Faultline Faultline Kommando 161

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Grönland-Abkommen: Nicht klein beigeben

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N och wissen nur Eingeweihte, was genau kommende Woche in New York feierlich unterzeichnet werden soll. Während die Welt auf Details zum neuen Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten, Dänemark und Grönland wartet, vernimmt sie jedenfalls von den Beteiligten nichts als Begeisterung über das Erreichte. Das Abkommen gebe den USA alles, was sie gewollt hätten, so der US-Präsident. Es werde für die nötige Sicherheit im geopolitisch sensiblen Nordatlantik sorgen, während es zugleich die Souveränität Dänemarks und das Selbstbestimmungsrecht Grönlands garantiere, betonen die nordischen Vertragspartner. Ebenfalls das, was sie von Anfang an gewollt hätten.

Diese Einigung ist offenkundig ein Grund zur Freude, aber zugleich bleibt die Frage: Hätte man das nicht billiger haben können? Wozu die weltpolitische Verunsicherung, ausgelöst von Donald Trumps Macho-Allüren, sich Grönland einverleiben zu wollen? Vielleicht hätte es gereicht, wäre er nach Kopenhagen und Nuuk gereist, um zu sagen: Wir müssen über Grönland reden. Mehr Staatsmann, weniger Bulldozer – in Zukunft vielleicht wieder.

Aber immerhin ist es möglich, Trumps Vorgehen in diesem Fall etwas Positives abzugewinnen: Angesichts der Bedrohung von außen sah sich Dänemark gezwungen, einen Gang zuzulegen bei den Bemühungen um ein besseres Verhältnis zur ehemaligen Kolonie. Am Ende könnte Grönland deshalb sogar auf mehreren Ebenen profitiert haben. Der Preis allerdings war hoch. Die Menschen dort mussten zu lange mit der latenten Angst leben, dass erneut über ihre Köpfe hinweg über ihr Schicksal entschieden wird.

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Was Nuuk und Kopenhagen gemeinsam gezeigt haben: Es zahlt sich aus, sich von einem anscheinend übermächtigen Gegenspieler nicht einschüchtern zu lassen. Die konsequente Standfestigkeit gegenüber Trump könnte, das wäre ein weiterer positiver Nebeneffekt, anderen Mobbingopfern als Vorbild dienen.

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Source: taz