegen lassen. Und ich werde nicht aufgeben", sagte sie.
Selbst Kanzler Friedrich Merz (CDU) versuche, die Sondierungspartner Grüne und SPD zu "erpressen", damit es keine rot-grün-rote Regierung in Berlin gebe, so Eralp weiter, aber die Linke werde diese "Angriffswelle" überstehen. "Die Menschen in dieser Stadt haben uns für Veränderungen gewählt, und wir werden sie umsetzen."
Berliner Linke stimmt für Koalitionsverhandlungen mit Grünen und SPD, Andreas König, ARD Berlin tagesschau, Das Erste, 31.10.2026 • 17:00 Uhr Vergesellschaftung im Sondierungspapier Bei der Abgeordnetenhaus-Wahl am 20. September war die Linke mit 25,7 Prozent stärkste Kraft geworden. Es folgen CDU (18,8 Prozent), AfD (16,3 Prozent), Grüne (14,3 Prozent) und SPD (12,1 Prozent). Die bisher regierende CDU/SPD-Koalition hat ihre Mehrheit verloren.
Basis für die rot-grün-roten Koalitionsverhandlungen ist ein vor zwei Wochen vorgelegtes Sondierungspapier der drei Parteien. Bundesweit am umstrittensten dürfte das dort verankerte Vorhaben sein, etwa 160.000 Wohnungen aus dem Besitz von fünf Konzernen zu vergesellschaften. Eine solche Überführung in Gemeineigentum gegen Entschädigung, die im Grundgesetz vorgesehen ist, wäre in Deutschland bislang einmalig.
Wirtschaftsverbände machen Front gegen die Pläne. Die schwarz-rote Bundesregierung will sie mit einem neuen Gesetz stoppen.
Die Regierungsbildung in Berlin wird erneut von einer Debatte über die Linkspartei überschattet. mehr
Der bisherige Prozess der Regierungsbildung wurde durch eine Debatte um ein konsequentes Vorgehen gegen Antisemitismus erschwert. Auslöser waren mehrere Vorfälle in den Reihen der Linken.
Schon vor Beginn ihrer Sondierungen hatten sich Linke, Grüne und SPD auf eine gemeinsame Erklärung über Antisemitismus, das Existenzrecht Israels und den Schutz jüdischen Lebens verständigt. Sie soll in den Koalitionsvertrag aufgenommen werden. Angedacht sind bei Verstößen gegen die vereinbarten Grundsätze Sanktionen bis hin zum Fraktionsausschluss.
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