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+++ Nachrichten im Ukraine-Krieg +++: Russland schießt erneut auf Brücke in Kyjiw
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Russland setzt seine Angriffe auf Straßenbrücken in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw fort. Ein Angriff am Samstag auf der Nordbrücke über den Dnipro habe die Fahrbahnoberfläche und Leitungen für Obusse beschädigt, teilte Bürgermeister Witatli Klitschko mit. Der Verkehr sei eingestellt worden. Es kam den dritten Tag in Folge zu Staus. Verletzte oder Tote wurden nicht gemeldet.
In sozialen Medien verbreitete Videos zeigen anscheinend den Moment des Einschlags, während Fahrzeuge über die Brücke fahren. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Brücke erleichtere „Truppenbewegungen und den Transport militärischer Güter“ für die ukrainischen Streitkräfte. Der Angriff erfolgte einen Tag, nachdem russische Attacken drei der sechs Straßenbrücken Kyjiw s über den Dnipro ganz oder teilweise unpassierbar gemacht hatten. Außerdem trafen die Angriffe Wohnhäuser, Supermarktlager, Tankstellen und Rechenzentren.
Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, Russland habe in der Nacht außerdem Marschflugkörper vom Typ Banderol auf die Region Odessa abgefeuert, um die Flugabwehr zu überlasten. Es handle sich um kostengünstige, düsengetriebene Geschosse, die über einem Gebiet kreisen können, nach Zielen suchen und beim Aufprall detonieren.
Die moldauische Präsidentin Mia Sandu erklärte, fünf russische Geschosse, darunter Banderol-Marschflugkörper und Drohnen, seien in den moldauischen Luftraum eingedrungen und auf dem Territorium ihres Landes explodiert. Der Krieg greife gefährlich auf ihr Land über, schrieb sie auf der Plattform X. „Moskau bringt Menschen in ganz Europa in Gefahr und muss gestoppt werden“, fügte sie hinzu.
Ukrainische Drohnen beschädigten in der westrussischen Stadt Kaluga mehrere Wohnhäuser und verletzten Menschen. Gouverneur Wladislaw Schapscha nannte allerdings keine Zahlen. Im Laufe der Nacht seien 13 Drohnen über seiner Region abgeschossen worden, teilte er mit. (ap)
Bei einem ukrainischen Angriff auf die an die Ukraine angrenzende russische Oblast Belgorod ist russischen Angaben zufolge eine Person ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen wurden verletzt, wie die staatliche Nachrichtenagentur TASS berichtet. Reuters konnte diesen Bericht aus dem Kriegsgebiet nicht unabhängig überprüfen. (rtr)
Der russische Präsident Wladimir Putin hat der Agentur Interfax zufolge ein Militärmanöver in der Ural-Region beobachtet, bei dem auch Truppen aus China, Belarus und Pakistan im Einsatz gewesen seien. Bei der Übung seien zudem russische strategische Bomber im Einsatz gewesen. Der Kreml bezeichnete das Manöver der Agentur Tass zufolge als routinemäßig. (rtr)
Bei einem russischen Luftangriff auf die ostukrainische Stadt Charkiw sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Weitere 28 Menschen seien durch Gleitbomben verletzt worden, teilte der regionale Militärverwalter Oleh Synjehubow auf Telegram mit. Möglicherweise befänden sich noch weitere Opfer unter den Trümmern getroffener Wohnhäuser.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf dem russischen Militär vor, auf Anordnung von Kremlchef Wladimir Putin die Städte der Ukraine zu zerstören. „Aus Geheimdienstinformationen und von einigen Personen aus Putins Umfeld wissen wir, dass Putin Anfang September gesagt hat: ‚Jetzt gibt es keine Regeln mehr‘“, schrieb Selenskyj auf der Plattform X. Russland habe die Ukraine nicht besetzen können. „Deshalb führen sie nun massive Angriffe durch und töten in großem Umfang.“
Das russische Militär hat die Angriffe gegen ukrainische Städte in den vergangenen Wochen verstärkt. Vor allem die großen Ballungszentren wie Kyjiw, Charkiw oder Odessa stehen im Visier der russischen Luftwaffe, von Kampfdrohnen oder ballistischen Raketen. (dpa)
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Source: taz