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+++ Nachrichten im Irankrieg +++: USA zerstören fünf iranische Öltanker

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Das US-Militär hat nach eigenen Angaben fünf iranische Öltanker zerstört. Vorausgegangen seien in den vergangenen zwei Tagen mehrere Versuche Irans, ein US-Kriegsschiff mit ballistischen Raketen anzugreifen, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando Centcom am Dienstag (Ortszeit) mit. Das Kriegsschiff habe den Angriffen ausweichen und seine Patrouille fortsetzen können. US-Personal sei nicht verletzt worden.

Bei den zerstörten Tankern handelte es sich nach Angaben von Centcom um die „Kivik“, die „Charminar“, die „Horizon 1“ und die „Riesco“ im Golf von Oman sowie die „Derya“ nahe der Insel Charg in der Straße von Hormus. Die Besatzungen seien vor den Angriffen aufgefordert worden, ihre Schiffe zu verlassen.

Auch das iranische Staatsfernsehen berichtete von US-Angriffen auf mindestens drei Tanker. Demnach wurden Schiffe nahe dem südlichen Hafen Dschask und der Insel Charg getroffen. Die Besatzungen seien evakuiert worden. Ein Reporter meldete zudem eine weitere Explosion nahe der Küste von Jekbeni, deren Ursache zunächst unklar war. (ap)

Iran feuerte nach Angaben iranischer Staatsmedien als Reaktion auf die Angriffe Raketen auf US-Ziele in Jordanien ab. Das jordanische Militär teilte mit, seine Luftabwehr habe 18 ballistische Raketen abgefangen. Zwei weitere seien in unbewohnten Gebieten niedergegangen. Berichte über Verletzte oder Tote gebe es nicht.

Bereits am Wochenende hatte das US-Militär drei iranische Öltanker angegriffen. Zuvor habe die iranische Revolutionsgarde einen US-Flugzeugträger und einen Lenkwaffenzerstörer ins Visier genommen, hieß es damals. (ap)

Jordanien hat den Abschuss von 18 aus Iran abgefeuerten Raketen gemeldet. Die jordanischen Luftabwehrsysteme hätten „20 ballistische Raketen abgefangen, die auf jordanisches Gebiet abgefeuert wurden“, erklärte Jordaniens Armee am Mittwoch. Davon seien 18 Raketen „erfolgreich abgefangen und zerstört“ worden. Zwei Raketen schlugen demnach in unbewohnten Gebieten ein. Die Raketen stammten demnach aus Iran. Die iranischen Revolutionsgarden hatten zuvor erklärt, einen US Stützpunkt in Jordanien attackiert zu haben. Die iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete, die Revolutionsgarden hätten als „Strafe“ für US-Angriffe auf iranische Öltanker den vom US-Militär in Jordanien genutzten Luftwaffenstützpunkt al-Asrak „mit massiven Raketenangriffen getroffen“.

Überdies kündigte Teheran nach US-Angriffen auf seine Schiffe Vergeltungsangriffe auf Öltanker vor Kuwait und Bahrain an. „Wir warnen alle Öltanker in den Häfen von Kuwait und Bahrain, die diese Terroristen beherbergen und an ihren bösen Taten mitschuldig sind“, erklärten die Revolutionsgarden am frühen Mittwochmorgen in einer von Irna veröffentlichten Mitteilung. Die Besatzungen riefen sie demnach zum Verlassen der Schiffe auf. Die Schiffe würden angegriffen, egal ob sie „vor Anker oder am Hafen liegen“. Die militärische Konfrontation zwischen den USA und Iran war Ende August wieder aufgeflammt und hat sich seitdem deutlich verschärft. (afp)

Iran hat nach Angaben des Staatsfernsehens eine US-Unterwasserdrohne erbeutet. Die Marine habe das unbemannte Fahrzeug am Dienstag am Eingang der Meerenge von Hormus „als Beute sichergestellt“, hieß es.

Der Sprecher des für den Nahen Osten zuständigen US-Regionalkommandos Centcom, Tim Hawkins, räumte ein, das US-Militär sei nicht mehr im Besitz der Drohne vom Typ Anduril Dive-LD. Diese habe bei einem Einsatz in der Gegend vor mehr als einem Tag eine Fehlfunktion gehabt. Es habe sich um ein defektes, älteres Modell gehandelt, das „weder sensible Daten gesammelt noch geheime Sonar- oder Radarausrüstung an Bord gehabt“ habe. „Sie war in einer handelsüblichen Ausstattung. Deshalb machen wir uns keine Sorgen“, sagte Hawkins. (ap)

Die USA haben im Zuge ihres Kriegs gegen Iran mehrere wichtige Fluggesellschaften mit Sanktionen belegt. Das US-Finanzministerium veröffentlichte am Dienstag neue Strafmaßnahmen gegen staatliche und private Airlines und erhöht damit den Druck auf den iranischen Luftfahrtsektor. Neu auf die US-Sanktionsliste gesetzt wurden 27 iranische Airlines, darunter die bekannten Gesellschaften Kish Airlines, Iran Air Tour und ATA Airlines.

Mehrere der größten iranischen Fluggesellschaften, darunter Mahan Air, Iran Air und Meraj Air, standen bereits zuvor auf US-Sanktionslisten. Neu ist, dass Washington nun deutlich breiter gegen den gesamten Luftfahrtsektor vorgeht. Die neuen Maßnahmen erfassen einen deutlich größeren Teil des iranischen Luftverkehrs. Auch ausländischen Unternehmen und Banken drohen Konsequenzen, wenn sie Geschäfte mit den betroffenen Airlines weiterführen.

Die Sanktionen dürften auch Auswirkungen auf Reisende haben. Ausländische Buchungsplattformen und Zahlungsdienstleister könnten sich aus Sorge vor US-Sanktionen von den betroffenen Airlines zurückziehen und damit den Ticketkauf erschweren. Internationale Fluggesellschaften meiden seit Ausbruch des Irankriegs Ende Februar Verbindungen nach Iran. Wer nach Teheran reisen will, flog zuletzt mit iranischen Airlines über Istanbul oder Dubai ins Land. (dpa)

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Source: taz