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Midterms in den USA: Trump unter Druck
Am 3. November finden in den USA die sogenannten Midterm-Wahlen statt. Während die Unzufriedenheit in der Bevölkerung wächst, steht für Präsident Donald Trump und seine Republikanische Partei viel auf
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Am 3. November finden in den USA die sogenannten Midterm-Wahlen statt. Während die Unzufriedenheit in der Bevölkerung wächst, steht für Präsident Donald Trump und seine Republikanische Partei viel auf dem Spiel.
Am 3. November 2026 werden in den USA sämtliche 435 Sitze des Repräsentantenhauses sowie 35 der 100 Sitze im Senat neu gewählt. Die sogenannten Midterms finden traditionell zur Hälfte der vierjährigen Amtszeit eines US-Präsidenten statt. Sie gelten als wichtiger Stimmungstest für die Regierung.
Für Donald Trump könnte dieser Stimmungstest zu einer schweren Niederlage werden. Seine Republikanische Partei kontrolliert derzeit beide Kammern des Kongresses. Sollte sie ihre Mehrheit verlieren, könnte das die Durchsetzung seiner politischen Vorhaben erheblich erschweren.
Aktuelle Umfragen zeigen eine wachsende Unzufriedenheit mit der Regierung. Trumps Zustimmungsrate liegt demnach nur noch bei 33 Prozent. Bei der Frage, welche Partei die Wähler:innen im Kongress bevorzugen, liegen die Demokraten mit 47 zu 35 Prozent deutlich vor den Republikanern.
Iran-Krieg wird zur Belastung für Trump
Eine zentrale Rolle im Wahlkampf spielt der Krieg gegen den Iran. Seit dem 28. Februar führen die USA und Israel militärische Angriffe gegen das Land durch. Washington begründet den Krieg unter anderem mit einer geplanten Zerstörung des iranischen Raketenprogramms und der Verhinderung einer iranischen Atombombe. Gleichzeitig hat Trump auch einen möglichen Sturz der iranischen Regierung als Ziel ins Spiel gebracht. Der Krieg hat sich längst zu einem regionalen Konflikt entwickelt. Besonders die weitgehende Blockade der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Handelsrouten für Erdöl weltweit, hat schwere wirtschaftliche Folgen.
Demütigung einer Weltmacht: Die USA in der iranischen Sackgasse
Die Auswirkungen bekommen auch die Menschen in den USA unmittelbar zu spüren. Seit Kriegsbeginn sind die Benzinpreise um rund 45 Prozent gestiegen, Diesel verteuerte sich sogar um etwa 68 Prozent. Steigende Transportkosten wirken sich zusätzlich auf die Preise zahlreicher Waren aus. Schätzungen zufolge hat der Krieg einen durchschnittlichen US-Haushalt bereits rund 2.000 Dollar gekostet.
Damit wird der Krieg auch innenpolitisch zum Problem. Trump hatte im Wahlkampf versprochen, die USA aus kostspieligen internationalen Konflikten herauszuhalten. Stattdessen befindet sich das Land nun seit fast acht Monaten in einem Krieg, dessen Ende weiterhin ungewiss ist.
Laut einer aktuellen Umfrage des Pew Research Center billigt nur etwa ein Drittel der US-Bevölkerung Trumps Umgang mit dem Iran-Konflikt. Die Regierung versucht deshalb offenbar, eine weitere Eskalation bis zu den Wahlen zu vermeiden. Anfang Oktober erklärte Trump, vor dem 3. November keine erneuten Militärschläge gegen den Iran anordnen zu wollen. Dass die weitere Kriegsführung damit zunehmend auch vom amerikanischen Wahlkalender abhängig gemacht wird, verdeutlicht die enge Verbindung zwischen Trumps imperialistischer Außenpolitik und seinen innenpolitischen Machtinteressen.
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Trump und Musk: Gemeinsame Interessen trotz Streit
Neben dem Iran-Krieg sorgt auch die erneute Annäherung zwischen Donald Trump und Elon Musk für Aufmerksamkeit. Der Tesla- und SpaceX-Chef gehörte bereits während der Präsidentschaftswahl 2024 zu Trumps wichtigsten Unterstützern. Nach dessen Wahlsieg übernahm Musk eine führende Rolle beim sogenannten Department of Government Efficiency (DOGE), das massive Kürzungen und Umstrukturierungen staatlicher Einrichtungen vorantrieb.
Im Sommer 2025 kam es jedoch zum öffentlichen Zerwürfnis zwischen den beiden. Musk kritisierte Trumps Politik und brachte zeitweise sogar die Gründung einer eigenen Partei ins Gespräch. Inzwischen haben sich die beiden wieder angenähert. Am 8. Oktober 2026 überreichte Trump Musk bei einem gemeinsamen öffentlichen Auftritt im Weißen Haus die National Medal of Science. Der Auftritt symbolisierte die erneuerte politische Zusammenarbeit zwischen dem Präsidenten und dem Tech-Milliardär.
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Noch wichtiger als solche gemeinsamen Auftritte ist allerdings Musks finanzielle Unterstützung. Der Tech-Milliardär hat seit Juli mehr als 276 Millionen Dollar zur Unterstützung republikanischer Kandidat:innen und Wahlkampforganisationen beigetragen. Allein 158 Millionen Dollar flossen an den Senate Leadership Fund, der republikanische Senatskandidat:innen unterstützt. Musks Organisation America PAC finanziert außerdem Wahlwerbung und Mobilisierungskampagnen, mit denen republikanische Wähler:innen zur Stimmabgabe bewegt werden sollen.
Die Zusammenarbeit zeigt auf, wie eng Kapital und Politik in den USA miteinander verbunden sind. Musk profitiert mit seinen Unternehmen von staatlichen Aufträgen, Genehmigungen und politischen Entscheidungen. Besonders in den Bereichen Raumfahrt, künstliche Intelligenz, Telekommunikation und Rüstung stehen für ihn Milliardeninteressen auf dem Spiel. Für Trump wiederum sind die finanziellen Mittel und die politische Unterstützung des Milliardärs ein wichtiger Vorteil im Kampf um die republikanischen Mehrheiten.
Democrats profitieren ohne eine wirkliche Alternative
Während die republikanische Partei unter Druck gerät, hoffen die Democrats auf deutliche Zugewinne. Vor allem die hohen Lebenshaltungskosten, die Unzufriedenheit mit Trumps Wirtschaftspolitik und der Iran-Krieg bieten ihnen Angriffspunkte.
Doch auch die Demokratische Partei steht für die Interessen großer Teile des US-Kapitals. In der Vergangenheit wurden unter demokratischen Regierungen immer wieder militärische Interventionen unterstützt, hohe Rüstungsausgaben beschlossen und wirtschaftliche Interessen amerikanischer Konzerne weltweit verteidigt. Es zeigt sich auf, dass beide Parteien unterschiedliche Strategien zur Sicherung der wirtschaftlichen und geopolitischen Vormachtstellung der USA vertreten.
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