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Automobilbranche: Deutsche Autoexporte sinken

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rtr | Die deutschen ‌Autoexporte sind in ‌den ersten sieben Monaten des Jahres spürbar gesunken. Es wurden rund 2,0 Millionen neue Pkws exportiert und damit mengenmäßig 4,0 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Wertmäßig sanken die Ausfuhren von Januar bis Juli um 8,9 Prozent auf 73,5 Milliarden Euro. Gleichzeitig stiegen die Importe neuer Pkws nach Deutschland mengenmäßig ‌um 16,0 Prozent auf rund 1,3 Millionen Fahrzeuge.

Wichtigste Abnehmerländer für deutsche Pkws waren das Vereinigte Königreich, die USA und Italien, auf die zusammen 32,7 Prozent und damit fast ein Drittel der Exporte entfielen. Der Rückgang bei den Ausfuhren zog sich durch alle Antriebsarten. Die Exporte von Autos mit Verbrennungsmotor sanken um 2,9 Prozent auf 1 Million Stück. Die Ausfuhren von reinen Elektroautos gingen ebenfalls um 2,9 Prozent auf 560.000 Stück zurück, während bei Hybridfahrzeugen ein Minus von 8,2 Prozent auf 380.000 Pkws verzeichnet ‌wurde.

Bei den Importen stieg China zum wichtigsten Lieferland auf. Mit 175.000 Pkws kamen 13,8 Prozent der importierten Neuwagen aus der Volksrepublik, was einem Anstieg von 120,9 Prozent gegenüber dem ⁠Vorjahreszeitraum entspricht. China verdrängte damit Tschechien (173.000 Pkws) und Spanien (157.000 Pkws) auf die Plätze zwei und drei. Getragen wurde der Importboom vor allem von Hybridfahrzeugen (+36,0 Prozent) und reinen Elektroautos (+66,3 Prozent), während die Einfuhr ‌von Verbrennern ‌um 9,0 Prozent zurückging.

Eine besondere Entwicklung zeigte sich im Geschäft ⁠mit den USA, dem zweitwichtigsten Exportmarkt. Dorthin sanken die Ausfuhren mengenmäßig um 2,6 Prozent und wertmäßig um 17,1 Prozent. Allerdings stiegen die ‌Exporte von Pkws mit Verbrennungsmotor in die ‌USA um 31,7 Prozent an. Gleichzeitig brachen die Ausfuhren von Hybridfahrzeugen (–50,3 Prozent) und Elektroautos (–56,1 Prozent) in die Vereinigten Staaten ein.

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Source: taz