Germany · taz · · 3h
Workshop der panterstiftung: Afrika sucht Partner – Europa sucht sich selbst
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D ie Klagen über Niedergang und Verfall hierzulande lassen die globalen Maßstäbe leicht in Vergessenheit geraten. Dabei ist die Wirtschaftsleistung Deutschlands allein heute etwa 1,5-mal so groß wie jene Afrikas – obwohl dort 20-mal mehr Menschen leben. Die EU erwirtschaftet sogar etwa das Achtfache – bei nur gut einem Viertel der Einwohnerzahl. Welche Verpflichtungen stecken in diesem Reichtum? Und welche enormen Möglichkeiten eröffnet er für eine Partnerschaft mit dem afrikanischen Kontinent: für die Bekämpfung von Armut, die grüne Transformation und nachhaltige Entwicklung?
Doch Europas hochnervöse Gesellschaften sind heute vor allem mit sich selbst beschäftigt: Sie haben Angst vor Russland, fühlen sich von den USA verlassen, sind gespalten durch den Aufstieg der Rechtsextremen, überwältigt von der Klimakrise und überfordert mit Migration.
Für eine Nachbarschaftspolitik, die Europas und Afrikas Zukunft gemeinsam gestaltet, fehlen Mut und Kraft. Andere Akteure füllen dieses Vakuum: Russland mit Militärkooperation, China mit Infrastruktur, die Golfmonarchien mit Investitionen. Oder sie wenden sich ab – wie die USA.
Am 5. Afrika-Workshop der taz panterstiftung nehmen Kolleg:innen aus 16 Ländern Afrikas teil. Dabei entstand auch ein 64-seitiges, aufwändig gestaltetes Magazin. Es kann ab sofort bestellt werden per Mail an stiftung@taz.de unter dem Betreff „Afrika-Magazin“ und Angabe Ihres Namens und Ihrer Postadresse. Vielen Dank!
Die Texte des Magazins erscheinen auch hier auf taz.de.
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Seit April 2026 haben Print-, TV- und Radiojournalist:innen aus 16 afrikanischen Ländern beim 5. taz Panter Afrika Workshop darüber nachgedacht, wie sich das Verhältnis ihres Kontinents zu den großen Mächten der Welt verändert. Sie haben auf ihre eigenen Länder geschaut und gefragt: Welche Chancen bieten neue Kooperationen? Welche Gefahren entstehen durch neue Abhängigkeiten? Und welche Rolle wünschen sie sich von Europa?
Durch Spenden an die taz panterstiftung werden unabhängige und kritische Journalist:innen vor Ort und im Exil im Rahmen der Projekte „Tagebuch Krieg und Frieden“ sowie „Unser Fenster nach Russland, Belarus und in andere postsowjetische Länder“ finanziell unterstützt. Am letzten Tag jedes Monats erscheint unser Podcast "Freie Rede", in dem Stimmen aus Projekten der Stiftung zu Wort kommen.
Die dabei entstandenen Texte mit ihren Antworten finden Sie hier gesammelt auf taz.de und gedruckt in der neuen Ausgabe des transcontinental-Magazins, das sie ab sofort bestellen können.
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Source: taz