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Tot im Hotel gefunden: Freie-Wähler-Chef Aiwanger ist tot
Der bayerische Politiker Hubert Aiwanger ist tot in seinem Hotelzimmer in Berlin-Mitte gefunden worden. Ein Todesermittlungsverfahren ist eingeleitet. mehr...
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dpa |/epd Die Berliner Staatsanwaltschaft bestätigt, dass Bayerns Wirtschaftsminister und Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) tot in einem Berliner Hotel gefunden worden ist. Er sei am frühen Abend in seinem Zimmer im Hotel Neuer Fritz in der Nähe vom Bahnhof Friedrichstraße entdeckt worden.
„Die konkrete Auffindesituation kann aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit noch nicht preisgegeben werden“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. In dem Hotel laufen die Ermittlungsarbeiten, wie etwa die Spurensuche, gegebenenfalls gibt es auch eine Zeugenbefragung. Nach dem Abtransport der Leiche werde voraussichtlich eine Obduktion angeordnet.
Staatsanwaltschaft und die Mordkommission des Landeskriminalamts Berlin haben ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. „Ziel des Todesermittlungsverfahrens ist es, die konkrete Todesursache und den Hergang des Todes herauszufinden sowie ein mögliches Fremdverschulden auszuschließen“, hieß es in einer Mitteilung.
Wie die dpa erfuhr, hätte Aiwanger am Nachmittag bei der Eröffnung eines Hauptstadtbüros der Freien Wähler, deren Bundes- und Landesvorsitzender er ist, eine Rede halten sollen. Er habe sich aber aus gesundheitlichen Gründen abgemeldet und vertreten lassen. Später sei er nicht mehr erreichbar gewesen und schließlich leblos in seinem Zimmer entdeckt worden.
Aiwanger hinterlässt seine Lebensgefährtin, die Regensburger Landrätin Tanja Schweiger (Freie Wähler), und zwei gemeinsame Kinder.
In der bayerischen Politik sorgt der Tod des stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger für Bestürzung: Es sei „eine absolute Tragödie“, schrieb Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am späten Mittwochabend im Netzwerk X: „Wir sind alle zutiefst geschockt. Unsere Gedanken sind nun zuerst bei seiner Familie und seinen Kindern. Wir trauern mit ihnen und beten für sie.“
Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) schrieb auf X, dass sie tief bestürzt und fassungslos sei. Aiwanger sei mitten aus dem Leben gerissen worden: „Ein großer Verlust für Bayern.“ Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, Katharina Schulze, äußerte sich auf X in einer ersten Reaktion ebenfalls betroffen: „Mein tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Angehörigen und allen, die ihm nahestanden. Ich wünsche ihnen in dieser schweren Zeit viel Kraft, Zusammenhalt und Trost.“
Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt (Freie Wähler), der sich derzeit auf einer Delegationsreise in Singapur befindet, kündigte an, umgehend nach Bayern zurückzukehren. „Die Nachricht von Huberts plötzlichem Tod trifft mich zutiefst, ist für uns alle unbegreifbar“, erklärte er.