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Kinder fragen, die taz antwortet: Warum können Pflanzen die Samen selber machen?
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Neben uns Menschen gibt es noch viele andere Lebewesen, mit denen wir uns die Erde teilen. Darunter sind natürlich auch die Pflanzen, die ganz unterschiedliche Formen und Farben haben können. Auch sie atmen, wachsen und vermehren sich. Wie genau sie das alles machen, unterscheidet sich aber grundlegend von uns Menschen.
Die meisten Pflanzen sind durch ihre Wurzeln nämlich an einen Ort gebunden. Sie können also nicht irgendwo hingehen, um sich zu ernähren oder um sich zu vermehren. Trotzdem entstehen viele neue Pflanzen an zahlreichen Orten. Wie funktioniert das, wenn sie sich gar nicht fortbewegen können, so wie wir?
Dafür muss man wissen: Pflanzen sind männlich, weiblich oder sogar beides. Pflanzen mit männlichen Merkmalen besitzen sogenannte Staubblätter, die Blütenstaub – man nennt ihn „Pollen“ – herstellen. Wenn Bienen oder Hummeln in einer solchen Blüte landen, bleiben diese Pollen an ihnen kleben. Fliegen die Bienen weiter, nehmen sie die Pollen mit. Manchmal weht auch einfach nur Wind und trägt den Blütenstaub weiter. So können sie zu den weiblichen Blüten gelangen. Das Wort dafür ist Fremdbestäubung.
Viele weibliche Blüten haben in der Mitte ein längliches Ding, das heißt Stempel. Wenn die männlichen Pollen hier ankommen, wandern sie einen Schlauch hinunter bis ins Innere der Pflanze. Dort können sie sich mit einer weiblichen Eizelle verbinden – daraus entwickelt sich ein Samen.
Dieser Text erschien zuerst in der wochentaz, unserer Wochenzeitung von links!
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Was spannend ist: Manche Pflanzen besitzen nur weibliche oder nur männliche Pflanzenteile. Es gibt aber auch sehr viele Pflanzen, die beides haben, sie sind also männlich und weiblich zugleich. Diese Pflanzen nennt man Zwitter. Sie können ganz allein ihre Samen herstellen. Dafür muss auch hier der Pollen auf die weibliche Blüte gelangen. Und das kann alles auf derselben Pflanze passieren. Tomatenpflanzen mit ihren gelben Blüten sind zum Beispiel Zwitter – vielleicht wachsen die ja in deinem Garten. Sie können sich selbst bestäuben. Wenn du die Tomate aufschneidest, sieht du im Inneren ihre Samen.
Samen bestehen aus einer Samenschale, aus Nährstoffen und aus einem Keimling. Das ist so etwas wie ein Pflanzenbaby. Es keimt dann, wenn es ausreichend Licht, Wasser, Wärme und Sauerstoff gibt. Viele Pflanzen überleben den Winter nicht. Aber wenn es im Frühjahr wieder schön wird, kann aus ihrem Samen eine neue Pflanze wachsen.
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Source: taz