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Aiwanger starb laut ersten Erkenntnissen ohne Fremdverschulden
Einen Tag nach dem plötzlichen Tod des Freie-Wähler-Chefs Aiwanger liegen erste Ermittlungsergebnisse vor. Für ein Fremdverschulden gibt es demnach keine Anhaltspunkte. Die Freien Wähler müssen sich j
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Tod von Aiwanger Laut Ermittlern kein Hinweis auf Fremdverschulden Stand: 05.11.2026 • 16:25 Uhr
Einen Tag nach dem plötzlichen Tod des Freie-Wähler-Chefs Aiwanger liegen erste Ermittlungsergebnisse vor. Für ein Fremdverschulden gibt es demnach keine Anhaltspunkte. Die Freien Wähler müssen sich jetzt neu aufstellen.
Einen Tag nach dem plötzlichen Tod von Bayerns Wirtschaftsminister und Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger liegt das vorläufige Ergebnis der Obduktion vor. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin mitteilte, starb der 55-Jährige ohne Fremdverschulden. Dafür habe es keine Anhaltspunkte gegeben. Es stünden allerdings noch weitere gerichtsmedizinische Untersuchungen an. Die Ermittlungen dauerten an.
Aiwanger war am Mittwoch leblos in einem Berliner Hotelzimmer gefunden worden. Der 55-Jährige war in der Stadt, um das neue Hauptstadtbüro der Freien Wähler zu eröffnen, fehlte aber bei der Veranstaltung.
Aiwangers Tod löste über alle Parteigrenzen hinweg Bestürzung aus. "Ich bin echt schockiert und auch getroffen", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, der seit 2018 die Koalition aus CSU und Freien Wählern anführt. Aiwangers Tod reiße eine tiefe Lücke in die bayerische Politik und in die Herzen vieler Menschen. Söder kündigte an, er wolle die gemeinsame Politik seiner Partei mit den Freien Wählern fortsetzen.
Im Prinz-Carl-Palais in München soll von Freitag an ein Kondolenzbuch ausliegen. Söder ordnete Trauerbeflaggung an allen staatlichen Dienstgebäuden an.
Trauer um Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger - Achim Wendler, BR tagesschau24, 05.11.2026 • 18:00 Uhr 05.11.2026
Der überraschende Tod des Freie-Wähler-Chefs Aiwanger hat parteiübergreifend Bestürzung ausgelöst. mehr
Die Freien Wähler, deren prominentestes Gesicht Aiwanger war, brauchen nun einen neuen Landes- und Bundesvorsitzenden. Als Landeschef war Aiwanger erst vor einem Jahr wiedergewählt worden. Als Bundesvorsitzender wollte er sich eigentlich übernächstes Wochenende erneut im Amt bestätigen lassen.
Ein für den 14. November geplanter Bundesparteitag wurde verschoben. Partei und Fraktion wollen bis zum Wochenende über das weitere Vorgehen beraten.
Im bayerischen Wirtschaftsministerium wird vertretungsweise Staatssekretär Tobias Gotthardt die Amtsgeschäfte übernehmen - so ist es in der Geschäftsordnung der Staatsregierung geregelt. Ob und wann die Freien Wähler ihre Posten nach- oder umbesetzen, ist noch unklar. Gotthardt werde umgehend von einer Delegationsreise aus Singapur nach Bayern zurückkehren, teilte das Wirtschaftsministerium mit.
Formal muss ein neuer Minister oder eine neue Ministerin von Söder berufen werden, der Landtag muss zustimmen.
Nach dem überraschenden Tod von Aiwanger müssen sich die Freien Wähler neu aufstellen. mehr
Aiwanger war seit 2006 Landes- und seit 2010 auch Bundesvorsitzender der Freien Wähler. 2008 war er mit seiner Partei erstmals in den bayerischen Landtag eingezogen und wurde deren Fraktionschef. Zehn Jahre später, 2018, schmiedeten CSU und Freie Wähler eine Koalition. Aiwanger wurde Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident.
Eine Zäsur war der Spätsommer 2023, als Aiwanger massiv in die Kritik geriet. Hintergrund war ein antisemitisches Flugblatt, das in seiner Schulzeit bei ihm gefunden worden war. Später sagte sein Bruder in einem Interview, er habe das Blatt verfasst. Das war kurz vor der Landtagswahl in Bayern. Die Regierungskoalition mit der CSU stand damals am Rand des Scheiterns. Aiwanger drohte der Rausschmiss. Dennoch feierte er bei der Wahl ein neues Rekordergebnis von 15,8 Prozent für die Freien Wähler.
Dieses Thema im Programm: tagesschau24 | 05.11.2026 | 09:00 UhrDas Erste | tagesschau | 05.11.2026 | 16:00 UhrDas Erste | tagesschau | 05.11.2026 | 20:00 Uhr