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Dritter Jahrestag des 7. Oktober: Israel gedenkt der Opfer des Hamas-Großangriffs

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Am dritten Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel vom 7. Oktober 2023 haben die Menschen in dem Land der Opfer gedacht. Am Gedenkort des Nova-Musikfestivals nahe des Kibbuz Re'im im Süden des Landes hielten die Anwesenden um genau 06.29 Uhr, dem Beginn der Massaker vor drei Jahren, eine Schweigeminute ab und neigten inmitten der Porträts ihrer getöteten Familienangehörigen und Freunde ihre Köpfe. Landesweit sind am Mittwoch mehrere Gedenkveranstaltungen geplant – neben Re'im unter anderem in dem von den Islamisten überfallenen Kibbuz Kfar Aza nahe der Grenze zum Gazastreifen.

Bei den Massakern am 7. Oktober 2023 töteten die Islamisten und ihre Verbündeten 1.221 Menschen und verschleppten 251 Opfer als Geiseln in den Gazastreifen. Allein beim Nova-Festival töteten sie mindestens 370 Menschen und nahmen 44 Geiseln. Israel reagierte mit einem massiven Vorgehen im Gazastreifen, bei dem nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums mehr als 74.200 Menschen getötet wurden. Trotz einer im Oktober vergangenen Jahres vereinbarten Waffenruhe greift die israelische Armee weiterhin Ziele im Gazastreifen an. (afp)

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) betont am Jahrestag des Überfalls der Terrorgruppe Hamas am 7. Oktober 2023 Deutschlands Unterstützung für Israel. „Deutschland steht fest an der Seite Israels. Unsere israelischen Freunde können auf unseren Einsatz zählen, damit sich ein solches Verbrechen niemals wiederholt“, sagte der Kanzler. „Wir stehen für die Sicherheit und Existenz Israels ein – das ist Lehre aus der Schoah und Teil deutscher Identität.“ Es müsse nun darum gehen, ein Fundament für eine neue Ordnung zu legen, in der Israelis, Palästinenser und ihre Nachbarn in Frieden und Sicherheit leben können. „Unserer Überzeugung nach ist dieses Ziel am besten durch die Gründung eines palästinensischen Staates an der Seite Israels zu erreichen“, sagte Merz.

Der Bundeskanzler sprach auch über Antisemitismus in Deutschland. „In Deutschland erleben wir heute einen zunehmenden Antisemitismus, der viel zu oft unwidersprochen bleibt. Die Bundesregierung wird alles in ihrer Macht Stehende tun, um Antisemitismus in all seinen neuen und alten Formen konsequent zu bekämpfen.“ Jüdinnen und Juden müssten in ganz Deutschland ohne Angst leben können. „Und wir treten denjenigen entgegen, die das Existenzrecht Israels relativieren oder gar infrage stellen. Nicht nur am 7. Oktober, sondern jeden Tag“, sagte Merz. (dpa)

Drei Jahre nach dem Beginn des Nahost-Kriegs hat UN-Generalsekretär António Guterres einen permanenten Waffenstillstand gefordert. Ein stabiler Waffenstillstand zwischen der Terrorgruppe Hamas und Israel müsse zu Frieden und Wiederaufbau führen, erklärte Guterres am Montag (Ortszeit) in New York. Seit Oktober 2025 herrscht nur eine sehr brüchige Waffenruhe zwischen der Hamas und Israel. Guterres verurteilte den Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 als abscheulich. Die Gewalt mit mehr als 1.200 Getöteten könne durch nichts gerechtfertigt werden.

Der UN-Generalsekretär verurteilte auch die Entführung von rund 250 Menschen aus Israel durch die Hamas, viele der Geiseln wurden getötet. Er beklagte zudem das „unermessliche Leid“, das den Palästinensern im Gazastreifen durch die Militäroffensive Israels zugefügt worden sei. Nach Angaben von UN-Organisationen haben israelische Angriffe mehr als 70.000 Menschen, darunter 20.000 Kinder, das Leben gekostet. Mehr als 100.000 Menschen seien verletzt worden. Nahezu alle der 2,1 Millionen Einwohner des Gazastreifens wurden vertrieben, und ein Großteil des Gebiets liegt in Trümmern. (epd)

Mit einem gemeinsamen Gebet wollen Geistliche verschiedener Religionen der Opfer des Terrorangriffs der islamistischen Hamas auf Israel gedenken und eine Friedensbotschaft senden. Rabbiner Andreas Nachama, Pfarrerin Marion Gardei und Imam Kadir Sanci des interreligiösen Projekts House of One werden am Mittwoch (18.00 Uhr) gemeinsam mit dem evangelischen Bischof Christian Stäblein und dem katholischen Erzbischof Heiner Koch in der Gedächtniskirche in Berlin beten, wie sie mitteilten.

„Unsere Religionen teilen die Botschaft des Friedens und der Nächstenliebe.“, erklärte Imam Sanci anlässlich des dritten Jahrestages des Massakers. „Jüdische, muslimische, christliche und andere Menschen müssen sich die Hände reichen, damit das Leid ein Ende findet.“ Man wolle ein Zeichen des friedlichen Miteinanders senden, ergänzte Rabbiner Nachama. „Diese Spirale der Gewalt muss gestoppt werden.“ Die Opfer des Hamas-Überfalls in Israel seien auch eine Mahnung, sich gegen Hass und Feindschaft zu engagieren, betonte Pfarrerin Gardei. „Wir wollen für ein friedliches und freundschaftliches Verhältnis zwischen den Kulturen und Religionen eintreten. Auch in unserer Stadt.“ (dpa)

Außenminister Johann Wadephul sagte auf Instagram, an dem Tag habe die Hamas den „größten Massenmord an Juden seit dem Holocaust“ begangen. Der 7. Oktober teile die Zeit für viele Jüdinnen und Juden in ein „Davor“ und ein „Danach“. „Dieser Tag war der Anfang eines schier endlosen Martyriums hunderter Geiseln und ihrer Familien“, sagte der CDU-Politiker. Wadephul betonte, er sei sich zugleich schmerzhaft bewusst, dass es einen „entsetzlichen Anstieg von Antisemitismus“ gebe, auch in Deutschland. Dem stelle sich diese Bundesregierung, stelle er sich, mit Entschlossenheit entgegen. Es sei aber auch Aufgabe nicht nur der Politik, sondern des Gemeinwesens, sicherzustellen, dass jüdisches Leben überall sicher und selbstverständlich sei. „Ja, es ist beschämend, wie viel hier noch zu tun bleibt. In Deutschland und weltweit“, stellte Wadephul fest. (kna)

Mit Gedenkveranstaltungen und einem Gottesdienst wird in Berlin, aber auch in anderen deutschen Städten, heute an den Terrorangriff der Hamas auf Israel vor drei Jahren erinnert. Beim zentralen Gedenken sprechen am Nachmittag (15.00 Uhr) der israelische Botschafter Ron Prosor und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Der Bundestag debattiert am Nachmittag über den Schutz jüdischen Lebens in Deutschland. Auf das Brandenburger Tor wird anlässlich des dritten Jahrestages vom Abend bis Mitternacht die Fahne Israels projiziert. (dpa)

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, kritisiert, dass sich einige antisemitische Parolen in Deutschland bislang nicht strafrechtlich verfolgen lassen. In einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Mittwoch) fordert er am dritten Jahrestag des Hamas-Überfalls aufs Israel eine Änderung des Strafrechts. „Wir brauchen eine Ergänzung unseres Rechts, die den gegenwärtigen Antisemitismus als das adressiert, was er ist: ein andauernder Angriff auf jüdisches Leben“, schreibt Schuster. Drei Jahre nach dem Terroranschlag der Hamas auf Israel sei „der Judenhass in neuem Gewand zurückgekehrt“ und äußere sich in antisemitischen Zahlencodes, Wortspielen oder Parolen wie „From the River to the Sea“.

Das bisherige Recht kenne nur den „alten Antisemitismus“, schreibt Schuster. Das greife bei den aktuellen alltäglichen Angriffen auf Jüdinnen und Juden ins Leere. Der 72-Jährige fordert deshalb von der Politik zu präzisieren, „dass es auf die ausdrückliche Nennung der betroffenen Gruppe nicht ankommen kann, wenn sich die Angriffsrichtung einer Äußerung für jeden verständigen Menschen dieses Landes als Angriff auf Jüdinnen und Juden erschließt“. Zu häufig würden Verfahren eingestellt werden, obwohl es offenkundig sei, dass es sich um antisemitische Hetze handele. Zudem verlangt Schuster, Hass gegen Juden in Israel oder anderen Ländern strafrechtlich nicht milder zu behandeln als Hass gegen Juden in Deutschland. Beides ziele auf „dieselben Menschen und entfalte dieselbe Wirkung“, schreibt er. (epd)

Anlässlich des dritten Jahrestages des Hamas-Überfalls auf Israel hat der Generalsekretär der CSU, Martin Huber, vor neuerlichem Antisemitismus in Deutschland gewarnt. „Der 7. Oktober ist ein bestürzendes Mahnmal dafür, worin Antisemitismus und Israel-Hass gipfeln können“, sagte Huber dem Nachrichtenportal t-online. „Es darf nicht den geringsten Zweifel daran geben, dass wir fest an der Seite des israelischen Volkes stehen.“ Das Existenzrecht Israels sei nicht verhandelbar. Huber betonte weiter, umso erschreckender sei es, dass in Deutschland Judenhass „wieder offen auf die Straßen getragen“ werde. „An einem Tag wie heute zeigt sich besonders, wie abstoßend der gefährliche Antisemitismus der Berliner Linken ist“, so Huber weiter. „Wir dulden keinen Hass gegen Jüdinnen und Juden in unserem Land.“ Für seine Partei sei klar, dass Deutschland Schutzgarant jüdischen Lebens sei. (kna)

Mit mehreren Gedenkveranstaltungen und einem Gottesdienst wird auch in Berlin am Mittwoch an den Terrorangriff der islamistischen Hamas auf Israel vor drei Jahren erinnert. Beim zentralen Gedenken sprechen am Nachmittag des Jahrestages (15.00 Uhr) der israelische Botschafter Ron Prosor und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) auf dem Bebelplatz an der Humboldt-Universität.

Am Abend ist ein religionsübergreifender Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Breitscheidplatz nahe dem Ku'damm geplant. Gestaltet wird er vom evangelischen Bischof Christian Stäblein, dem katholischen Erzbischof Heiner Koch und dem jüdischen Rabbiner Andreas Nachama. Auf das Brandenburger Tor wird anlässlich des dritten Jahrestages vom Abend bis Mitternacht die Fahne Israels projiziert. Außerdem gibt es den ganzen Tag lang zahlreiche weitere kleinere Gedenkveranstaltungen: ein Gebet in der zentralen Synagoge der Jüdischen Gemeinde, eine Installation der Jüdischen Studierendenunion am Pariser Platz, ein Gedenken der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Steglitz-Zehlendorf und ein stilles Erinnern des Bezirksamtes Lichtenberg.

Angekündigt sind allerdings auch zwei antiisraelische und propalästinensische Veranstaltungen, die sich gegen den Krieg Israels in Gaza mit Tausenden Toten richten. Am Nachmittag (16.00) soll in Mitte nahe dem Checkpoint Charlie eine Demonstration mit dem Titel „Drei Jahre Völkermord. Stoppt den Gaza Genozid. Stoppt den Krieg“ stattfinden. Abends ab 18.00 Uhr wollen zudem Demonstranten unter dem Titel „Down with Colonialism“ (deutsch: nieder mit Kolonisation) von Kreuzberg zum Hermannplatz in Neukölln ziehen. Angemeldet sind 150 Teilnehmer. Ursprünglich sollte der Startpunkt des Protestzugs am Schlesischen Tor sein. Die Polizei ordnete jedoch eine Verlegung zum Oranienplatz an, um eine örtliche Distanz zu möglichen Teilnehmern herzustellen, wie ein Polizeisprecher sagte.

Hintergrund sind Aufrufe im Internet mit Gewaltverherrlichungen. Die Polizei ermittelt deswegen. Der Terrorangriff der islamistischen Hamas wird dort als „Leuchtfeuer der Standhaftigkeit“ bezeichnet. Abgebildet ist dazu eine Planierraupe, die einen Zaun und Stacheldraht durchbricht. Mit solchen Planierraupen fuhren die Terroristen am 7. Oktober 2023 aus Gaza durch den Grenzzaun auf israelisches Gebiet, um dort die Massaker an Bewohnern und anderen Menschen zu verüben. (dpa)

Anlässlich des dritten Jahrestages des Hamas-Großangriffs auf Israel am 7. Oktober 2023 hat Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) vor einem Anstieg von Antisemitismus in Deutschland gewarnt. „An diesem Tag bin ich mir auch schmerzhaft bewusst, dass wir seitdem einen entsetzlichen Anstieg von Antisemitismus erleben. Auch in unserem Land“, sagte Wadephul in einem am Dienstag im Onlinedienst Instagram veröffentlichten Video.

Die Bundesregierung sowie er persönlich stellten sich diesem Antisemitismus „mit Entschlossenheit entgegen“, sagte Wadephul weiter. Antisemitismus sei ein Angriff auf „unser Gemeinwesen“, fuhr er fort. „Jede und Jeder bleibt aufgefordert, sich für den Zusammenhalt unseres Landes in seiner Gesamtheit einzusetzen.“ Daher bleibe es „unsere gemeinsame Aufgabe, sicherzustellen, dass jüdisches Leben in unserem Land überall sicher und überall selbstverständlich ist“, fügte der Bundesaußenminister hinzu. (afp)

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hat in Tel Aviv einen Kranz zum Gedenken an die Geiseln niedergelegt, die beim Terrorangriff der Hamas verschleppt und ermordet wurden. Der CDU-Politiker reiste aus Anlass des dritten Jahrestags des Terrorangriffs auf Israel in Berlins israelische Partnerstadt. Nach Angaben der Senatskanzlei traf Wegner sich dort mit Bürgermeister Ron Huldai zu einem Gespräch. Huldai begleitete Wegner auch zum Platz der Geiseln, Tel Avivs zentralem Ort für das Gedenken an den Terrorangriff. Huldai hatte Wegner eingeladen. Beide unterschrieben im Mai vergangenen Jahres im Roten Rathaus das Städtepartnerschaftsabkommen – Tel Aviv ist Berlins 19. Partnerstadt.

Am Mittwoch will Wegner weiter nach Jerusalem reisen. Anschließend ist vorgesehen, den Kibbuz Re'im zu besuchen sowie das Gelände des Nova-Musikfestivals an der Grenze zum Gazastreifen. Der Kibbuz und das Festival waren am 7. Oktober 2023 von den Hamas-Terroristen überfallen worden. Der Angriff der Hamas jährt sich zum dritten Mal. Wegner teilte mit: „Mir ist es deshalb wichtig, als Regierender Bürgermeister der Partnerstadt Berlin hier in Tel Aviv zu sein und an die Menschen zu denken, die das Leid miterlebt haben.“ Berlin stehe fest an der Seite Tel Avivs und fest an der Seite Israels. (dpa)

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Source: taz